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Fristen

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Einordnung für typische Marktrollen, keine Prüfung Ihres Einzelfalls und keine Rechtsberatung. Ob eine Pflicht für Ihr Unternehmen gilt (Schwellenwerte, Ausnahmen), klären Sie mit Ihrer Rechtsabteilung oder Rechtsberatung. Der Kalender ersetzt keine eigene Fristenprüfung.

Was die Angaben in der Zeile bedeuten

Jede Frist zeigt, was für ein Termin es ist (gilt ab, Frist bis, Stellungnahme bis, Beschluss) und wie verbindlich er ist. Steht in der Zeile kein Hinweis, ist der Termin beschlossen: Gesetz, Festlegung oder technische Regel sind verabschiedet, das Detail nennt die Grundlage. „Noch nicht beschlossen“ ist ein Entwurf, der Termin kann noch wandern. Konsultationen und Zielmarken verpflichten niemanden. Ein gefüllter Punkt steht für einen beschlossenen Termin, ein Ring für einen offenen oder unverbindlichen. Der Filter „Stufe“ bezieht sich auf die gewählte Marktrolle; ohne Rolle zeigt er jede Frist, bei der eine Rolle diese Stufe hat.

Q4 2026

20 Fristen
Stellungnahme bis26.10.2026

Effizienzvergleich Strom: Ende der Konsultation zur Datenerhebung

Konsultation · läuftNetz Strom

Die Beschlusskammer 8 konsultiert, welche Daten Stromverteilnetzbetreiber für den Effizienzvergleich der fünften Regulierungsperiode liefern. Stellungnahmen bis 26. Oktober 2026, die Erhebung selbst folgt danach.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme ist freiwillig. Wer bis zum 26.10.2026 nicht Stellung nimmt, bringt seine Einwände in dieses Verfahren nicht ein; welche Daten zu liefern sind, wird erst mit der Festlegung verbindlich. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber, die nicht am vereinfachten Verfahren oder am Kleinstnetzbetreiberverfahren teilnehmen.

  • Netzbetreiber StrombetroffenKann bis 26. Oktober zum Datenkatalog Stellung nehmen und prüft, aus welchen Systemen die Daten kommen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Hängt zusammen mit: NEST: fünfte Regulierungsperiode Strom

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis31.10.2026

Netzausbauplan nach § 14d EnWG: Vorlage zum 31. Oktober 2026

Netz Strom

Verteilnetzbetreiber mit 100.000 oder mehr Kunden legen der Bundesnetzagentur zum 31. Oktober 2026 ihren Netzausbauplan vor, nach den Plänen 2024 erstmals im gesetzlichen Zweijahresrhythmus. Kleinere Betreiber trifft das nur bei mehr als 3 Prozent Abregelung von Wind an Land oder Solar in beiden Vorjahren.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 14d EnWG nicht. Die Regulierungsbehörde kann die Vorlage nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur für Verteilnetzbetreiber mit 100.000 oder mehr Kunden. Kleinere Betreiber nur, wenn in den beiden Vorjahren jeweils mehr als 3 Prozent der möglichen Wind- oder Solarerzeugung abgeregelt wurden.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenPrüft Kundenzahl und Abregelungsquote; falls erfasst, legt er den Plan mit Engpassanalyse und Maßnahmen bei der BNetzA vor.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis31.10.2026

Engpasserlöse 2027: geplante Verwendung an die Bundesnetzagentur melden

ÜNB

Übertragungsnetzbetreiber übermitteln der Bundesnetzagentur bis zum 31. Oktober, wie sie die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Kapazität im Jahr 2027 verwenden wollen. Grundlage ist Artikel 4 der ACER-Methodik zur Verwendung von Engpasserlösen nach Artikel 19 der Verordnung (EU) 2019/943.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion sieht die ACER-Methodik nicht vor. Die Bundesnetzagentur entscheidet bis zum 31. Dezember über die Verwendung und kann Änderungen verlangen; die Mitteilungspflicht kann sie nach § 56 Abs. 1 Satz 2 und § 94 EnWG mit Zwangsgeld von 1.000 bis 10 Millionen Euro durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber, die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Übertragungskapazität erzielen. Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag; nach § 31 Abs. 3 VwVfG, auf den der Fristenkalender verweist, endet die Frist am Montag, 2. November 2026.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleÜbermittelt der Bundesnetzagentur bis zum 31. Oktober die geplante Verwendung der Engpasserlöse für 2027.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis31.10.2026

Grundzuständige Messstellenbetreiber: Leistungen und Preisblätter bis 31. Oktober veröffentlichen

gMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber veröffentlichen jedes Jahr bis zum 31. Oktober den Umfang ihrer Ausstattungspflichten nach § 29 MsbG, ihre Standard- und möglichen Zusatzleistungen sowie Preisblätter mit voraussichtlichen jährlichen Preisen für mindestens drei Jahre (§ 37 Abs. 1 MsbG). Preise für Zusatzleistungen sind mindestens alle zwei Jahre zu überprüfen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Das MsbG nennt für eine fehlende Veröffentlichung keine eigene Sanktion. Die Bundesnetzagentur kann sie nach § 76 Abs. 2 MsbG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG); ob die Missachtung einer solchen Anordnung auch als Ordnungswidrigkeit nach § 95 EnWG geahndet werden kann, ist offen: § 76 Abs. 4 MsbG verweist zwar auf Teil 8 EnWG und damit auch auf § 95, § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG nennt aber nur Anordnungen nach dem EnWG, etwa nach § 65, keine nach dem MsbG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt nur für grundzuständige Messstellenbetreiber. Die Ankündigung des Einbaus beim einzelnen Kunden regelt § 37 Abs. 2 MsbG (spätestens drei Monate vorher).

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleVeröffentlicht Ausstattungsumfang, Standard- und Zusatzleistungen und Preisblätter für mindestens drei Jahre auf der eigenen Internetseite.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis02.11.2026

EEG-Ausschreibung Windenergie an Land: Gebotstermin 1. November 2026

DirektvermarktungErzeugung

Gebote für Windenergieanlagen an Land müssen bis zum Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen; weil der 1. November 2026 ein Sonntag ist, endet die Abgabefrist am Montag, 2. November 2026, um 24 Uhr. Das Volumen liegt laut Bundesnetzagentur bei rund 2.495 MW, der Höchstwert 2026 bei 7,25 Cent pro Kilowattstunde.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Gebote müssen spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen (§ 30a Abs. 2 EEG); geöffnet werden nur fristgerechte Gebote (§ 32 Abs. 1 Satz 2 EEG), ein verspätetes bleibt in dieser Runde ohne Zuschlag. Ausgeschlossen wird auch ein Gebot, für das Gebühr oder Sicherheit bis dahin nicht vollständig geleistet ist (§ 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Projektierer und Betreiber von Windenergieanlagen an Land mit Genehmigung nach BImSchG, die bis zum 5. Oktober 2026 erteilt und im Marktstammdatenregister gemeldet war.

  • DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter bereiten Vermarktungsangebote für bezuschlagte Projekte vor.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit genehmigten Windprojekten prüfen Teilnahme, Gebotswert und Sicherheitsleistung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis20.11.2026

Preisänderung zum 1. Januar 2027: Bekanntgabefrist in der Grundversorgung

Lieferant

Grundversorger, die ihre Allgemeinen Preise zum 1. Januar 2027 ändern, müssen dies spätestens sechs Wochen vorher öffentlich bekanntgeben, brieflich mitteilen und im Internet veröffentlichen. Für Haushaltskunden mit Sonderverträgen gilt nach § 41 Abs. 5 EnWG eine Frist von einem Monat.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Eine Änderung der Allgemeinen Preise wird nach § 5 Abs. 2 StromGVV und GasGVV erst wirksam, wenn sie mindestens sechs Wochen vorher öffentlich bekanntgegeben wurde; bei späterer Bekanntgabe gilt der neue Preis nicht ab dem 01.01.2027. Für Sonderverträge mit Haushaltskunden verlangt § 41 Abs. 5 EnWG einen Monat Vorlauf, eine ausdrückliche Rechtsfolge nennt die Norm nicht. Verstöße gegen § 41 Abs. 5 EnWG greift die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG auf: Gegen einen Stromlieferanten ordnete sie am 29.08.2025 an, Preisanpassungen zurückzunehmen (Az. 4.07.01/8#1), und setzte Zwangsgelder von 100.000 Euro (31.03.2026) und 175.000 Euro (31.07.2026) fest; die Entscheidungen sind nicht bestandskräftig. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Grundversorger Strom und Gas mit Preisänderung zum 01.01.2027; Sondervertragslieferanten mit Haushaltskunden (Frist ein Monat).

  • LieferantPflicht der RolleLieferanten in der Grundversorgung schließen die Preiskalkulation 2027 so rechtzeitig ab, dass Bekanntgabe, Kundenschreiben und Internetveröffentlichung spätestens am 20. November 2026 erfolgen.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities, Kunden- und Netzanschlussportal

Hängt zusammen mit: Umlagen 2027: Veröffentlichung durch die Übertragungsnetzbetreiber, Netzentgelte 2027: Veröffentlichung bis 15. Oktober

Frist bis30.11.2026

Redispatch 2.0: Wahl der Abrechnungsvariante für 2027

Netz StromBilanzkreisDirektvermarktungErzeugung

Nach BK6-23-241 (BilAReM Kap. 3.2.1) legt der Betreiber von Wind- und Solaranlagen ab 100 kW je technischer Ressource bis zum 30. November die Abrechnungsvariante für das Folgejahr fest. Ohne Entscheidung gilt die vereinfachte Spitzabrechnung; die Pauschal-Abrechnung endet für Bestandsressourcen mit Ablauf des 31.12.2028, außer die Einspeisung wird nicht viertelstündlich gemessen.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Ohne Zuordnungsentscheidung bis zum 30.11. gilt für Anlagen mit fluktuierender Erzeugung die vereinfachte Spitzabrechnung (BilAReM Kapitel 3.2.1); Ressourcen in der Pauschal-Abrechnung bleiben dort längstens bis 31.12.2028, ohne viertelstündliche Messung auch danach. Die Zuordnung gilt für das ganze Folgejahr. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betreiber von Wind- und Solaranlagen ab 100 kW im negativen Redispatch 2.0.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber übernehmen die Zuordnung in die Ausfallarbeitsermittlung.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • BilanzkreisverantwortlicherbetroffenBilanzkreisverantwortliche prüfen die Wirkung der gewählten Variante auf Ausgleichsenergiekosten.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • DirektvermarkterbetroffenDirektvermarkter stimmen mit den Anlagenbetreibern ab, welche Variante den bilanziellen Ausgleich im Bilanzkreis am besten abbildet.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)betroffenAnlagenbetreiber entscheiden je technischer Ressource über Spitz-, vereinfachte Spitz- oder Pauschal-Abrechnung und melden die Wahl dem Anschlussnetzbetreiber.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
Frist bis30.11.2026

Steuerbarkeit: Gesamtbericht der Übertragungsnetzbetreiber nach § 12 Abs. 2c EnWG

