Leitwarte eines Verteilnetzbetreibers am frühen Morgen: eine Operatorin vor einer Monitorwand mit Netzschema, daneben ein Wandplan mit farbigen Markierungen

Digitalisierung der Energiewende

Lesepfade durch zehn Themenfelder

Lesepfade durch zehn Themenfelder der Energiewende: Netz, Messwesen, Marktkommunikation, Erzeugung, Märkte, Flexibilität, Wärme, Vertrieb, Cyber, IT.

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Die acht Kapitel dieses Buchs decken den Kern ab, Messen und Steuern. Die Energiewende ist größer. Für die Themen daneben gibt es auf innobu.com Fachartikel, oft mehrere zu einer Frage, und die Suche liefert sie nach Aktualität, nicht nach Verständlichkeit.

Diese Seite ordnet sie anders. Je Themenfeld eine Reihenfolge, die bei den Grundlagen anfängt und bei den Einzelfragen endet. Wer von vorn liest, muss nichts zweimal nachschlagen.

Netz und Niederspannung

Am Anfang steht die Frage, was ein Netzbetreiber in der Niederspannung überhaupt sieht. Lange war das wenig. Der Pfad führt von der digitalen Ortsnetzstation über Leitsysteme und netzorientierte Steuerung zu Planung, Prognose und Instandhaltung, bis hin zu Kabeldiagnose und Drohne. Kapitel 4 und 5 dieses Buchs liefern dazu die Messwerte und die Steuerkette.

19 Artikel in Lesereihenfolge · Netz & Niederspannung →

  1. Digitale Ortsnetzstationen: das Niederspannungsnetz im BlickDigitale Ortsnetzstationen machen das Niederspannungsnetz sichtbar: E.ON-Rollout, rund 28.000 Stationen bis Ende 2026 und die Grundlage für Paragraf 14a EnWG.
  2. NS-Leitsystem & CLS-Management nach §14a EnWGWestfalen Weser Netz koppelt erstmals ein Niederspannungsleitsystem (NS-SCADA) mit dem CLS-Management. So wird §14a EnWG zur echten Echtzeitsteuerung.
  3. DERMS: Verteilnetz-Steuerung nach §14a EnWGEin DERMS steuert PV, Speicher, Wärmepumpen und Wallboxen im Verteilnetz. §14a EnWG verlangt ab 2029 dynamische, messwertbasierte Steuerung.
  4. Redispatch 3.0: Engpassmanagement mit FlexibilitätRedispatch 3.0 ist das Branchenlabel für marktbasiertes Engpassmanagement: Wie Aggregatoren E-Autos, Wärmepumpen und Heimspeicher als Flexibilität bündeln.
  5. Netzpaket 2026: Flexible Netzanschlüsse & EEG-ReformDas Netzpaket 2026 und die EEG-Reform sollen Netzanschlüsse beschleunigen. Redispatch-Vorbehalt gegen FCA-Modell, Stand Juni 2026 in Verhandlung.
  6. Netzanschluss-Engpässe für Ladeparks: Digitalisierung der Bearbeitungsprozesse bei NetzbetreibernLeistungsstarke Ladeparks warten über ein Jahr auf den Netzanschluss. Das Netzanschlusspaket 2026 und digitale Prozesse bei Netzbetreibern sollen das ändern.
  7. Szenariorahmen 2027: was im Verteilnetz hängtDie Annahmen des Szenariorahmens 2027 sind größtenteils Verteilnetzanlagen. Über Pfad B landen sie im eigenen Regionalszenario. Konsultation bis 28.09.2026.
  8. KI-Netzsimulation: Engpassanalyse für den §14d-NetzausbauplanAb 31. Oktober 2026 verlangt §14d EnWG Netzausbaupläne. Wie KI-Netzsimulation die Engpassanalyse für Verteilnetzbetreiber beschleunigt.
  9. KI-Lastprognose im Verteilnetz: Pflicht 2026Last- und Einspeiseprognose ist für Verteilnetzbetreiber zur Pflicht geworden. Wie KI die Prognosegüte hebt und Ausgleichsenergie senkt.
  10. Qualitätsregulierung 2026, die BNetzA-Datenerhebung und die Weiterentwicklung von SAIDIDie BNetzA erhebt 2026 Daten zur Qualitätsregulierung. Was die Festlegung verlangt, wie sich SAIDI ändert und was Netzleistungsfähigkeit bedeutet.
  11. Netzentgelte 2027 veröffentlichen: 15. Oktober§ 20 EnWG verlangt die Netzentgelte 2027 bis zum 15. Oktober 2026 im Internet. Was Verteilnetzbetreiber bis dahin rechnen, prüfen und veröffentlichen.
  12. NEST Gas: der Zinssatz ist ein Parameter, das Regelwerk wird getauschtAb der fünften Regulierungsperiode gelten für Gasnetzbetreiber nicht mehr ARegV und GasNEV, sondern RAMEN Gas und GasNEF. Was der Rahmenwechsel für die Kostenprüfung bedeutet.
  13. IEC 61850 im digitalen Umspannwerk: Schutz- und LeittechnikIEC 61850 macht das Umspannwerk digital: Stationsbus, Prozessbus und Sampled Values ersetzen bis zu 80 Prozent Kupfer. SCL und Sicherheit im Überblick.
  14. Transformator-Online-Monitoring: zustandsbasierte Instandhaltung im HochspannungsnetzOnline-Monitoring macht Transformatoren zustandsbasiert wartbar: DGA, Teilentladung, Hot-Spot. Warum das bei 18 bis 36 Monaten Lieferzeit zählt.
  15. Kabeldiagnose in der Mittelspannung: TanDelta und Teilentladung als Predictive MaintenanceTanDelta und Teilentladung bewerten Mittelspannungskabel ohne Aufgraben. Wie Kabeldiagnose die Instandhaltung im Verteilnetz vorausschauend macht.
  16. Erdkabel-Monitoring mit DTS und RTTRDTS misst die Kabeltemperatur, RTTR rechnet daraus die Belastbarkeit. Was das für die Engpassanalyse im Netzausbauplan zum 31. Oktober 2026 bedeutet.
  17. LiDAR-Trassenbefliegung: Vegetation im Netz wird messbarNetze BW findet per LiDAR ein Drittel mehr Vegetationsrisiken, E.DIS spart mit Satellitenanalyse 30 Prozent. Was Verteilnetzbetreiber daraus machen.
  18. KI-gestützte Drohneninspektion von Stromnetzen: BVLOS und automatische BilderkennungNetzbetreiber inspizieren Freileitungen und Masten mit Drohnen und automatischer Bilderkennung. Was BVLOS-Flüge möglich machen, welche EU-Regeln (SORA 2.5, U-space) gelten und was TenneT, Netze BW und andere Betreiber bereits umsetzen.
  19. KI gegen Blackouts: So bleibt das Stromnetz stabilFraunhofer setzt KI ein, um Blackouts zu verhindern: 500 Netzeingriffe pro Tag, erklärbare Assistenz für Operatoren und was Unternehmen jetzt tun sollten.