Netz StromÜNBgMSB

Die Übertragungsnetzbetreiber legen der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium bis zum 30. November den Gesamtbericht zu den Steuerbarkeitstests der Netzbetreiber und zum Ausstattungsstand der grundzuständigen Messstellenbetreiber vor. Nach den Leitlinien der Übertragungsnetzbetreiber müssen die plausibilisierten Ergebnisse bis 31. Oktober bei ihnen vorliegen; die Tests und Meldungen laufen bis 30. September.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Erfüllt ein grundzuständiger Messstellenbetreiber seine Prüf- oder Mitwirkungspflicht nicht und lässt sich deshalb nicht feststellen, ob die Ausstattungspflichten um mindestens 25 Prozent unterschritten sind und dies die Sicherheit des Elektrizitätsversorgungssystems in einer Regelzone wesentlich gefährden könnte, kann die Bundesnetzagentur ihm nach § 12 Abs. 2g Nr. 2 EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Gegenüber Netzbetreibern kann sie Pflichten nach § 65 EnWG anordnen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Übertragungsnetzbetreiber mit Regelzonenverantwortung erstellen den Bericht; Stromverteilernetzbetreiber und grundzuständige Messstellenbetreiber wirken mit. Ablauf und Datenformat legen die Leitlinien der Übertragungsnetzbetreiber nach § 12 Abs. 2d EnWG fest.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleWirkt am Gesamtbericht mit: meldet die Ergebnisse der Steuerbarkeitstests bis 30. September und plausibilisiert als vorgelagerter Netzbetreiber bis 31. Oktober die Daten nachgelagerter Netze.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Regulierungsmanagement, Controlling
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleErstellt mit den anderen Übertragungsnetzbetreibern den Gesamtbericht und legt ihn bis 30. November der Bundesnetzagentur und dem Ministerium vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzleitsystem / SCADA
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RollePrüft jährlich den Stand der Ausstattung mit intelligenten Messsystemen und Steuerungseinrichtungen und übermittelt ihn dem Netzbetreiber zur Weitergabe an den Gesamtbericht.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025

Frist bis01.12.2026

EEG-Ausschreibung Solar erstes Segment: Gebotstermin 1. Dezember 2026

DirektvermarktungErzeugung

Gebote für Solaranlagen des ersten Segments (Freiflächen und bauliche Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwand sind) müssen bis zum Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen. Das Volumen liegt laut Bundesnetzagentur bei rund 2.226 MW, der Höchstwert bei 5,53 Cent pro Kilowattstunde.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Gebote müssen spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen (§ 30a Abs. 2 EEG); geöffnet werden nur fristgerechte Gebote (§ 32 Abs. 1 Satz 2 EEG), ein verspätetes bleibt in dieser Runde ohne Zuschlag. Ausgeschlossen wird auch ein Gebot, für das Gebühr oder Sicherheit bis dahin nicht vollständig geleistet ist (§ 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen des ersten Segments nach § 3 Nr. 4c EEG über 1 MW. Die maximale Gebotsmenge liegt bei 20 MW, solange die Beihilfegenehmigung für 50 MW fehlt.

  • DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter bereiten Vermarktung und Profilbewertung für bezuschlagte Solarparks vor.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung, Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit Flächen und Netzanschlusszusage prüfen Teilnahme und Gebotswert.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab02.12.2026

EU AI Act: Kennzeichnungspflicht auch für KI im Bestand

Gesamthaus

Der Übergangszeitraum von vier Monaten läuft ab. Generative KI-Systeme, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr kamen, müssen ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Kennzeichnet ein Anbieter generativer KI, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr kam, die Ausgaben bis zum 02.12.2026 nicht maschinenlesbar (Art. 50 Abs. 2, Art. 111 Abs. 4 KI-VO), kann das nach Art. 99 Abs. 4 Buchst. g KI-VO mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % des Weltumsatzes geahndet werden, bei KMU und kleinen Midcap-Unternehmen mit dem niedrigeren Betrag (Art. 99 Abs. 6 und 6a). Für Betreiber gilt derselbe Rahmen bei der Offenlegung von Deepfakes (Art. 50 Abs. 4). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Art. 50 Abs. 2 KI-VO richtet sich an Anbieter generativer KI-Systeme. Wer zugekaufte Systeme nur einsetzt, ist Betreiber und hat vor allem Offenlegungspflichten nach Art. 50 Abs. 4.

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenKlärt für jedes generative KI-System, ob das Unternehmen als Anbieter gilt, und markiert dann die Ausgaben maschinenlesbar.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots, Kunden- und Netzanschlussportal

Hängt zusammen mit: EU AI Act: Transparenzpflichten nach Art. 50

Frist bis29.12.2026

Kraftwerksstrategie (StromVKG): zweiter Gebotstermin für Langzeitkapazitäten

Erzeugung

Am 29. Dezember 2026 schreibt die Bundesnetzagentur erneut Langzeitkapazitäten aus, grundsätzlich 4,5 Gigawatt; das genaue Volumen nennt die Bekanntmachung zum 10. November 2026. Teilnehmen können Erzeugungsanlagen, die mindestens zehn Stunden am Stück 80 Prozent ihrer Leistung einspeisen können, mit einem Verpflichtungszeitraum von 15 Jahren.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Gebot muss spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Gebote ohne bis dahin gezahlte Gebühr oder Sicherheit schließt sie nach § 49 Abs. 1 Nr. 1 StromVKG aus. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Erzeugungsanlagen an Standorten ohne Erzeugung zum 30. Juni 2026 oder mit den in § 12 Abs. 3 StromVKG genannten Ausnahmen.

  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, ob ein Neubau oder Standort die Teilnahmebedingungen erfüllt und ein Gebot lohnt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
BeschlussEnde 2026

AgNes: Rahmenfestlegung Netzentgelte Strom

Festlegung · erwartetNetz StromLieferant

Nach dem Entwurf vom 6. August 2026 bleibt es in der Niederspannung bis 100.000 kWh bei Grund- und Arbeitspreis; wer hinter dem Anschluss selbst erzeugt, zahlt einen Prosumer-Aufschlag von 70 bis 90 Prozent des Grundpreises, Steckersolargeräte ausgenommen. Darüber und oberhalb der Niederspannung gilt ein Kapazitätspreis, Erzeugungsanlagen über 30 kW zahlen ein Einspeiseentgelt, Bestandsanlagen und Anlagen mit Investitionsentscheidung vor der Bekanntgabe erst 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Dynamische Netzentgelte sieht der Entwurf nur für Speicher (frühestens 2030, spätestens 2033) und Erzeugung (2032 bis 2035) vor, für Letztverbraucher zunächst nicht. Folgefestlegungen 2027, Wirkung ab 2029.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Den Termin hält die Bundesnetzagentur. Mit der Bekanntgabe, nach dem Entwurf am 01.01.2027 (Tenorziffer 20), laufen aber Stichtage an, etwa der Bestandsschutz für Speicher und Erzeugungsanlagen mit Investitionsentscheidung vor der Bekanntgabe, nachzuweisen beim Netzbetreiber bis 31.03.2027. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenPlant Abrechnung und Tarifsysteme für Prosumer-Aufschlag, Kapazitätspreise und Einspeiseentgelte ab 2029; nach dem Entwurf sind Prosumer bis 1. April 2028 zu erkennen und den Lieferanten zu melden.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • LieferantbetroffenBereitet Produkte und Abrechnung darauf vor, neue Netzentgeltbestandteile an Kunden weiterzugeben; nach dem Entwurf steht die Prosumereigenschaft ab 1. April 2028 auf der Rechnung.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Hängt zusammen mit: AgNes: Ende der Konsultation zur Netzentgeltreform, MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis31.12.2026

Heizkostenverordnung: Fernablesung nachrüsten

WärmenetzGesamthaus

Gebäudeeigentümer rüsten nicht fernablesbare Wärme- und Warmwasserzähler und Heizkostenverteiler, die bis zum 1. Dezember 2021 oder danach als Ersatz oder Ergänzung in einem nicht fernablesbaren Gesamtsystem installiert wurden (§ 5 Abs. 2 Satz 4 HeizkostenV), bis Ende 2026 nach oder tauschen sie aus (§ 5 Abs. 3 HeizkostenV). Dieselbe Pflicht trifft den Wärmelieferer, der unmittelbar mit den Nutzern nach Anteilen am Gesamtverbrauch abrechnet (§ 1 Abs. 3 HeizkostenV).

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Fehlt entgegen § 5 Abs. 3 HeizkostenV die fernablesbare Ausstattung, dürfen Nutzer ihren Kostenanteil nach § 12 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV um 3 Prozent kürzen. Die §§ 4 bis 11 HeizkostenV sind Verbraucherschutzgesetze nach § 2 Abs. 2 Nr. 40 UKlaG; Verbände können Verstöße auf Unterlassung verfolgen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Die HeizkostenV gilt für Gebäudeeigentümer und ihnen Gleichgestellte (§ 1 Abs. 2 HeizkostenV), für Wärmelieferer nur bei direkter Abrechnung mit den Nutzern nach Anteilen am Gesamtverbrauch (§ 1 Abs. 3). Ausgenommen ist, was technisch nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt (§ 5 Abs. 3 Satz 2). Für die eigene Nachrüstpflicht der Wärmeversorger nach FFVAV gilt eine eigene Frist.

  • WärmenetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft für Contracting und direkte Abrechnung mit den Nutzern, ob die Nachrüstpflicht des Gebäudeeigentümers beim Wärmeversorger liegt.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft für eigene Gebäude und Contracting-Modelle, wer als Gebäudeeigentümer die Nachrüstung nach HeizkostenV trägt.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Frist bis31.12.2026

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025

gMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2026 mindestens 90 Prozent der seit dem 25. Februar 2025 neu auszustattenden Messstellen bei Letztverbrauchern erledigt haben. Die Bundesnetzagentur erhebt den Stand nach eigener Pressemitteilung halbjährlich und führt seit März 2026 Aufsichtsverfahren gegen Nachzügler.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet bis Jahresende mindestens 90 Prozent der seit 25. Februar 2025 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Frist bis31.12.2026

WPG § 32: Dekarbonisierungsfahrplan für Wärmenetze

Wärmenetz

Betreiber von Wärmenetzen, die nicht vollständig mit erneuerbarer Wärme oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden, legen den Fahrplan vor. Zielwerte nach § 29 WPG: mindestens 30 Prozent erneuerbare Wärme oder unvermeidbare Abwärme ab 2030, 80 Prozent ab 2040.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Für einen fehlenden oder verspäteten Fahrplan sieht das Wärmeplanungsgesetz weder ein Bußgeld noch eine eigene Anordnungsbefugnis vor. Die Einhaltung überwacht die Behörde, die das jeweilige Land nach § 33 Abs. 5 WPG bestimmt. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Ausgenommen sind Wärmenetze, die bereits vollständig mit erneuerbarer Wärme, unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination gespeist werden, Netze bis 1 Kilometer Länge sowie Netze mit BEW-Transformationsplan oder BEW-Machbarkeitsstudie, für die bis Ende 2025 ein Antrag nach Modul 1 gestellt wurde oder die bis Ende 2026 per bestandskräftigem Bescheid nach Modul 2 gebilligt werden. Die WPG-Novelle würde nur Betreiber industrieller Wärmenetze bis Ende 2030 entlasten.

  • WärmenetzbetreiberPflicht der RolleErstellt für jedes Wärmenetz den Ausbau- und Dekarbonisierungsfahrplan und legt ihn der zuständigen Behörde vor.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis31.12.2026

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt

Netz StromgMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2026 mindestens 90 Prozent der Leistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt ausgestattet haben, die zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 30. September 2026 neu in Betrieb gegangen ist. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Unterschreitet die Ausstattung nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 MsbG (intelligente Messsysteme mit Steuerungseinrichtung) die Quoten um mindestens 25 Prozent und könnte das wesentlich zu einer Gefährdung der Systemsicherheit beitragen, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt, für diese Quote zum 31. Dezember 2026 mit Wahlrecht des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Beschlossen ist das nicht.

  • Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen über 7 bis 100 Kilowatt so aus, dass 90 Prozent der von Februar 2025 bis September 2026 neu installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

BeschlussEnde 2026

WACC Gas: Erlass der Festlegung zur Kapitalverzinsung

Festlegung · erwartetNetz Gas

Die Bundesnetzagentur will die pauschalierte Kapitalverzinsung für Gasnetzbetreiber bis Ende 2026 festlegen. Gasverteilernetzbetreiber kalkulieren danach ihre Erlösobergrenzen der fünften Regulierungsperiode ab 2028 mit dem beschlossenen Satz.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Den Erlass bis Ende 2026 hat sich die Bundesnetzagentur selbst vorgenommen. Die Festlegung bestimmt den Zinssatz für die Erlösobergrenzen Gas ab 2028; angreifen lässt sie sich nur mit Beschwerde binnen eines Monats nach Zustellung (§ 78 Abs. 1 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasbetroffenKalkuliert die Erlösobergrenzen der fünften Regulierungsperiode Gas ab 2028 mit dem festgelegten Zinssatz.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: WACC Gas: Ende der Konsultation zur Kapitalverzinsung

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis31.12.2026

KWKG: Stichtag für Dauerbetrieb oder Genehmigung von KWK-Anlagen, Wärmenetzen und Wärmespeichern

ErzeugungWärmenetz

Ein Zuschlag nach dem KWKG setzt voraus, dass KWK-Anlagen bis zum 31. Dezember 2026 in Dauerbetrieb gehen oder bis dahin eine BImSchG-Genehmigung beziehungsweise verbindliche Bestellung vorliegt und die Anlage binnen vier Jahren danach in Dauerbetrieb geht. Auch die Förderung von Wärmenetzen und Wärmespeichern knüpft an den 31. Dezember 2026 an (Inbetriebnahme oder vorliegende Genehmigungen nach Landesrecht).

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Den KWK-Zuschlag nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWKG gibt es nur, wenn die Anlage bis zum 31.12.2026 in Dauerbetrieb geht oder bis dahin eine BImSchG-Genehmigung oder verbindliche Bestellung vorliegt und der Dauerbetrieb binnen vier Jahren folgt; ausgenommen sind Zuschläge aus KWK-Ausschreibungen. Für neue Wärmenetze und Wärmespeicher gelten ähnliche Stichtage (§ 18 Abs. 1 Nr. 1, § 22 Abs. 1 Nr. 1 KWKG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Neue, modernisierte oder nachgerüstete KWK-Anlagen sowie neue oder ausgebaute Wärmenetze und Wärmespeicher mit KWKG-Förderung.

  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)betroffenAnlagenbetreiber sichern für KWK-Projekte bis Jahresende Dauerbetrieb, Genehmigung oder verbindliche Bestellung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
  • WärmenetzbetreiberbetroffenWärmenetzbetreiber prüfen, ob Netz- und Speicherprojekte bis Jahresende in Betrieb gehen oder alle Genehmigungen vorliegen.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis31.12.2026

Regulierungskonto: Antrag für das Jahr 2025

Netz StromNetz GasÜNB

Strom- und Gasnetzbetreiber beantragen bis 31. Dezember 2026 bei der zuständigen Regulierungsbehörde die Genehmigung des Regulierungskontosaldos 2025.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt die ARegV nicht, der Antrag ist nach § 4 Abs. 4 Satz 3 ARegV aber Pflicht; die Regulierungsbehörde kann ihn nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen. Verteilt wird der Saldo nach § 5 Abs. 3 Satz 3 ARegV erst ab dem übernächsten Jahr nach dem Antrag. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Alle Netzbetreiber in der Anreizregulierung, auch im vereinfachten Verfahren (§ 24 Abs. 3 ARegV nimmt § 4 Abs. 4 nicht aus). Zuständig ist je nach Netzbetreiber die Bundesnetzagentur oder die Landesregulierungsbehörde.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt den Antrag auf Auflösung des Regulierungskontos 2025 bei der zuständigen Regulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleStellt den Antrag auf Genehmigung des Regulierungskontosaldos 2025 bei der zuständigen Regulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleStellt den Antrag auf Auflösung des Regulierungskontos 2025 bei der Bundesnetzagentur.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis31.12.2026

FFVAV: Fernwärmezähler bis Ende 2026 fernablesbar machen

Wärmenetz

Fernwärme- und Fernkälteversorger rüsten vor dem 5. Oktober 2021 installierte, nicht fernablesbare Messeinrichtungen bis einschließlich 31. Dezember 2026 nach oder ersetzen sie durch fernablesbare (§ 3 Abs. 3 FFVAV). Nach dem 5. Oktober 2021 installierte Messeinrichtungen müssen bereits fernablesbar sein.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die FFVAV enthält weder eine Bußgeldvorschrift noch eine Behördenzuständigkeit; die Pflicht gilt im Versorgungsvertrag mit dem Kunden (§ 1 Abs. 1 FFVAV). Die §§ 3 bis 5 FFVAV sind Verbraucherschutzgesetze nach § 2 Abs. 2 Nr. 40 UKlaG, Verbände können Wärmeversorger deshalb auf Unterlassung und Beseitigung in Anspruch nehmen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für Unternehmen, die Kunden mit Fernwärme oder Fernkälte versorgen, auch in öffentlich-rechtlich gestalteten Versorgungsverhältnissen (§ 1 FFVAV). Ist die Messeinrichtung an ein Smart-Meter-Gateway angeschlossen, gelten für Einrichtung und Abrechnung des Messstellenbetriebs die Vorgaben des MsbG (§ 3 Abs. 6 FFVAV).

  • WärmenetzbetreiberPflicht der RolleRüstet vor dem 5. Oktober 2021 installierte, nicht fernablesbare Wärmezähler an den Übergabestellen bis Jahresende nach oder tauscht sie aus.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, EDM / MDM

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Q1 2027

14 Fristen
Gilt ab01.01.2027

AFIR: ISO 15118-20 für neue Ladepunkte

Ladepunkte

Ab 2027 neu errichtete oder instand gesetzte öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie private Ladepunkte der Ladebetriebsart 3 und 4 entsprechen mindestens ISO 15118-20. Bidirektionales Laden und Plug and Charge bleiben freiwillig; wer Plug and Charge anbietet, braucht ISO 15118-2 und ISO 15118-20.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten kann die Bundesnetzagentur nach § 5 Abs. 2 und 3 der Ladesäulenverordnung die Nachrüstung verlangen und den Betrieb untersagen, wenn Anhang II der AFIR (Verordnung (EU) 2023/1804) nicht eingehalten ist. Dort steht ISO 15118-20 seit der Delegierten Verordnung (EU) 2025/656. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für neu errichtete oder instand gesetzte Ladepunkte, Bestandsanlagen bleiben ausgenommen. Private Ladepunkte nur in Ladebetriebsart 3 und 4.

  • LadepunktbetreiberPflicht der RolleBeschafft ab 2027 nur noch Ladepunkte mit ISO 15118-20 und rüstet Backend und PKI nach, falls Plug and Charge angeboten wird.Typisch betroffen: Ladebackend (OCPP, PKI)
Gilt ab01.01.2027

Netzpaket: systemdienliche Netzanschlussleistung statt Maximalleistung

Gesetz · noch nicht beschlossenNetz StromÜNB

Der Anspruch auf Netzanschluss richtet sich nicht mehr auf die maximale Erzeugungsleistung: Für Anlagen, die ab dem 01.01.2027 angeschlossen werden, begrenzt der Entwurf die Einspeisung neuer Solaranlagen des ersten Segments auf 70 Prozent der installierten Leistung und von Windenergieanlagen an Land auf 280 Watt je Quadratmeter Rotorfläche (§ 8 EEG-E). Bis dahin legen die Übertragungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur gemeinsame Verfahrensregeln für Anschlüsse an das Übertragungsnetz vor, in die sie Priorisierungsgrundsätze aufnehmen können; Verteilnetzbetreiber dürfen sie übernehmen. Verfügbare Kapazitäten zeigen Netzbetreiber monatlich auf Netzkarten; das elektronische Auskunftsverfahren ab 135 Kilowatt sieht der Entwurf erst ab 2028 vor.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Regierungsentwurf (BT-Drs. 21/7866) gibt es für die neuen Pflichten keinen eigenen Bußgeldtatbestand. Pflichten wie die Vorlage der Verfahrensregeln durch die Übertragungsnetzbetreiber oder die monatliche Kapazitätskarte (§§ 17a, 17c EnWG-E) könnte die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenKann die Priorisierungsgrundsätze der Übertragungsnetzbetreiber für Anschlussbegehren übernehmen und veröffentlicht verfügbare Anschlusskapazitäten auf einer Karte; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Netzplanung, GIS, Netzberechnung
  • ÜbertragungsnetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenLegt der Bundesnetzagentur bis 01.01.2027 gemeinsame Verfahrensregeln für Anschlüsse an das Übertragungsnetz vor und kann darin Priorisierungsgrundsätze vorsehen; der Gesetzentwurf kann sich noch ändern.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Gilt ab01.01.2027

EEG 2027 (Regierungsentwurf): Übergangszahlung statt Einspeisevergütung für neue Kleinanlagen

Gesetz · noch nicht beschlossenNetz StromgMSBLieferant

Nach dem Regierungsentwurf, vorbehaltlich des Bundestagsbeschlusses und der EU-Beihilfegenehmigung: Neuanlagen erhalten keine Einspeisevergütung mehr, eine Marktprämie gibt es erst ab 25 kW. Stattdessen zahlt der Netzbetreiber höchstens 36 Monate eine befristete Übergangszahlung, und zwar für Anlagen unter 50 kW mit Inbetriebnahme 2027, unter 25 kW mit Inbetriebnahme 2028 und unter 7 kW mit Inbetriebnahme 2029 oder 2030. Anlagen unter 25 kW in der sonstigen Direktvermarktung erhalten bis zu 48 Monate einen Bonus von 1,5 ct/kWh. Dachanlagen unter 100 kW begrenzen die Einspeisung dauerhaft auf 50 Prozent. Inbetriebnahmen bis 31.12.2026 bleiben im alten Recht. Im MsbG beginnt der Pflichteinbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung bei Erzeugungsanlagen schon über 2 kW, und die Anlagenquoten des § 45 zählen Messstellen statt Kilowatt. Der Bundesrat will die 2-kW-Schwelle streichen, die Bundesregierung lehnt das ab.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Nach dem Entwurf (BT-Drs. 21/7867) treffen Zahlungspflichten bei Verstößen nach § 52 EEG die Anlagenbetreiber; für Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Lieferanten sieht er keine eigene Sanktion vor. Netzbetreiber brauchen laut Begründung Software, um die befristete Übergangszahlung abzuwickeln. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft nach dem Entwurf nur Neuanlagen mit Inbetriebnahme ab 1. Januar 2027. Bestandsanlagen bleiben im bisherigen Recht, Steckersolargeräte bis 2 kW sind ausgenommen.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet EEG-Abrechnung für Netzbetreiberabnahme, Übergangszahlung und Bonus vor und prüft die 50-Prozent-Kappung bei Inbetriebnahme; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPlant das Segment 2 bis 7 kW in den Pflichtrollout mit Steuerungseinrichtung ein, dazu vorzeitige Einbauten für die Direktvermarktung; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft ein Angebot als Direktvermarkter für Kleinanlagen im eigenen Gebiet; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Gilt ab01.01.2027