Smart Metering, SMGW und §14a

Das Feld, aus dem dieses Buch kommt. Die Artikel gehen tiefer als die Kapitel: in die Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes von 2025, die neue Gateway-Generation, die Gateway-Administration nach TR-03109-6 und die Steuerbox im Massengeschäft, danach in Quoten, Aufsicht und Verträge. Gegen Ende folgen Mehrsparten, Heizkostenabrechnung und Mieterstrom, weil sie auf allem davor aufbauen. PV-Steuerung und Direktvermarktung stehen im Pfad Erzeugung.

18 Artikel in Lesereihenfolge · Smart Metering, SMGW & §14a →

  1. MsbG-Novelle 2025: höhere Preisobergrenzen und neue PflichtenDie MsbG-Novelle 2025 hebt erstmals seit 2016 die Preisobergrenzen für intelligente Messsysteme an. Was sich bei Entgelten, Haltefrist und Datenpflichten ändert.
  2. SMGW neue Generation: LTE-450 und WAN-AnbindungLTE-450, Powerline oder Mobilfunk: welche WAN-Anbindung das SMGW wo braucht, welche TAF Pflicht sind und warum dynamische Tarife über TAF 7 laufen.
  3. BSI TR-03109-6 v2.0: was Gateway-Administratoren ab 2027 erfüllen müssenBSI TR-03109-6 v2.0 ist seit Dezember 2025 da und ab 2027 mit der nächsten Rezertifizierung verbindlich. Was Gateway-Administratoren bei ISMS, Audit und Paragraf 25 MsbG beachten müssen.
  4. SMGW-Backend skalieren: Messdatenmanagement und PKI für Millionen GeräteWie man die SMGW-Backend-Infrastruktur aus GWA-System, Head-End-System und Messdatenmanagement PKI-konform auf Millionen Geräte skaliert.
  5. EEBUS und IEC 63380: die gemeinsame Sprache der EnergiegeräteEEBUS verbindet Wärmepumpe, Wallbox, HEMS und Smart Meter Gateway. Was IEC 63380 wirklich regelt, wie SPINE und SHIP funktionieren und was das für § 14a bedeutet.
  6. Steuerbox & §14a EnWG: Netzsteuerung 2026Die Steuerbox setzt §14a EnWG am Gerät um. 2026 ist die Hardware zertifiziert, doch Netzbetreiber senden kaum Steuerbefehle. Die letzte Meile der Netzsteuerung.
  7. CLS-Management und aEMT: Rollen und Make-or-BuyCLS-Management ist eine Betriebsfunktion, keine Technik. Was die aEMT-Rolle verlangt, welche Prozesse entstehen und was bis Ende 2026 steht.
  8. Steuerbox-Rollout 2026: Montage und Nachweis23,3 Prozent iMSys-Quote, acht zertifizierte Steuerboxen, und trotzdem stockt der Massenrollout. Was gMSB bei Bestellung, Montage und Nachweis klären.
  9. Rollout-Quote 2026: die Periodenquote nach §45 MsbGDie Quote zum 31.12.2026 misst nicht den Bestand, sondern die seit Februar 2025 neu fällig gewordenen Messstellen. Was das für die Rollout-Planung heißt.
  10. Smart-Meter-Rollout: Aufsichtsverfahren und Sanktionsregime der BNetzASeit März 2026 hat die BNetzA Verfahren gegen 434 Messstellenbetreiber eröffnet, 150 sind eingestellt. Was § 76 MsbG und das Zwangsgeld für gMSB bedeuten.
  11. Standardisierte Messstellenverträge ab 2026: was BK6-24-125 für gMSB bedeutetBK6-24-125 macht drei Standardverträge im Strom-Messwesen ab 1. Juli 2026 verbindlich. Was MSB-RV, MSV-AN und MSV-LF, die neue Vertragsstrafe und die Umstellung für gMSB bedeuten.
  12. GWA-Wechsel im Großmaßstab: so wird die Gateway-Administration übergebenWie die Administration tausender Smart Meter Gateways beim MSB-Wechsel aus der Ferne übergeben wird. switchGWA, VDE-FNN-Hinweis, WiM Strom und was die Praxis zeigt.
  13. Wettbewerblicher Messstellenbetrieb: die Make-or-Buy-Entscheidung 2025-2027Grundzuständiger und wettbewerblicher Messstellenbetrieb im Vergleich: gMSB, wMSB und die Make-or-Buy-Entscheidung 2025-2027. Was Quoten, BK6-24-125 und Outsourcing-Modelle für Stadtwerke bedeuten.
  14. Multi-Sparten-Fernauslesung über das SMGW: Gas, Wasser und Wärme am LMNWie Gas-, Wasser- und Wärmezähler per wireless M-Bus an das Smart-Meter-Gateway binden. LMN-Interface, OMS Security Profile B, TAF 6 und 7, Paragraf 6 MsbG und der Stadtwerke-Vorteil.
  15. Heizkostenverordnung: Fernablesung wird bis Ende 2026 PflichtBis 31. Dezember 2026 muss die Wärmemesstechnik fernablesbar sein. Was die Heizkostenverordnung zu Fristen, monatlicher Verbrauchsinfo und Kürzungsrechten vorschreibt.
  16. FFVAV: fernablesbare Wärmezähler werden bis Ende 2026 PflichtDie FFVAV verpflichtet Fernwärmeversorger, bis 31.12.2026 alle Wärmezähler fernablesbar zu machen und monatlich Verbrauchsinfos zu liefern. Was jetzt zu tun ist.
  17. Virtueller Summenzähler: Mieterstrom im Mehrfamilienhaus digitalDer virtuelle Summenzähler und das Solarpaket I machen Mieterstrom im Mehrfamilienhaus bezahlbar: Messkonzept, GGV nach §42b EnWG und Rollout erklärt.
  18. Smart-Meter-Rollout 2026: Basis fürs KI-NetzMitte 2026 erst 5,9 Prozent Smart Meter, seit März 2026 Verfahren der Bundesnetzagentur gegen 434 Unternehmen. Warum der Rollout die KI-Datenbasis bremst.