BSI TR-03109-6 v2.0 für Gateway-Administratoren

gMSBwMSB

Gateway-Administratoren lassen ihr GWA-System ab dem 1. Januar 2027 bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung nach Version 2.0 prüfen. Version 2.0 regelt unter anderem Remote-Arbeitsplätze, Cloud-Dienstleister, Zero Trust, Zeitserver und Penetrationstests. Version 1.0 bleibt bis 31. Dezember 2028 gültig.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Die Konformität zur TR-03109-6 wird per Zertifizierung nachgewiesen. Fehlen dem grundzuständigen Messstellenbetreiber die nach § 25 MsbG erforderlichen Zertifikate, übernimmt der Auffangmessstellenbetreiber den Notbetrieb (§ 11 Abs. 2 Nr. 2 MsbG) und nach sechs Monaten die Grundzuständigkeit (§ 11 Abs. 4 MsbG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für Messstellenbetreiber, die die Gateway-Administration selbst betreiben; sonst trifft es den beauftragten Dienstleister. Version 1.0 bleibt bis Ende 2028 gültig.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt den Betrieb der Gateway-Administration bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung ab 2027 auf Version 2.0 um.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, ISMS und Sicherheitsbetrieb
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt die eigene Gateway-Administration bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung ab 2027 auf Version 2.0 um.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, ISMS und Sicherheitsbetrieb

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Gilt ab01.01.2027

BSI TR-03109-1 v2.0: Gateway-Zertifikate nur noch mit MUSS+

gMSBwMSB

Wer ein Smart-Meter-Gateway nach Schutzprofil und TR-03109-1 in Version 2.0 zertifizieren lässt, muss ab dem 1. Januar 2027 auch die MUSS+-Anforderungen nachweisen, laut BSI unter anderem eine WAN-API, registrierende Leistungsmessung über das lokale metrologische Netz und den Werksreset durch den Service-Techniker. Dazu gehören TAF 8 in neuer Fassung und TAF 15. Bis Mitte Oktober 2026 war kein Gateway nach Version 2.0 zertifiziert.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ohne MUSS+-Nachweis gibt es ab diesem Tag kein Zertifikat nach Version 2.0. Ohne gültiges Zertifikat darf ein Smart-Meter-Gateway nach § 24 Abs. 4 MsbG nicht als Teil eines intelligenten Messsystems verwendet werden, und der Gateway-Administrator darf nach § 25 Abs. 1 MsbG nur Gateways mit gültigen Zertifikaten einsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Adressat sind die Hersteller, die Gateways zertifizieren lassen. Messstellenbetreiber betrifft es über Beschaffung und Rollout neuer Geräte.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenKlärt mit den Gateway-Herstellern, wann Geräte nach Version 2.0 mit MUSS+ zertifiziert sind, und richtet Beschaffung und Rollout 2027 und 2028 an diesen Terminen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenKlärt mit den Gateway-Herstellern, ab wann Geräte nach Version 2.0 lieferbar sind, und plant die Beschaffung danach.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Frist bis01.01.2027

Auffangmessstellenbetreiber: Veröffentlichung für 2027

gMSB

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht zu Beginn des Kalenderjahres Namen, Anschrift und Internetseite des je Bundesland zuständigen Auffangmessstellenbetreibers sowie der Messstellenbetreiber, die ihre Bereitschaft angezeigt haben. Grundlage sind die Daten aus dem Monitoring nach § 35 EnWG.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Veröffentlichung nach § 11 Abs. 3 Satz 2 MsbG ist eine Pflicht der Bundesnetzagentur. Aus ihr geht hervor, wer den Notbetrieb übernimmt, wenn ein grundzuständiger Messstellenbetreiber ausfällt, seine Zertifikate verliert oder keine Genehmigung hat (§ 11 Abs. 2 MsbG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Die Veröffentlichungspflicht liegt bei der Bundesnetzagentur. Für Stadtwerke ist der Eintrag eine Information, keine eigene Frist.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenPrüft die Liste der Bundesnetzagentur, wenn Messstellen abgegeben werden sollen oder Bereitschaft als Auffangmessstellenbetreiber angezeigt wurde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Gilt ab01.01.2027

AFIR: Kartenzahlung an bestehenden Schnellladepunkten ab 50 kW

Ladepunkte

Ab dem 1. Januar 2027 müssen öffentlich zugängliche Ladepunkte ab 50 kW entlang des TEN-V-Straßennetzes oder auf sicheren Lkw-Parkplätzen punktuelles Laden mit Kartenleser oder kontaktlosem Kartenlesegerät erlauben, auch wenn sie vor dem 13. April 2024 errichtet wurden.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Erfüllt ein Ladepunkt die Anforderungen aus Art. 5 Abs. 1 AFIR (Verordnung (EU) 2023/1804) nicht, kann die Bundesnetzagentur nach § 5 Abs. 2 der Ladesäulenverordnung die Nachrüstung verlangen und nach § 5 Abs. 3 den Betrieb untersagen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Öffentlich zugängliche Ladepunkte ab 50 kW am TEN-V-Straßennetz oder auf sicheren und gesicherten Parkplätzen, sofern das Laden kostenpflichtig ist.

  • LadepunktbetreiberPflicht der RolleLadepunktbetreiber rüsten betroffene Bestandsladepunkte mit Kartenleser oder NFC-Terminal nach und binden die Zahlung an Backend und Abrechnung an.Typisch betroffen: Ladebackend (OCPP, PKI), Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Gilt ab01.01.2027

EEG 2027 (Regierungsentwurf): Refinanzierungsbeitrag für neue Anlagen ab 100 kW

Gesetz · noch nicht beschlossenNetz StromErzeugung

Nach dem Regierungsentwurf, vorbehaltlich des Bundestagsbeschlusses und der EU-Beihilfegenehmigung: Betreiber neuer Anlagen ab 100 kW mit Zuschlag oder Mitteilung nach § 20 Abs. 2 EEG zahlen in Jahren, in denen der Jahresmarktwert über dem anzulegenden Wert liegt, je eingespeister Kilowattstunde einen Refinanzierungsbeitrag an den Netzbetreiber. Der Netzbetreiber erhebt ihn mit monatlichen Abschlägen zum 15. des Folgemonats, fällig wird er vier Wochen nach Zugang der Endabrechnung.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Entwurf überwacht die Bundesnetzagentur, dass Zahlungen nach § 21d ordnungsgemäß ermittelt, erhoben und vereinnahmt werden (§ 85 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. d EEG-E). Wer eine vollziehbare Anordnung nach § 85 Abs. 3 EEG in Verbindung mit § 65 EnWG missachtet, handelt nach geltendem § 86 Abs. 1 Nr. 3 EEG ordnungswidrig (bis 200.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem Entwurf nur Anlagen ab 100 kW mit Zuschlag oder Mitteilung nach § 20 Abs. 2 EEG, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen und deren Zuschlag, falls es einen gibt, aus einem Gebotstermin ab 2027 stammt; Biomasseanlagen außer Klär- und Deponiegasanlagen sind ausgenommen.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet Erhebung, Abschläge und Endabrechnung des Refinanzierungsbeitrags in der EEG-Abrechnung vor; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenRechnet den Refinanzierungsbeitrag für neue Anlagen mit Marktprämie in die Wirtschaftlichkeit ein; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Frist bis01.01.2027

WaKandA: Übersicht über die Wasserstoff-Cluster veröffentlichen

Netz Gas

Die Betreiber regulierter Wasserstoffnetze veröffentlichen zum 01.01.2027 auf einer gemeinsamen Internetseite eine Übersicht über die Cluster im Wasserstoff-Marktgebiet, die Verbindungen zwischen ihnen mit Verbindungskapazität und den Stand der geplanten Clusterverbindungen. Die Übersicht wird quartalsweise aktualisiert.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Betreiber von Wasserstoffnetzen im Anwendungsbereich von Teil 3 Abschnitt 3b EnWG, also des Wasserstoff-Kernnetzes und Betreiber mit Opt-in nach § 28j Abs. 3 EnWG. Gasnetzbetreiber ohne Wasserstoffnetz sind nicht erfasst.

  • Netzbetreiber GasAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob ein eigenes Wasserstoffnetz unter die Festlegung fällt, und liefert dann Cluster- und Kapazitätsdaten für die gemeinsame Übersicht.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab01.01.2027

Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 2027 bis 2029

Gesetz · noch nicht beschlossenNetz StromÜNBLieferant

Nach dem Regierungsentwurf erhalten die Übertragungsnetzbetreiber 2027 bis 2029 je 5,525 Milliarden Euro Zuschuss, der die Übertragungsnetzentgelte senkt. Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen ihr Entgelt mit und ohne Zuschuss, Verteilnetzbetreiber zusätzlich ein fiktives Netzentgelt ohne Zuschuss, und Lieferanten weisen in der Rechnung auf den Zuschuss hin (§ 118 Abs. 5b EnWG-E).

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Entwurf ist kein eigener Bußgeldtatbestand vorgesehen. Die Regulierungsbehörde kann die Veröffentlichungspflichten nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt nur, wenn das Gesetz wie im Regierungsentwurf beschlossen wird. Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft; der Termin 01.01.2027 ist der Beginn des Zeitraums, für den Zuschuss und Pflichten gelten.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet nach dem Entwurf neben dem Netzentgelt 2027 ein fiktives Netzentgelt ohne Zuschuss für die Veröffentlichung vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • ÜbertragungsnetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenRechnet die Übertragungsnetzentgelte 2027 mit dem Zuschuss und veröffentlicht sie nach dem Entwurf mit und ohne Zuschuss.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPlant nach dem Entwurf den Hinweis auf den Zuschuss in der Rechnung und berücksichtigt das Risiko höherer endgültiger Entgelte.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Gilt ab18.01.2027

EU-ETS 2: erste Versteigerung von Zertifikaten an der EEX (Early auctions)

Lieferant

Ab dem 18. Januar 2027 werden Zertifikate des EU-ETS 2 an der EEX versteigert, obwohl die Regelphase erst 2028 beginnt. Gaslieferanten, die als Verantwortliche ab 2028 Zertifikate abgeben müssen, können damit früher beschaffen; für die Teilnahme an den Primärauktionen ist ein Konto im Unionsregister nötig.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge An den Auktionstermin knüpft keine Sanktion an. Abgabepflichtig sind die Verantwortlichen nach § 7 Abs. 2 TEHG ab 2028 jährlich bis zum 31. Mai; wer dann zu wenig Zertifikate abgibt, zahlt nach § 46 TEHG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Verantwortliche nach TEHG, die Brennstoffe für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren in Verkehr bringen, vor allem Gaslieferanten. Die Teilnahme an den Auktionen ist eine Beschaffungsentscheidung.