Marktkommunikation und Marktprozesse

Kapitel 7 erklärt das Prinzip. Hier folgt die Praxis: erst der Stand der Formate, dann die Stammdaten, an denen die meisten Klärfälle hängen. Danach Lieferantenwechsel in 24 Stunden, Viertelstundenbilanzierung und MaBiS-Hub, dann die Gas-Seite, die eigenen Regeln folgt, und zum Schluss Herkunftsnachweise, Meldepflichten und KI im Bilanzkreismanagement.

15 Artikel in Lesereihenfolge · Marktkommunikation & Marktprozesse →

  1. MaKo 2026: EDIFACT, AS4 und API-Webdienste im ÜberblickMaKo 2026: EDIFACT bleibt, AS4 ist Transportweg, API-Webdienste ergänzen bei MaLo-Ident und Steuern. Formate, Fristen und Fahrplan im Überblick.
  2. Stammdatenqualität in der MarktkommunikationStammdatenqualität entscheidet, ob ein Lieferantenwechsel durchläuft oder als Klärfall endet. Was vor GeLi Gas 2.0 und dem MaBiS-Hub zu bereinigen ist.
  3. 24h-Lieferantenwechsel (LFW24): Pflicht ab 2026 und Umbau der GPKEDer 24h-Lieferantenwechsel wird ab 1. Januar 2026 Pflicht. Was LFW24, die MaLo-ID und der Umbau der GPKE für Versorger und Stadtwerke bedeuten.
  4. GPKE und Einspeiseprozesse: die Integration der MPES-Prozesse 2025Zum 6. Juni 2025 wandern die MPES-Einspeiseprozesse in die GPKE. Was die erzeugende Marktlokation, die neue GPKE-Struktur und der Wegfall der MPES für Direktvermarkter bedeuten.
  5. ZSG-Viertelstundenbilanzierung: vom SLP zur gemessenen ViertelstundeZSG-Datenstrom und viertelstündliche Bilanzierung nach BK6-24-174, Ablösung des Standardlastprofils.
  6. MaBiS-Hub: Zentrale Bilanzkreisabrechnung, Starttermin offenDer MaBiS-Hub zentralisiert die Bilanzkreisabrechnung Strom. Was das BNetzA-Verfahren BK6-24-210, die Zwei-Block-Struktur und der offene Zeitplan für Netzbetreiber, Stadtwerke und Bilanzkreisverantwortliche bedeuten.
  7. Standardbilanzkreisvertrag BK6-23-102: was sich für Bilanzkreisverantwortliche ändertDer neue Standardbilanzkreisvertrag (BK6-23-102) gilt seit Oktober 2024 und verschärft Pflichten bei Sicherheitsleistung, Fahrplanmanagement und Deklaration.
  8. Elektronisches Preisblatt Strom: Preisblatt 3 und ReaktivleistungDas elektronische Preisblatt macht die Netznutzungsrechnung maschinell prüfbar. Preisblatt 3 enthält die Reaktivleistung, geregelt in der BNetzA-Festlegung BK6-20-160.
  9. GeLi Gas 2.0: Lieferantenwechsel Gas ab 2026GeLi Gas 2.0 bringt neue Lieferantenwechselprozesse Gas ab 01.04.2026 nach BNetzA BK7-19-001. Was sich ändert, wie die Abgrenzung zu GeLi Gas 3.0 aussieht und was Gasversorger jetzt tun sollten.
  10. WiM Gas 2.0: Messwesen-Wechselprozesse Gas ab 2026WiM Gas 2.0, Messwesen-Wechselprozesse Gas ab 01.10.2026, BK7-19-001, Sektorkopplung an SMGW Strom.
  11. GasNZV-Ablösung 2026: KARLA, GaBi, GeLi 3.0, ZuBioGasNZV läuft 31.12.2025 aus (EuGH C-718/18), ersetzt durch vier BNetzA-Festlegungen ab 2026.
  12. Herkunftsnachweise Strom: die HkRNDV-Novelle und die StromkennzeichnungDas HKNR Strom, die HkRNDV-Novelle 2025 und die Stromkennzeichnung ab 2027. Warum EEG-Strom keinen Herkunftsnachweis bekommt und was die Greenwashing-Debatte treibt.
  13. Herkunftsnachweise für Gas und Wasserstoff: das neue UBA-RegisterNeues UBA-Herkunftsnachweisregister für Gas und Wasserstoff, EU-Pflicht aus RED II, Start 2026 erwartet.
  14. HEDWIG: Meldepflicht nach §111g EnWGDie Bundesnetzagentur bündelt Energiemarktdaten im Data Hub. Was §111g EnWG verlangt: JSON, Viertelstundentakt, Nachlieferung ab 1. Januar 2022.
  15. KI im Bilanzkreismanagement: reBAP-Kosten senkenAusgleichsenergie ist der Kostenblock, den Bilanzkreisverantwortliche selbst steuern. Was der reBAP bestraft und was KI-Prognosen wirklich bringen.

Flexibilität, Speicher und Netzentgelte

Wer verstehen will, warum ein Viertelstundenwert Geld wert ist, fängt bei Tarifen und Day-Ahead-Markt an. Danach kommt die Reform der Netzentgelte, die ab 2029 gelten soll, und erst dann Speicher, bidirektionales Laden und Energy Sharing, die von beidem abhängen.

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  1. Tarifmodelle 2026: Der Strommarkt wird steuerbarDynamische Tarife, §14a-Netzentgelte und Energy Sharing bauen den Strommarkt 2026 um. Warum die neuen Tarifmodelle ohne automatische Steuerung kaum etwas bringen.
  2. 15-Minuten-Day-Ahead: 96 Produkte statt 24 StundenSeit 1. Oktober 2025 handelt der Day-Ahead-Markt Viertelstunden. Was Versorger bei Prognose, Handel, Risiko und Abrechnung umstellen müssen.
  3. Netzentgeltreform AgNes: neues Preissystem Strom ab 2029AgNes reformiert die Stromnetzentgelte ab 1. Januar 2029, neue Kostenverteilung, Beitrag von Erzeugern und Speichern.
  4. §19 StromNEV: Das Ende des Bandlastprivilegs und die Flexibilitätsvermarktung der IndustrieDas Bandlastprivileg nach §19 StromNEV fällt. Ab 2029 ersetzen flexibilitätsbasierte Netzentgelte den Rabatt für stromintensive Industrie.
  5. Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher: Bestandsschutz bis 2029, danach AgNesBatteriespeicher sind nach Paragraf 118 EnWG 20 Jahre netzentgeltbefreit, aber nur bei Inbetriebnahme bis 4. August 2029. Danach ordnet AgNes die Entgelte neu.
  6. Bidirektionales Laden und V2G: MiSpeL-Festlegung 2026MiSpeL und die EnWG-Novelle stellen bidirektionale Ladepunkte Speichern gleich und beenden die Doppelbelastung mit Netzentgelten. Frist bis 30.06.2026.
  7. Vehicle-to-Grid 2026: das GeschäftsmodellSeit 2026 entfällt die Netzentgelt-Doppelbelastung für V2G. Wie Aggregatoren mit Arbitrage, Regelleistung und §14a bis zu 500 Euro je Fahrzeug erwirtschaften.
  8. Virtuelle Kraftwerke 2026: KI und BatteriespeicherDeutschland überschreitet 27 GWh Batteriespeicher. KI-Plattformen steuern virtuelle Kraftwerke. Was Energieversorger jetzt tun sollten.
  9. Energy Sharing nach Paragraf 42c EnWG: Start 2026Seit 1. Juni 2026 muss jeder Verteilnetzbetreiber Energy Sharing nach Paragraf 42c EnWG ermöglichen. Doch ohne Smart Meter bleibt der Anspruch oft Theorie.
  10. Energy Sharing 2028: über die NetzgrenzeAb 1. Juni 2028 reicht Energy Sharing ins Nachbarnetz. Die Bundesnetzagentur sieht dafür keine Netzbetreiberpflichten. Was trotzdem zu klären ist.