  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Zertifikate für die Abgabepflicht ab 2028 schon in den Early auctions 2027 beschafft werden, und richtet dafür Unionsregisterkonto und EEX-Zugang ein.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: EU-ETS 2 startet: Emissionshandel für Gebäude und Verkehr löst das BEHG ab

Frist bisvoraussichtlich 31. Januar 2027, Termin offen

Engpasserlöse 2026: tatsächliche Verwendung an die Bundesnetzagentur berichten

ÜNB

Übertragungsnetzbetreiber berichten der Bundesnetzagentur bis zum 31. Januar, wie sie die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Kapazität im Jahr 2026 tatsächlich verwendet haben. Grundlage sind Artikel 19 Absatz 5 der Verordnung (EU) 2019/943 und Artikel 5 Absatz 2 der ACER-Methodik zur Verwendung von Engpasserlösen; den Termin setzt die Bundesnetzagentur.

Festlegung · beschlossen, Termin offen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion sieht die ACER-Methodik nicht vor. Die Bundesnetzagentur nimmt die Aufgaben aus der Verordnung (EU) 2019/943 nach § 56 Abs. 1 EnWG wahr und kann die Berichtspflicht mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; der Bericht ist zugleich Grundlage ihres Jahresberichts nach Art. 19 Abs. 5 der Verordnung. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber, die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Übertragungskapazität erzielen. Fällt das Fristende auf ein Wochenende, gilt § 31 VwVfG.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleBerichtet der Bundesnetzagentur bis zum 31. Januar über die tatsächliche Verwendung der Engpasserlöse 2026.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: Engpasserlöse 2027: geplante Verwendung an die Bundesnetzagentur melden

Gilt ab01.03.2027

VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit

Netz StromwMSB

Die Fassung 2026-03 ersetzt die Fassung 2018-11. Das Ende der Übergangszeit am 01.03.2027 stammt nicht vom Normgeber; nach VDE FNN genügen Zertifikate nach der Fassung 2018-11 noch bis 24 Monate nach Inkraftsetzung. Technische Anschlussbedingungen, Anmeldeformulare (F.1.1, F.1.2) und die Anschlussbeurteilung bis 500 kW sind auf die neue Fassung umzustellen.

Technische Regel · beschlossen, Termin offen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Die Regel setzt allgemeine technische Mindestanforderungen; widersprechende Vorgaben in Technischen Anschlussbedingungen sind nach § 19 Abs. 1a EnWG unwirksam, und die Regulierungsbehörde kann sie nach § 65 EnWG abstellen lassen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für Netzbetreiber, Errichter und Anlagenbetreiber beim Anschluss von Erzeugungsanlagen und Speichern an das Niederspannungsnetz. Bestandsanlagen ohne Änderung sind nicht erfasst, solange ein sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet ist.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt Technische Anschlussbedingungen, Anmeldeformulare und Prüfprozess auf die Fassung 2026-03 um und dokumentiert bis dahin je Vorgang den angewendeten Regelstand.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Anlagenstammdaten und MaStR
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenRichtet Messkonzepte auf rückspeisefähige Ladeeinrichtungen als Speicher aus.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Frist bis31.03.2027

Kundenzahl und Bundesländer an die Regulierungsbehörden melden

Netz StromNetz Gas

Netzbetreiber teilen der Bundesnetzagentur und der zuständigen Landesregulierungsbehörde zum 31. März die Zahl der am 31. Dezember des Vorjahres angeschlossenen Kunden und die Lage ihres Strom- oder Gasverteilernetzes nach Bundesländern mit (§ 28 ARegV).

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt, solange die ARegV anwendbar ist; für Gas beginnt 2028 die fünfte Regulierungsperiode nach den NEST-Festlegungen, für Strom 2029.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleMeldet Kundenzahl zum Jahresende und die Bundesländer des Stromnetzes an Bundesnetzagentur und Landesregulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleMeldet Kundenzahl zum Jahresende und die Bundesländer des Gasnetzes an Bundesnetzagentur und Landesregulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Q2 2027

9 Fristen
Gilt abTermin offen

Energy Sharing: gemeinsame Internetplattform der Netzbetreiber (§ 20b EnWG)

Netz StromLieferant

Die Netzbetreiber errichten gemeinsam eine bundesweite Internetplattform nach § 20b EnWG, über die auch Energy-Sharing-Vereinbarungen registriert werden. Den Termin legt die Bundesnetzagentur fest; bis dahin läuft Energy Sharing über das Dienstleistungsmodell.

Gesetz · beschlossen, Termin offen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand fehlt. Die Pflicht aus § 20b Abs. 1 EnWG, die Plattform gemeinsam zu errichten, kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG durchsetzen; einen verbindlichen Stichtag gibt es erst, wenn die Bundesnetzagentur ihn nach § 20b Abs. 3 EnWG festlegt. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleBeteiligt sich an Aufbau und Betrieb der gemeinsamen Plattform nach § 20b EnWG; den Termin legt die Bundesnetzagentur fest.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Energy-Sharing-Angebote über die Plattform registriert werden müssen, sobald sie läuft.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal

Hängt zusammen mit: Energy Sharing nach § 42c EnWG

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Gilt ab01.04.2027

MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 58

Netz StromÜNBgMSBLieferant

Zum 1. April 2027 werden das ActivationDocument AWT in Version 1.1g und die Regelungen zum Übertragungsweg in Version 1.11 mit den Anpassungen zur Zertifikatsnutzung bei mTLS verbindlich. Die zuvor konsultierte Ablösung der UTILTS durch API-Webdienste kommt nicht.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Fassungen sind nach den Festlegungen zur Marktkommunikation verbindlich. Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG, gegenüber Messstellenbetreibern nach § 76 MsbG, abstellen lassen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG). Scheitert die gesicherte Verbindung an fehlenden oder ungültigen Zertifikaten, trägt die Folgen, wer sie nicht bereitgestellt oder falsch genutzt hat (Regelungen zum Übertragungsweg, Kapitel 12). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Das ActivationDocument AWT betrifft nur Marktpartner im Redispatch. Die Regelungen zum Übertragungsweg 1.11 gelten für den Austausch über AS2, E-Mail (SMTP), SFTP und REST; für AS4 gibt es eigene Regelungen.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt die Redispatch-Meldungen auf ActivationDocument AWT 1.1g um und zieht den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 nach.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleNimmt Redispatch-Abrufe im Format ActivationDocument AWT 1.1g entgegen und passt die Zertifikatsnutzung für mTLS an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleZieht den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 nach; die geplante API-Ablösung der UTILTS entfällt, der UTILTS-Versand bleibt.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
  • LieferantPflicht der RolleBehält die UTILTS-Verarbeitung für Zählzeiten und Berechnungsformeln und passt den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)

Hängt zusammen mit: MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Gilt ab01.04.2027

VDE-AR-N 4100:2026-04: Ende der Übergangszeit

Netz StromgMSB

Projekte, die am Stichtag bereits in Planung oder im Bau waren, dürfen bis zu diesem Tag nach der alten Fassung ausgeführt werden. Danach gilt für Kundenanlagen am Niederspannungsnetz nur noch die Fassung 2026-04, einschließlich Wandleranlagen bis 1.000 A halbindirekter Messung und des Zählerplatzfelds für Kommunikationsmodule und Steuergeräte.

Technische Regel · beschlossen, Termin offen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Technische Anschlussbedingungen müssen nach § 20 Satz 2 NAV den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen; Verstöße gegen die NAV kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG abstellen lassen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für Kundenanlagen am Niederspannungsnetz. Bestandsanlagen ohne Änderung sind nicht erfasst; Auslöser für eine Anpassung sind unter anderem Leistungserhöhung, Einspeisung, steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG und zusätzliche Netzanschlüsse.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleZieht die Technischen Anschlussbedingungen auf die Fassung 2026-04 nach und prüft Zählerplatz, Wandleranlagen und Kurzschlussfestigkeiten gegen die neuen Vorgaben.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Anlagenstammdaten und MaStR
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenBerücksichtigt das neue Zählerplatzfeld für Kommunikationsmodule und Steuergeräte in Rollout-Planung und Einbauvorgaben.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit

Gilt ab01.04.2027

Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung v4.7 verbindlich

ÜNBBilanzkreis

Ab 1. April 2027 gilt die Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung in Version 4.7 für alle umsetzungspflichtigen Marktteilnehmer. Die Änderungen betreffen das europäische Market Coupling.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Prozessbeschreibung ist über Anlage 3 Teil des genehmigten Bilanzkreisvertrags; Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG abstellen lassen. Der genehmigte Bilanzkreisvertrag (BK6-18-061) sieht in Ziffer 20 bei Pflichtverstößen die Abmahnung und bei Wiederholung die außerordentliche Kündigung vor. Rechtsgrundlage ↗

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleWendet die Prozessbeschreibung in Version 4.7 im Fahrplanprozess an.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • BilanzkreisverantwortlicherPflicht der RolleMeldet Fahrpläne ab 1. April 2027 nach der Prozessbeschreibung in Version 4.7.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Frist bis01.04.2027

Verlustenergie 2026 veröffentlichen

Netz StromÜNB

Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen veröffentlichen zum 1. April auf ihrer Internetseite die Durchschnittsverluste je Netz- und Umspannebene des Vorjahres und die durchschnittlichen Beschaffungskosten der Verlustenergie in Cent pro Kilowattstunde (§ 10 Abs. 2 StromNEV).

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt, solange die StromNEV anwendbar ist; die Festlegungen zur fünften Regulierungsperiode (NEST) lösen sie für Strom ab 2029 ab.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleErmittelt Verluste je Netz- und Umspannebene und die Beschaffungskosten 2026 und veröffentlicht beides zum 1. April.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, EDM / MDM
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleVeröffentlicht Verluste und Beschaffungskosten der Verlustenergie 2026 zum 1. April.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis30.04.2027

Qualitätselement Netzzuverlässigkeit: Daten 2026 an die Bundesnetzagentur melden

Netz Strom

Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren übermitteln der Bundesnetzagentur bis zum 30. April 2027 die Daten zu Versorgungsunterbrechungen des Jahres 2026 und die weiteren Angaben des Erhebungsbogens. Daraus bestimmt die Behörde das Qualitätselement, also Bonus oder Malus auf die Erlösobergrenze. Es ist der letzte Termin dieser Festlegung.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Die Festlegung stützt sich auch auf § 69 Abs. 7 EnWG. Wer die Auskunft nicht, nicht rechtzeitig oder fehlerhaft erteilt, handelt nach dem Hinweis der Beschlusskammer ordnungswidrig nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG; die Geldbuße beträgt bis zu 100.000 Euro (§ 95 Abs. 2 Nr. 5 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren der vierten Regulierungsperiode, auch in Zuständigkeit einer Landesregulierungsbehörde. Nicht für Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren und nicht für geschlossene Verteilernetze.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleÜbermittelt den Erhebungsbogen mit den Unterbrechungsdaten 2026 bis 30. April 2027 über das Energiedatenportal der Bundesnetzagentur.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzleitsystem / SCADA
Frist bis30.04.2027