Wärme, Gas und Wasserstoff

Kommunale Wärmeplanung zuerst, denn aus ihr folgt fast alles andere. Dann Daten und Kataster, die Pflichten für Wärmenetzbetreiber, die Technik der Fernwärme von der Großwärmepumpe bis zum saisonalen Speicher und am Ende das Gasnetz zwischen Stilllegung und Wasserstoff.

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  1. Kommunale Wärmeplanung: was der Stichtag 30. Juni 2026 für Großstädte bedeutetZum 30. Juni 2026 müssen 84 deutsche Großstädte über 100.000 Einwohner einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Was die vierstufige Methodik des WPG, die Einteilung in Wärmenetzgebiet, Prüfgebiet und dezentrale Versorgung und die Verzahnung mit dem GEG für Stadtwerke bedeuten.
  2. Digitales Wärmekataster: die Datengrundlage der kommunalen WärmeplanungDas digitale Wärmekataster ist die Datengrundlage der kommunalen Wärmeplanung. Wie GIS, LoD2-Gebäudedaten und § 11 WPG zusammenwirken und was 2026 zählt.
  3. Datenraum Wärmeplanung in der WPG-Novelle 2026Die WPG-Novelle vom Mai 2026 schafft den Datenraum Wärmeplanung, eine bundesweite IT-Infrastruktur für die kommunale Wärmeplanung. Was das für Kommunen heißt.
  4. Der Dekarbonisierungsfahrplan nach Paragraf 32 WPG: Pflicht für Wärmenetz-Betreiber bis Ende 2026Betreiber bestehender Wärmenetze müssen bis 31.12.2026 einen Dekarbonisierungsfahrplan nach Paragraf 32 WPG vorlegen. Was die Zielvorgaben (30 Prozent grün ab 2030, 80 Prozent ab 2040, klimaneutral 2045), die Anlage-3-Inhalte und der BEW-Weg für Stadtwerke bedeuten.
  5. BEW-Neustart 2026: Neues BAFA-Merkblatt und das Ende der Transformationsplan-FörderungZum 1. April 2026 endet die BEW-Förderung von Transformationsplänen. Was das neue BAFA-Merkblatt ändert, was förderfähig bleibt und welche Frist gilt.
  6. Power-to-Heat und Großwärmepumpen: die Elektrifizierung der FernwärmeGroßwärmepumpen und Power-to-Heat dekarbonisieren die Fernwärme: die Wärmepumpe liefert die Grundlast aus Umweltwärme, der Elektrodenkessel die flexible Spitze aus Überschussstrom. Was Wärmequellen, Leuchtturmprojekte, das Geothermie-Beschleunigungsgesetz und die BEW-Förderung bedeuten.
  7. Großwärmepumpen: die digitale BetriebsoptimierungIn der hybriden Wärmezentrale entscheidet die Software, welche Einheit läuft. Wie Prognose, Wärmespeicher und MPC die Kosten um bis zu 27 Prozent senken.
  8. Saisonale Wärmespeicher: Aquifer und TTES 2026Aquifer- und Erdbeckenspeicher verschieben Sommerwärme in den Winter. Warum erst Prognose und MPC den saisonalen Speicher wirtschaftlich machen.
  9. Kalte Nahwärme und 5GDHC: warum diese Netze digitale Steuerung brauchenWärmenetze der 5. Generation funktionieren nur mit digitaler Steuerung: Sensorik, KI-Lastprognose und modellprädiktive Regelung, plus deutsche Pilotprojekte.
  10. KI in der Fernwärme: Netzoptimierung und Transformationsplan nach WPGKI senkt in Wärmenetzen die Rücklauftemperatur, prognostiziert die Last und liefert die Datengrundlage für den Transformationsplan nach §32 WPG.
  11. AVBFernwärmeV-Novelle: Neue Preisanpassungsklauseln und der WärmepreisindexDie AVBFernwärmeV-Novelle ordnet die Preisanpassungsklauseln der Fernwärme neu: Kostenelement, Marktelement aus dem Destatis-Wärmepreisindex CC13-77 und neue digitale Transparenzpflichten.
  12. Herkunftsnachweise für Wärme und Kälte: das UBA-Register startet 2026Das UBA nimmt 2026 das Herkunftsnachweisregister für Wärme und Kälte in Betrieb. Was die GWKHV für Fernwärmeversorger und grüne Wärmeprodukte bedeutet.
  13. iKWK-Regelungslücke ab 2026: die letzte Ausschreibung und der fehlende RechtsrahmenDie letzte planmäßige iKWK-Ausschreibung ist gelaufen, für 2026 fehlt der Rechtsrahmen. Was die Regelungslücke für Stadtwerke, Fernwärme und digitale Steuerung bedeutet.
  14. Gasnetz-Transformationsplan (GTP): H2-Infrastrukturplanung 2025Der Gasnetzgebietstransformationsplan plant Umstellung, Umwidmung und Stilllegung der Gasverteilnetze Richtung Wasserstoff.
  15. EnWG-Novelle 2026: das EU-Gas- und Wasserstoffpaket im EnWGDie EnWG-Novelle 2026 setzt das EU-Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpaket um, mit Wasserstoff-Netzregulierung und Entflechtung.
  16. Biogas-Netzzugang ab 2026: die BNetzA-Festlegung ZuBioDie BNetzA-Festlegung ZuBio regelt ab 2026 den Netzzugang von Biogas, doch der Netzanschluss bleibt eine Regelungslücke mit Übergang bis Ende 2026.
  17. WACC Gas 3,76 Prozent: Kapitalverzinsung ab 2028Die Bundesnetzagentur schlägt 3,76 Prozent Kapitalverzinsung für Gasnetze ab 2028 vor. Die Konsultation endet am 14. September 2026.

Vertrieb, Portale und E-Mobilität

Kurz und pragmatisch. Das Netzanschlussportal ist Pflicht und steht deshalb vorn, Kundenplattformen und Service folgen, Ladeinfrastruktur mit ihren eigenen Standards von ISO 15118 bis OCPP bildet den Schluss.

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  1. Netzanschlussportal-Pflicht nach §8 Abs. 7 EEGSeit 2025 muss jeder Netzbetreiber ein Webportal für Anschlussbegehren bis 30 kW bieten. Was §8 Abs. 7 EEG vorschreibt und welche Fristen jetzt gelten.
  2. Prosumer-Plattformen und White-Label-Apps 2026White-Label-Apps von Vattenfall, Zählerfreunde und beegy lassen Stadtwerke PV, Wärmepumpe und Wallbox als Prosumer-Plattform unter eigener Marke ausrollen.
  3. KI-Kundenservice und Churn-Prävention bei EnergieversorgernKI senkt die Bearbeitungszeit im Kundenservice um bis zu 50 Prozent und hilft Energieversorgern, Kündigungen früh zu erkennen. Der Überblick mit DSGVO-Blick.
  4. ISO 15118-20 und Plug and Charge: die AFIR-Pflicht 2026 und 2027Ab 2026 schreibt die AFIR ISO 15118 für neue öffentliche Ladepunkte vor, ab 2027 die Fassung ISO 15118-20. Was Plug and Charge, PKI und Backend für Betreiber bedeuten.
  5. OCPP 2.1 (IEC 63584-210): Smart Charging und V2GOCPP 2.1 ist jetzt IEC-Norm 63584-210. Was die neuen V2G- und Smart-Charging-Funktionen für die Netzsteuerung nach §14a EnWG bedeuten.
  6. DATEX II: Datenpflicht für Ladeinfrastruktur 2026Seit 14. April 2026 müssen Betreiber öffentlicher Ladepunkte ihre Daten im DATEX-II-Standard über die Mobilithek liefern. Was AFIR Artikel 20 verlangt und wie die Datenkette funktioniert.
  7. GEIG-Novelle 2026: die neue Ladesäulenpflicht für GebäudeDie GEIG-Novelle setzt die EPBD 2024 um. Ab 2027 gelten neue Ladepunkt- und Verkabelungspflichten für Gebäude ab 3 bzw. 5 Stellplätzen. Der Überblick.

Cybersecurity und Resilienz

Zuerst die Rechtslage, weil NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz Haftung und Fristen setzen. Dann die technischen Pflichten im Betrieb, dann die konkreten Bedrohungen, von Ransomware bis Wiper. Wie das Gateway selbst abgesichert ist, steht in Kapitel 3.

10 Artikel in Lesereihenfolge · Cybersecurity & Resilienz →

  1. NIS2 & KRITIS-Dachgesetz 2026: Fristen und HaftungNIS2 und das KRITIS-Dachgesetz gelten 2026 parallel. Wer betroffen ist, welche Fristen laufen und warum die Geschäftsleitung persönlich haftet.
  2. IT-Sicherheitskatalog nach §5c EnWG 2026Der IT-Sicherheitskatalog nach §5c EnWG löst die §11-Kataloge ab. Was Netz- und Anlagenbetreiber 2026 zu ISMS, ISO 27001 und Meldepflicht wissen müssen.
  3. NCCS: Netzkodex Cybersicherheit für TSO und DSODer Netzkodex Cybersicherheit (EU) 2024/1366 verpflichtet Netzbetreiber zu CSMS, Audits und Meldungen. Die Fristen bis 2028 und was 2026 zu tun ist.
  4. OT-Security für Energieanlagen: IEC 62443 und CRAAb 11. September 2026 greifen die ersten CRA-Pflichten für Energieanlagen. Wie IEC 62443 mit Security Level und Zonen die OT-Security zum Pflichtrahmen macht.
  5. Angriffserkennung in OT-Netzen: SzA prüfen und nachweisenEnergieversorger müssen ein System zur Angriffserkennung im OT-Netz betreiben und alle zwei Jahre dem BSI nachweisen. Was die Reifegrad-Prüfung verlangt.
  6. Ransomware-Resilienz für Stadtwerke: Melde- und Nachweispflichten nach NIS2Seit dem 6. Dezember 2025 bindet NIS2 auch Stadtwerke: Meldekette aus 24 Stunden, 72 Stunden und einem Monat bei Ransomware, plus Nachweispflicht.
  7. Post-Quanten-Kryptografie für kritische EnergieinfrastrukturDas BSI beendet die klassische Verschlüsselung. Migration zu Post-Quanten-Kryptografie für kritische Energieinfrastruktur bis 2030, 2031 und 2035.
  8. Chinesische PV-Wechselrichter als SicherheitsrisikoRund 80 Prozent der Wechselrichter in Europa sind chinesisch. Was EU-Hochrisiko-Liste, Förderstopp 2026 und BSI-Warnung für Netzbetreiber bedeuten.
  9. DynoWiper und Sandworm: Wiper-Malware gegen EnergieanlagenSandworm traf Ende 2025 Polens Stromsektor mit dem Wiper DynoWiper, 500.000 Kunden bedroht. Was der abgewehrte Angriff für Deutschland bedeutet.
  10. Drohnenabwehr an Energieanlagen: was das KRITIS-Dachgesetz jetzt verlangtSeit März 2026 verlangt das KRITIS-Dachgesetz physischen Schutz von Energieanlagen. Was gegen Drohnen erlaubt ist, welche Fristen gelten.