Effizienzvergleich Strom: Daten 2026 an die Bundesnetzagentur übermitteln

Festlegung · noch nicht beschlossenNetz Strom

Nach dem Festlegungsentwurf übermitteln Stromverteilnetzbetreiber außerhalb des vereinfachten Verfahrens der Bundesnetzagentur bis 30.04.2027 die Daten des Jahres 2026 für den Effizienzvergleich der fünften Regulierungsperiode vollständig elektronisch.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Nach dem Entwurf ist ein Verstoß gegen die vollziehbare Festlegung nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig; die Bundesnetzagentur kann die Übermittlung zudem mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber, die nicht bis 31.03.2027 das vereinfachte Verfahren oder das Kleinstnetzbetreiberverfahren beantragt haben. Termin und Umfang stehen erst mit dem Beschluss fest.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenKlärt, ob der Netzbetreiber in das Regelverfahren fällt, und bereitet Last-, Struktur- und Absatzdaten 2026 aus den Quellsystemen vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Hängt zusammen mit: Effizienzvergleich Strom: Ende der Konsultation zur Datenerhebung

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis18.05.2027

Kraftwerksstrategie (StromVKG): Gebotstermin für Erzeugungskapazitäten

Erzeugung

Am 18. Mai 2027 schreibt die Bundesnetzagentur 2 Gigawatt Erzeugungskapazitäten aus. Zugelassen sind nur Erzeugungsanlagen, der Verpflichtungszeitraum beträgt 15 Jahre.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Gebot muss spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Gebote ohne bis dahin gezahlte Gebühr oder Sicherheit schließt sie nach § 49 Abs. 1 Nr. 1 StromVKG aus. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Erzeugungsanlagen an Standorten ohne Erzeugung zum 30. Juni 2026 oder mit den in § 12 Abs. 3 StromVKG genannten Ausnahmen.

  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, ob ein Neubau oder Standort die Teilnahmebedingungen erfüllt und ein Gebot lohnt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: Kraftwerksstrategie (StromVKG): zweiter Gebotstermin für Langzeitkapazitäten

Frist bis30.06.2027

Kapitalkostenaufschlag 2028: Antrag bei der Regulierungsbehörde

Netz Strom

Netzbetreiber, die Kapitalkosten aus Investitionen nach dem Basisjahr in der Erlösobergrenze 2028 berücksichtigt haben wollen, beantragen den Kapitalkostenaufschlag nach § 10a ARegV bis zum 30. Juni 2027. Die Anpassung der Erlösobergrenze erfolgt zum 1. Januar 2028.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Ohne fristgerechten Antrag wird die Erlösobergrenze 2028 nicht um den Kapitalkostenaufschlag angepasst; ein Antrag ist nach § 4 Abs. 4 ARegV erst zum 30. Juni des Folgejahres wieder möglich. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Antragsrecht, keine Antragspflicht. Strom; für Gasnetze gelten ab 2028 die Festlegungen der fünften Regulierungsperiode. Für Netzbetreiber in Landeszuständigkeit kann die Landesregulierungsbehörde Verfahrensvorgaben machen.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenEntscheidet, ob für 2028 ein Kapitalkostenaufschlag beantragt wird, und reicht den Antrag mit Anschaffungs- und Herstellungskosten, Nutzungsdauern und Baukostenzuschüssen bis 30. Juni 2027 ein.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: Regulierungskonto: Antrag für das Jahr 2025

Q3 2027

3 Fristen
Frist bis31.08.2027

Engpassmanagement: Referenzwert der Kosten für 2028 und Differenz für 2026 mitteilen

ÜNB

Die Übertragungsnetzbetreiber teilen der Bundesnetzagentur bis zum 31. August 2027 den gemeinsamen Referenzwert der Engpassmanagementkosten für 2028 mit. Zum selben Termin melden sie die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten 2026 und dem Referenzwert 2026 sowie den Aufteilungsschlüssel für Bonus oder Malus.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 17 ARegV nicht. Die Bundesnetzagentur kann die Mitteilung nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen; der Bonus oder Malus fließt nach § 4 Abs. 5 ARegV von Amts wegen in die Erlösobergrenze ein. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur die Übertragungsnetzbetreiber, gemeinsam.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleBerechnet gemeinsam mit den anderen Übertragungsnetzbetreibern den Referenzwert 2028 und meldet ihn mit der Differenz für 2026 und dem Aufteilungsschlüssel bis 31. August 2027.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis29.09.2027

Erlösobergrenze 2028: Bericht der Übertragungsnetzbetreiber zur Anpassung und zu vorläufigen Netzentgelten

ÜNB

Übertragungsnetzbetreiber berichten der Bundesnetzagentur zwei Werktage vor dem 1. Oktober, im Jahr 2027 also bis zum 29. September, über die Anpassung ihrer Erlösobergrenze 2028 und die Bildung der vorläufigen Netzentgelte. Grundlage ist die Festlegung BK8-19/0001-A vom 11.09.2019.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Berichtspflicht beruht auf einer Festlegung nach § 29 Abs. 1 EnWG. Kommt ein Übertragungsnetzbetreiber ihr nicht nach, kann die Bundesnetzagentur die Einhaltung nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber. Verteilernetzbetreiber trifft diese Berichtspflicht nicht; für sie gilt die Veröffentlichung zum 15. Oktober.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleMeldet der Bundesnetzagentur bis 29. September 2027 die angepasste Erlösobergrenze 2028 und die Herleitung der vorläufigen Netzentgelte.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Hängt zusammen mit: Engpassmanagement: Referenzwert der Kosten für 2028 und Differenz für 2026 mitteilen

Frist bisEnde September 2027

MiSpeL: Ende der Übergangszeit

Netz StromgMSBSpeicher

Bis Ende September 2027 lassen sich Abgrenzungsoption und Pauschaloption nur mit Einverständnis von Netzbetreiber und Messstellenbetreiber nutzen. Netzbetreiber und Messstellenbetreiber richten in dieser Zeit Messung, Datenlieferung und Abrechnung für die beiden Optionen ein.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.10.2027 müssen Netz- und Messstellenbetreiber die Abgrenzungs- und Pauschaloption auch ohne ihr Einverständnis ermöglichen (MiSpeL, Tenorziffer 7). Tun sie es nicht, kann die Bundesnetzagentur nach § 85 Abs. 3 EEG mit § 65 EnWG Abhilfe anordnen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 86 Abs. 1 Nr. 3 EEG ordnungswidrig (bis 200.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft Standorte mit Speichern oder Ladepunkten in gemischter Nutzung. Welche Schritte im Einzelnen anfallen, ergibt sich aus Tenor und Anlagen der Festlegung.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleRichtet bis 30.09.2027 die Abläufe ein, mit denen beide MiSpeL-Optionen ab 01.10.2027 ohne Einverständnis im Einzelfall laufen (Tenorziffer 7).Typisch betroffen: EDM / MDM, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt bis 30.09.2027 Messung und Datenlieferung bereit, die die Abgrenzungsoption an Speicher- und Ladepunktstandorten braucht (Tenorziffer 7).Typisch betroffen: EDM / MDM, Montage- und Auftragssteuerung
  • SpeicherbetreiberAnwendbarkeit prüfenKlärt, ob sich der Wechsel in eine der beiden Optionen schon in der Übergangszeit lohnt oder erst danach.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR

Hängt zusammen mit: MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Q4 2027

8 Fristen
Gilt ab01.10.2027

Sicherer Austausch im Fahrplanprozess v2.4 verbindlich

ÜNBBilanzkreis

Ab 1. Oktober 2027 gelten die Regelungen zum sicheren Austausch im Fahrplanprozess in Version 2.4 für alle umsetzungspflichtigen Marktteilnehmer. Betroffen sind Übertragungswege und Zertifikate beim Fahrplanaustausch.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Nicht vorschriftsmäßig signierte oder verschlüsselte Fahrplannachrichten darf der Empfänger unverarbeitet lassen, die Folgen trägt der Sender (Kapitel 7 der Regelungen). Der genehmigte Bilanzkreisvertrag (BK6-18-061) sieht in Ziffer 20 bei Pflichtverstößen die Abmahnung und bei Wiederholung die außerordentliche Kündigung vor. Rechtsgrundlage ↗

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleStellt die Annahme von Fahrplänen auf die Sicherheitsregeln 2.4 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), ISMS und Sicherheitsbetrieb
  • BilanzkreisverantwortlicherPflicht der RolleStellt den Fahrplanaustausch mit dem Übertragungsnetzbetreiber auf die Sicherheitsregeln 2.4 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), ISMS und Sicherheitsbetrieb

Hängt zusammen mit: Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung v4.7 verbindlich

Frist bis14.10.2027

EE-Netzkostenwälzung: verbindliche Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber

Netz StromÜNB

Verteilnetzbetreiber mit berechtigten Mehrkosten aus dem Ausbau erneuerbarer Energien melden die Wälzung für 2028 verbindlich an ihren Übertragungsnetzbetreiber. Die Frist endet am letzten Werktag vor dem 15. Oktober.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Nach Tenorziffer 5 b der Festlegung BK8-24-001-A entfällt bei verspäteter Meldung die Erstattung des Wälzungsbetrags für 2028 durch den Übertragungsnetzbetreiber; Korrekturen sind danach nicht mehr möglich. Das gilt auch, wenn nur die Meldung an die Regulierungsbehörde zum 1. Oktober fristgerecht war. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Verteilnetzbetreiber, die nach der Festlegung BK8-24-001-A eine besondere Belastung aus dem Anschluss erneuerbarer Energien geltend machen.

  • Netzbetreiber StrombetroffenNetzbetreiber mit berechtigten EE-Mehrkosten melden den Wälzungsbetrag für 2028 verbindlich an den Übertragungsnetzbetreiber.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
  • ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenÜbertragungsnetzbetreiber nehmen die Meldungen entgegen und rechnen die Wälzung in die bundesweite Verteilung ein.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis15.10.2027

Netzentgelte 2028: Veröffentlichung bis 15. Oktober

Netz StromNetz GasLieferant

Betreiber von Strom- und Gasverteilernetzen veröffentlichen die Netzentgelte für 2028 im Internet. Stehen die Entgelte am Stichtag noch nicht fest, ist die voraussichtliche Höhe aus der Erlösobergrenze zu veröffentlichen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion für eine verspätete Veröffentlichung nennt § 20 EnWG nicht. Die Regulierungsbehörde kann sie nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Strom 2028 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Gas 2028 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
  • LieferantbetroffenÜbernimmt die neuen Netzentgelte in Preiskalkulation und Kundenkommunikation für 2028.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Gilt ab29.10.2027

REMIT II: neue Meldeformate und erste Positionsmeldung

LieferantBilanzkreisDirektvermarktungErzeugungSpeicher

Ab dem 29. Oktober 2027 gelten die neuen Datenfelder für die laufende Transaktionsmeldung an ACER. Marktteilnehmer mit Positionen ab 600 GWh pro Jahr melden ihre Positionen quartalsweise, erstmals im Oktober 2027; Regelenergie-Transaktionen sind ab dem 29. April 2028 monatlich zu melden.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Wer Transaktionsdaten nach Art. 8 Abs. 1 REMIT vorsätzlich oder leichtfertig nicht, falsch, unvollständig oder verspätet an ACER meldet, handelt nach § 95 Abs. 1c Nr. 7 EnWG ordnungswidrig; die Geldbuße kann bis zu 10.000 Euro betragen. Daneben kann die Bundesnetzagentur nach § 65 Abs. 6 EnWG Aufsichtsmaßnahmen ergreifen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Marktteilnehmer im Sinne von REMIT mit Transaktionen in Strom- und Gasgroßhandelsprodukten; Positionsmeldung erst ab 600 GWh pro Jahr, getrennt nach Strom und Gas.