IT-Architektur, Daten und KI

Die Systemlandschaft eines Versorgers ändert sich gerade an mehreren Stellen gleichzeitig. Der Pfad beginnt bei der Abrechnungsplattform und der Ablösung von SAP IS-U, geht über europäische Datenräume und digitale Identitäten und endet bei KI: bei den Regeln, die AI Act und nationale Aufsicht setzen, und beim Einsatz im eigenen Haus.

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  1. SAP S/4HANA Utilities: IS-U-Migration bis 2030 planenSAP S/4HANA Utilities löst IS-U ab: ECC-Wartung endet 2027, Extended bis 2030. Migrationspfade, Clean Core und Roadmap für Stadtwerke im Überblick.
  2. Gemeinsamer Europäischer Energiedatenraum CEEDSDer Gemeinsame Europäische Energiedatenraum CEEDS soll nationale Datenräume verbinden. Was der EU-Fahrplan vom Juni 2026 dazu sagt und was nicht.
  3. energy data-X: Gaia-X-Datenraum der Energiewirtschaftenergy data-X ist das Gaia-X-Leuchtturmprojekt der Energiewirtschaft. Was der Datenraum 2025 liefert und wie DataFleX ihn ab 2026 in die Praxis bringt.
  4. dena DIVE: digitale Identitäten im EnergiesystemDas dena-Projekt DIVE macht Anlagen im Energiesystem digital überprüfbar. Self-Sovereign Identity, das Verhältnis zur SM-PKI und zur EUDI-Wallet.
  5. EU AI Act: Hochrisiko-KI in der Energie-InfrastrukturWann KI in der Energieversorgung nach Anhang III als Hochrisiko gilt und welche Pflichten ab dem 2. Dezember 2027 greifen. Der Energie-Blick auf den EU AI Act.
  6. KI-MIG: Die Aufsicht über Ihre KI hat jetzt eine AdresseSeit dem 29. Juli 2026 ist die Bundesnetzagentur die KI-Aufsicht. Neue Pflichten bringt das Gesetz nicht, wohl aber eine Behörde, die Unterlagen anfordern und Systeme testen darf.
  7. Souveräner KI-Coding-Stack für EnergieversorgerOpen-Weight-Modelle hinter einem EU-Provider statt US-Cloud: wie Energieversorger KI-Coding-Agenten unter NIS2 einsetzen. Die drei Schichten im Detail.

Erzeugung und Direktvermarktung

Im Buch kommt die Erzeugung nur am Rand vor, etwa mit den Einspeisestellen, die Kapitel 7 in der GPKE verortet. Der Pfad beginnt bei den Regeln für neue Anlagen. Erst das Solarspitzengesetz, dann die Pläne zum EEG 2027, für kleine PV-Anlagen und für Anlagen ab 100 Kilowatt. Es folgen Direktvermarktung und Fernsteuerung über das Gateway, die Rolloutquote für Erzeugungsanlagen und das virtuelle Kraftwerk im Stadtwerk. Am Ende stehen die steuerbaren Kraftwerke. Netzanschluss und Einspeiseprozesse finden Sie in den Pfaden Netz, Portale und Marktkommunikation.

7 Artikel in Lesereihenfolge · Erzeugung & Direktvermarktung →

  1. Solarspitzengesetz 2025: was für neue PV-Anlagen ab 2 kWp giltDas Solarspitzengesetz gilt seit 25. Februar 2025: keine Vergütung bei negativen Preisen und 60-Prozent-Einspeisekappung für neue PV-Anlagen ab 2 kW. Was die Schwellen 2, 7, 25 und 100 kW bedeuten.
  2. EEG 2027 im Entwurf: kleine PV-Anlagen ohne feste VergütungEEG-Entwurf: Neue PV unter 25 kW verliert die feste Vergütung. Was 36 Monate Übergang, 50 % Kappung und Rollout ab 2 kW für Netz, MSB und MaKo heißen.
  3. EEG 2027: Differenzverträge (CfD) ab 100 kWDas EEG 2027 ersetzt die feste Einspeisevergütung ab 100 kW durch zweiseitige Differenzverträge. So funktioniert das CfD-Modell und das kommt auf Betreiber zu.
  4. Direktvermarktung: Fernsteuerung via Smart-Meter-Gateway ab 2028EE-Anlagen in der Direktvermarktung müssen ab 2028 über das Smart-Meter-Gateway fernsteuerbar sein, Paragraf 10b EEG.
  5. Rollout-Quote Erzeugungsanlagen: 90 Prozent der LeistungDie Quote zum 31.12.2026 misst installierte Leistung, nicht Einbaufälle. Was §45 Absatz 1 Nummer 2 MsbG verlangt und wonach Sie jetzt sortieren.
  6. HEMS und virtuelles Kraftwerk im Stadtwerk: bauen, Partner oder zukaufenHEMS und virtuelles Kraftwerk im Stadtwerk: selbst bauen, mit Partner oder zukaufen. Fünf Kriterien von Datenhoheit bis Entflechtung, vor MiSpeL und EEG 2027.
  7. Kraftwerkssicherheitsgesetz und H2-ready-Kraftwerke: vom KWSG zum StromVKGDas Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG) ist nie in Kraft getreten, sein Nachfolger ist das StromVKG. Was die H2-ready-Auflage neuer steuerbarer Kraftwerke, das Umstellungskonzept als Gebotsvoraussetzung und die Capex-plus-Opex-Förderung für Betreiber bedeuten.