  • LieferantPflicht der RolleLieferanten mit Großhandelsgeschäften stellen Meldewege und Datenfelder auf das neue Format um und prüfen die 600-GWh-Schwelle für die Positionsmeldung.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
  • BilanzkreisverantwortlicherbetroffenBilanzkreisverantwortliche liefern Handelsdaten für die neuen Meldefelder zu.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • DirektvermarkterPflicht der RolleDirektvermarkter passen Transaktionsmeldungen an und bereiten die monatliche Meldung von Regelenergiegeschäften vor.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber, die selbst handeln oder Regelenergie anbieten, prüfen, ob sie als Marktteilnehmer melden.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
  • SpeicherbetreiberbetroffenSpeicherbetreiber mit Großhandels- oder Regelenergiegeschäften prüfen ihre Meldepflichten nach dem neuen Katalog.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis01.12.2027

Kapazitätsmarkt (StromVKG): erste technologieoffene Ausschreibung für Kapazitäten

ÜNBDirektvermarktungErzeugungSpeicherGesamthaus

Am 1. Dezember 2027 findet die erste Ausschreibung für Kapazitäten statt, an der Erzeugungsanlagen, Stromspeicher, regelbare Lasten und Anlagenpools teilnehmen können. Vorher ist eine Präqualifizierung beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber nötig, der Antrag ist nur vom siebten bis zum fünften Monat vor dem Gebotstermin möglich.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ohne Präqualifizierung schließt die Bundesnetzagentur ein Gebot nach § 49 Abs. 2 StromVKG aus; beantragt werden kann sie nur im Zeitfenster des § 26 Abs. 2 StromVKG. Ein verspätetes Gebot zählt nicht, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betreiber von Erzeugungsanlagen, Stromspeichern und regelbaren Lasten sowie Aggregatoren, die an der Ausschreibung teilnehmen wollen.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleÜbertragungsnetzbetreiber führen die Präqualifizierung über die gemeinsame Internetplattform durch und veröffentlichen Volumen und Höchstwerte.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Regulierungsmanagement, Controlling
  • DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter und Aggregatoren prüfen Gebote für Anlagenpools und Kleinanlagenpools.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, welche Kraftwerke oder KWK-Anlagen sie präqualifizieren und anbieten.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
  • SpeicherbetreiberAnwendbarkeit prüfenSpeicherbetreiber prüfen Teilnahme; die anrechenbare Leistung hängt von der Höchsterbringungsdauer ab.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen mit regelbaren Lasten prüfen, ob sie Leistungsreduktion als Kapazität anbieten.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Gilt ab02.12.2027

EU AI Act: Hochrisiko-Anforderungen Anhang III

Netz StromGesamthaus

Ab dem 02.12.2027 gelten die Hochrisiko-Pflichten für Systeme nach Anhang III, etwa Bonitätsprüfung und Bewerberauswahl. Netz-KI fällt nach dem Leitlinien-Entwurf der Kommission vom 19.05.2026 nur darunter, wenn sie als Sicherheitsbauteil die Anlage unmittelbar schützt und der Betreiber als kritische Einrichtung eingestuft ist. Aufsicht ist seit dem 29.07.2026 die Bundesnetzagentur.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Verstöße gegen die Pflichten von Anbietern (Art. 16) und Betreibern (Art. 26) von Hochrisiko-KI können nach Art. 99 Abs. 4 Buchst. a und e KI-VO mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % des Weltumsatzes geahndet werden, bei KMU und kleinen Midcap-Unternehmen mit dem niedrigeren Betrag (Art. 99 Abs. 6 und 6a). Systeme, die vor dem 02.12.2027 in Verkehr oder Betrieb gingen, erfasst die Verordnung nach Art. 111 Abs. 2 erst nach einer erheblichen Änderung. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob KI in Netzführung und Leitsystem die Anlage als Sicherheitsbauteil unmittelbar schützt und ob das Unternehmen als kritische Einrichtung gilt; nach dem Leitlinien-Entwurf der Kommission ist sie nur dann Hochrisiko nach Anhang III Nr. 2.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, KI-Systeme und Chatbots
  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob KI-Systeme einen Zweck aus Anhang III haben, etwa Bonitätsprüfung oder Bewerberauswahl, und bereitet die Betreiberpflichten nach Art. 26 vor.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots, ISMS und Sicherheitsbetrieb

Hängt zusammen mit: EU AI Act: Transparenzpflichten nach Art. 50, KI-MIG: Bundesnetzagentur wird Marktüberwachungsbehörde

Beschluss2027

AgNes: konkretisierende Folgefestlegungen

Festlegung · erwartetNetz StromLieferant

Nach der Rahmenfestlegung Ende 2026 will die Bundesnetzagentur die neue Systematik 2027 in konkretisierenden Folgefestlegungen ausfüllen. Verteilnetzbetreiber planen Abrechnung und Systeme gegen diese Details.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Folgefestlegungen erlässt die Bundesnetzagentur. Verzögern sie sich, bleibt weniger Zeit, Preisblätter, Abrechnung und Systeme bis zur neuen Systematik ab 2029 umzustellen. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenRichtet Abrechnung und Systeme an den Folgefestlegungen aus, sobald sie vorliegen.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, welche neuen Entgeltbestandteile Tarife und Kundenabrechnung verändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Hängt zusammen mit: AgNes: Rahmenfestlegung Netzentgelte Strom

Frist bis31.12.2027

SAP ECC und IS-U: Ende der Mainstream-Wartung

Herstellerangabe · nicht bindendGesamthaus

Danach Extended Maintenance bis Ende 2030 gegen 2 Prozentpunkte Aufschlag auf die Wartungsbasis, anschließend Customer-Specific Maintenance.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Das Datum setzt SAP, kein Gesetz. Ab 2028 gibt es Extended Maintenance gegen Aufpreis bis Ende 2030; in der danach oder ohne sie geltenden Customer-Specific Maintenance liefert SAP keine gesetzlichen Änderungen mehr. Für die größten Kunden bietet SAP mit der Transition Option for SAP ERP Betrieb von 2031 bis 2033, wenn das System bis Ende 2030 auf SAP ERP, private edition, auf SAP HANA umgezogen ist. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft Unternehmen mit SAP ERP 6.0 (ECC, IS-U) auf einem der drei jüngsten Erweiterungspakete. Die Frist ergibt sich aus der SAP-Wartungsstrategie, nicht aus einem Gesetz.

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenbetroffenPlant die Migration von SAP IS-U auf S/4HANA Utilities oder sichert Extended Maintenance bis 2030 vertraglich ab.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Q1 2028

7 Fristen
Gilt ab01.01.2028

NEST: fünfte Regulierungsperiode Gas

Netz Gas

Neue Anreizregulierung nach den NEST-Festlegungen vom Dezember 2025. Die fünfte Periode dauert fünf Jahre, bis Ende 2032 (RAMEN Gas, Tenorziffer 3.1); danach folgen Dreijahresperioden.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Der Beginn der Periode löst selbst keine Sanktion aus; die Erlösobergrenzen setzt die Regulierungsbehörde von Amts wegen fest (RAMEN Gas, Tenorziffer 4.1). Pflichten aus den NEST-Festlegungen, etwa die Anzeige des Kapitalkostenaufschlags bis 30. Juni des Vorjahres, kann sie nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleWechselt in die fünfte Regulierungsperiode Gas, die abweichend fünf Jahre dauert; danach gelten Dreijahresperioden.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: WACC Gas: Erlass der Festlegung zur Kapitalverzinsung

Gilt ab01.01.2028

EU-ETS 2 startet: Emissionshandel für Gebäude und Verkehr löst das BEHG ab

LieferantWärmenetzGesamthaus

Die Regelphase des EU-ETS 2 beginnt am 1. Januar 2028; die erste Abgabe von Zertifikaten für die Emissionen 2028 ist bis zum 31. Mai 2029 fällig. Bis einschließlich 2027 gelten die Berichts- und Abgabepflichten des BEHG weiter.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Gibt ein Verantwortlicher bis zum 31. Mai nicht genug Zertifikate ab, setzt die Behörde nach § 46 Abs. 1 TEHG je fehlender Tonne CO2-Äquivalent eine Zahlung von 100 Euro fest, angepasst an die Inflation seit 2012. Die Zertifikate sind trotzdem nachzureichen, und der Name wird im Bundesanzeiger veröffentlicht (§ 46 Abs. 3 und 4 TEHG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Verantwortliche nach BEHG und TEHG, die Brennstoffe für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren in Verkehr bringen; mittelbar alle Abnehmer.

  • LieferantPflicht der RolleGaslieferanten, die als Verantwortliche Brennstoffe in Verkehr bringen, stellen Überwachung, Zertifikatsbeschaffung und Preisweitergabe auf den EU-ETS 2 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
  • WärmenetzbetreiberbetroffenWärmenetzbetreiber, deren Brennstoffe nicht dem EU-ETS 1 unterliegen, kalkulieren den CO2-Preis aus dem EU-ETS 2 in Wärmepreise und Preisgleitklauseln ein.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen prüfen CO2-Kosten für Fuhrpark und Gebäudewärme ab 2028.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab01.01.2028

BRÜCKEN: Rückstellungen für Stilllegung und Rückbau von Gasnetzen

Netz Gas

Zuführungen zu und Auflösungen von Rückstellungen für die Stilllegung und den unvermeidbaren Rückbau von Gasversorgungsnetzen zählen ab der fünften Regulierungsperiode zu den Kostenanteilen, die nicht dem Effizienzvergleich unterliegen. Netzbetreiber setzen sie jährlich mit den Ist-Werten des vorletzten Jahres an.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Die Festlegung BRÜCKEN (BK9-25/618) erkennt nur Rückstellungen für notwendige Stilllegungen und unvermeidbaren Rückbau an; regulatorisch nicht sachgerechte Zuführungen wie Nachholungen oder Einmalzuführungen kann die Regulierungsbehörde korrigieren. Nicht anerkannte Beträge fließen nicht als Kostenanteil außerhalb des Effizienzvergleichs in die Erlösobergrenze. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft Betreiber und Verpächter von Gasverteilernetzen in der Anreizregulierung. Die Einordnung greift ab der fünften Regulierungsperiode Gas; wie weit Rückstellungen aus dem Basisjahr einfließen, steht im Beschluss.