Beschaffung, Handel und Marktdesign

Wie die Viertelstunde in den Day-Ahead-Handel kam, erklärt Kapitel 6; der passende Artikel steht im Pfad Flexibilität. Dieser Pfad setzt eine Ebene höher an, beim Zuschnitt des Marktes: eine Gebotszone oder mehrere? Dazu die Vorgaben der EU-Strommarktreform für Lieferverträge. Danach Meldepflichten im Großhandel nach REMIT II, Kapazitätsmarkt, europäische Regelenergieplattformen und der geplante Aufwendungsersatz, wenn Redispatch ohne bilanziellen Ausgleich läuft. Den Schluss bilden Industriestrompreis, Klimaschutzverträge, CO2-Speicherung und der Handel mit Wasserstoff.

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  1. Gebotszonenteilung: Bleibt Deutschland eine Stromgebotszone?ENTSO-E empfahl fünf Gebotszonen, Deutschland bleibt bei einer. Was der Bidding Zone Review, 2,8 Mrd Euro Engpasskosten und der Aktionsplan bedeuten.
  2. EU-Strommarktdesign: Verbraucherrechte-Frist 2026Die EU-Strommarktrichtlinie EMD verlangt bis 17. Juli 2026 die freie Versorgerwahl. Was Stromversorger jetzt umsetzen müssen.
  3. REMIT II: Meldepflichten im Energiegroßhandel 2026REMIT II bringt ab 29. April 2026 neue Meldepflichten im Energiegroßhandel: drei Meldestufen, kürzere Fristen und die neue Exposure-Meldung ab 600 GWh.
  4. StromVKG-Kapazitätsmarkt: Ausschreibungen 2026Das StromVKG bringt Deutschlands ersten Kapazitätsmarkt. Gebotstermine 8. September und 22. Dezember 2026, je 4,5 GW, digitale Teilnahme über die BNetzA-Plattform.
  5. MARI und PICASSO: wie Europa seinen Regelenergiemarkt zusammenschaltetPICASSO und MARI koppeln Europas Regelenergie. 2026 gehen RTE, Bulgarien und Polen ans Netz, die Ausgleichsenergie-Spreads fallen um bis zu 55 Prozent.
  6. Redispatch ohne Bilanzausgleich: Ersatz ab 2027Mischpreis aus ID-AEP und reBAP, 1,35 €/MWh Pauschale, 3,90 €/MWh Selbstbehalt: was der BK8-Entwurf vorsieht. Stellungnahmen bis 21. Oktober 2026.
  7. Industriestrompreis 2026 bis 2028: Antrag und ComplianceDer Industriestrompreis deckelt Strom auf 5 ct/kWh für energieintensive Betriebe 2026 bis 2028. So laufen BAFA-Antrag und Reinvestitionspflicht.
  8. Klimaschutzverträge Runde 2: CO2-Differenzverträge für die IndustrieDie zweite Gebotsrunde der Klimaschutzverträge läuft bis 7. September 2026: 5 Mrd. Euro für die Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie.
  9. CCS und CCU in Deutschland: das KSpTG und die neue CO2-TransportinfrastrukturDas Kohlendioxid-Speicherungs- und -Transportgesetz (KSpTG) ist seit 28. November 2025 in Kraft und ermöglicht CCS und CCU im industriellen Maßstab. Was Offshore-Speicherung, CO2-Pipelines, der Export über das London-Protokoll und das entstehende CO2-Transportnetz für die Industrie bedeuten.
  10. H2Global: die zweite Auktion 2025 und die EEX als Handelsplattform für H2-DerivateH2Global überbrückt mit einer Doppelauktion die Preislücke beim Wasserstoffimport. Was die zweite Auktion 2025 (fünf Lose, bis zu 3 Milliarden Euro, deutsch-niederländisch), die HINT.CO-Mechanik aus HPA und HSA und die EEX als Ausführungsplattform bedeuten.

Inhalt des Buchs

  1. 1Der Rechtsrahmen: vom GDEW zum geltenden MsbG
  2. 2Geräte und Architektur: was ein intelligentes Messsystem ist
  3. 3BSI-Standards, Zertifizierung und Smart-Meter-PKI
  4. 4Die Tarifanwendungsfälle: TAF 1 bis 16 und die Fassung 2.0
  5. 5Netzorientierte Steuerung nach §14a EnWG
  6. 6Dynamische Tarife und Netzentgelte im Umbau
  7. 7Marktkommunikation: wie Messwerte zu Prozessen werden
  8. 8Rollout-Praxis: Zahlen, Aufsicht und was niemand misst
  9. +Das Modell: vom Zähler bis ins Abrechnungssystem
  10. +Lesepfade durch zehn Themenfelder
  11. +Offene Punkte und Negativbefunde