  • Netzbetreiber GasbetroffenWeist Rückstellungen für notwendige Stilllegung und unvermeidbaren Rückbau aus und setzt sie ab 2028 jährlich mit den Ist-Werten des vorletzten Jahres an.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Hängt zusammen mit: NEST: fünfte Regulierungsperiode Gas

Gilt ab01.01.2028

Smart-Meter-Gateways: Einbau nur noch nach Version 2.0 von Schutzprofil und TR-03109-1

gMSBwMSB

Gateways nach Schutzprofil PP-0073 Version 1.3 und TR-03109-1 Version 1.1 dürfen laut Übergangsregelung des BSI nur bis zum 31. Dezember 2027 eingebaut werden, und Rezertifizierungen nach diesem Stand lassen sich längstens bis dahin beantragen. Danach gilt für neu eingebaute Gateways Version 2.0. Bestandsgeräte können per Softwareupdate auf den neuen Stand wechseln.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach § 19 Abs. 2 MsbG dürfen für abrechnungs-, bilanzierungs- und netzrelevante Mess- und Steuerungsvorgänge nur Systeme eingesetzt werden, die den §§ 21 und 22 genügen; es zählen die Schutzprofile und Technischen Richtlinien in der geltenden Fassung, die das BSI nach § 22 Abs. 2 bekannt macht. Gegen Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 76 MsbG vorgehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für den Einbau. Für bereits eingebaute Gateways nennt die Übergangsregelung den Weg per Softwareupdate.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt die Beschaffung so um, dass ab 2028 nur noch Gateways nach Version 2.0 verbaut werden, und klärt mit Herstellern und Gateway-Administration die Migration der Bestandsgeräte per Softwareupdate.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenVerbaut Lagerbestände nach altem Stand bis Ende 2027 und setzt ab 2028 nur noch Gateways nach Version 2.0 ein.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: BSI TR-03109-1 v2.0: Gateway-Zertifikate nur noch mit MUSS+

Gilt ab01.01.2028

EEG: Steuerung über das Smart-Meter-Gateway ab 2028

Netz StromgMSBDirektvermarktungErzeugung

Ab 1. Januar 2028 und ab Einbau eines intelligenten Messsystems müssen Anlagen über 25 kW in der Direktvermarktung über das Smart-Meter-Gateway abrufbar und fernsteuerbar sein (§ 10b Abs. 2 EEG). Netzbetreiber zahlen ab 2028 nach dem Einbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung je angefangenes Jahr 100 Euro brutto an den Anlagenbetreiber, bis die Testung der Ansteuerbarkeit erfolgreich war (§ 9 Abs. 2a EEG).

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Bis zur erfolgreichen Testung zahlt der Netzbetreiber nach § 9 Abs. 2a EEG ab 2028 je angefangenes Jahr 100 Euro brutto an den Anlagenbetreiber, außer er hat die erfolglose Testung nicht zu vertreten. Anlagenbetreiber, die gegen § 10b EEG verstoßen, zahlen dem Netzbetreiber nach § 52 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 EEG bis zu 10 Euro je Kilowatt und Kalendermonat. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: § 10b EEG betrifft Anlagen über 25 kW in der Direktvermarktung, § 9 Abs. 2a EEG Anlagen ab 25 kW mit Steuerungseinrichtung nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 MsbG. Ohne Steuerung über das Gateway ist Übertragungstechnik nach dem Stand der Technik bei Inbetriebnahme zu nutzen (§ 10b Abs. 2 Satz 2 EEG). Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die 25-kW-Schwelle in § 10b entfallen.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleTestet nach dem Einbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung die Ansteuerbarkeit und zahlt bis zur erfolgreichen Testung ab 2028 je angefangenes Jahr 100 Euro an den Anlagenbetreiber.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt die Datenkommunikation über Smart-Meter-Gateway und Steuerungseinrichtung für die Direktvermarktung als Standardleistung bereit.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management
  • DirektvermarkterbetroffenStellt Abruf der Ist-Einspeisung und Fernsteuerung bei Anlagen mit intelligentem Messsystem auf den Weg über das Smart-Meter-Gateway um.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Pflicht der RolleSorgt dafür, dass der Direktvermarkter die Anlage ab 2028 nach Einbau eines intelligenten Messsystems über das Smart-Meter-Gateway abrufen und steuern kann.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Gilt ab01.01.2028

WaKandA: Netzzugangsregeln und gemeinsame Buchungsplattform für Wasserstoff

Netz GasLieferantBilanzkreis

Betreiber regulierter Wasserstoffnetze wenden die Netzzugangsregeln der Festlegung WaKandA ab 01.01.2028 an und vergeben Ein- und Ausspeisekapazität dann über eine gemeinsame Kapazitätsbuchungsplattform. Bestehende Ein- und Ausspeiseverträge passen sie bis dahin an.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Wasserstoffnetze im Anwendungsbereich von Teil 3 Abschnitt 3b EnWG (Wasserstoff-Kernnetz und Opt-in nach § 28j Abs. 3 EnWG) sowie deren Transportkunden.

  • Netzbetreiber GasAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob ein eigenes Wasserstoffnetz erfasst ist, passt Verträge an und bindet die Kapazitätsvergabe an die gemeinsame Plattform an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft als Transportkunde für Wasserstoff, welche Buchungen und Registrierungen auf der Plattform nötig werden.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • BilanzkreisverantwortlicherAnwendbarkeit prüfenPrüft, wie Bilanzierung und Kapazitätsbuchung im Wasserstoff-Marktgebiet nach den neuen Regeln zusammenspielen.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)

Hängt zusammen mit: WaKandA: Übersicht über die Wasserstoff-Cluster veröffentlichen

Gilt ab01.03.2028

VDE-AR-N 4105: Frist für Nachweise zur Leistungsbegrenzung

Netz StromErzeugung

Nach VDE FNN kann die Leistungsbegrenzung nach § 9 EEG bis zum 01.03.2028 über einen P AV,E-Schutz mit Zertifikat nach VDE-AR-N 4105:2026-03, eine P AV,E-Überwachung mit Zertifikat nach der Fassung 2018-11 oder eine dauerhafte Reduzierung der Wirkleistung am Wechselrichter umgesetzt werden.

Technische Regel · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Wer sie einhält, für den wird die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik vermutet (§ 49 Abs. 2 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz mit Leistungsbegrenzung nach § 9 EEG. Für Zertifikate nach der Fassung 2018-11 nennt VDE FNN zwei Übergangsfristen, 12 Monate nach Inkrafttreten der DIN VDE V 0124-100 und 24 Monate nach Inkraftsetzung der Anwendungsregel; es gilt die zuerst ablaufende.

  • Netzbetreiber StrombetroffenPrüft bei Anmeldungen ab März 2028, ob die Leistungsbegrenzung mit einem Nachweis nach der Fassung 2026-03 oder durch dauerhafte Reduzierung belegt ist, und passt Formulare und TAB an.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Anlagenstammdaten und MaStR
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenPrüft bei Neuanlagen, welcher Nachweis zur Leistungsbegrenzung nach dem Stichtag noch genügt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR

Hängt zusammen mit: VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit

Q2 2028

2 Fristen
Gilt ab01.06.2028

Energy Sharing über die Netzgrenze hinweg

Netz StromLieferant

Ab dem 1. Juni 2028 muss Energy Sharing auch mit dem Bilanzierungsgebiet eines direkt angrenzenden Verteilnetzbetreibers in derselben Regelzone möglich sein; der angrenzende Netzbetreiber muss mitwirken. Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur reicht auch hier das Dienstleistungsmodell über Lieferanten, ohne weitere Umsetzung beim Netzbetreiber.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand fehlt. Ermöglicht ein Verteilnetzbetreiber die gemeinsame Nutzung mit dem angrenzenden Bilanzierungsgebiet nicht (§ 42c Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EnWG), kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG Abhilfe anordnen. Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur deckt das Dienstleistungsmodell über Lieferanten auch diese Stufe ab. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt mit dem direkt angrenzenden Netzbetreiber derselben Regelzone sicher, dass Energy Sharing über die Netzgrenze möglich ist; laut Bundesnetzagentur genügt auch hier das Dienstleistungsmodell.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Energy Sharing über angrenzende Bilanzierungsgebiete als Dienstleistung angeboten wird.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Hängt zusammen mit: Energy Sharing nach § 42c EnWG

Frist bis30.06.2028

WPG: Wärmepläne für alle Gemeindegebiete bis 100.000 Einwohner

Netz GasWärmenetz

Nach den Großstädten müssen bis 30. Juni 2028 auch für alle übrigen Gemeindegebiete Wärmepläne erstellt sein; Stadtwerke liefern die Datengrundlage.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Frist trifft die planungsverantwortlichen Stellen, meist die Kommunen, nicht die Netzbetreiber. Liefern Netz- oder Wärmenetzbetreiber die nach § 11 Abs. 1 Nr. 2 WPG geschuldeten Auskünfte nicht, kann die Stelle sie nach § 11 Abs. 6 WPG mit Fristsetzung anordnen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Die Länder müssen sicherstellen, dass die Wärmepläne erstellt werden, und übertragen die Pflicht meist per Verordnung auf die Gemeinden (§ 4 Abs. 1, § 33 Abs. 1 WPG); maßgeblich ist die Einwohnerzahl zum 1. Januar 2024. Netzbetreiber liefern Daten zu.

  • Netzbetreiber GasbetroffenStimmt Gasnetzgebiete und Umstellungspfade mit der kommunalen Wärmeplanung ab.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung
  • WärmenetzbetreiberbetroffenLiefert der Kommune Daten zu Netz, Erzeugung und Ausbauplänen für die Wärmeplanung.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung

Q3 2028

2 Fristen
Frist bis01.07.2028

MaBiS-Hub: Testsysteme aller Marktpartner bereit (BDEW-Szenario)

Festlegung · noch nicht beschlossenNetz StromLieferant

Nach dem Einführungsszenario des BDEW stehen ab dem 1. Juli 2028 die Testsysteme aller Marktpartner und des MaBiS-Hubs bereit. Bis zum 30. September 2028 muss jede Schnittstelle zum Hub mindestens einmal erfolgreich getestet sein. Ab dem 1. Januar 2029 läuft der Parallelbetrieb an.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Im Verfahren BK6-24-210 gibt es noch keinen Beschluss, der Termin stammt aus dem Einführungsszenario der Branche. Verbindlich und nach § 65 EnWG durchsetzbar wird er erst mit einer Festlegung. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Die Termine sind ein Vorschlag des BDEW, den die Bundesnetzagentur im Verfahren BK6-24-210-1 inhaltlich unverändert konsultiert hat. Festgelegt sind sie nicht: Mitteilung Nr. 58 vom 1. Oktober 2026 nennt die Festlegung zum MaBiS-Hub ausstehend.

  • Netzbetreiber StrombetroffenPasst Bilanzierungs- und Datenaustauschsysteme an die Schnittstellen des MaBiS-Hub an.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • LieferantbetroffenStellt Bilanzkreisprozesse und Datenabgleich auf den zentralen MaBiS-Hub um.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
Gilt ab01.07.2028

MsbG § 40: neue Gaszähler mit Leistungsmessung am Smart-Meter-Gateway

Netz GasgMSBwMSB

Neue Messeinrichtungen für Gas mit registrierender Leistungsmessung sind spätestens ab dem 1. Juli 2028 an vorhandene Smart-Meter-Gateways anzubinden. Übrige neue Gaszähler folgen, sobald die Anbindung technisch möglich ist und keine Mehrkosten entstehen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 40 MsbG nicht. Die Bundesnetzagentur kann die Einhaltung nach § 76 Abs. 2 MsbG anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Neu eingebaute Gaszähler mit registrierender Leistungsmessung an Messstellen mit vorhandenem Smart-Meter-Gateway.

  • Netzbetreiber GasbetroffenGasnetzbetreiber stellen Empfang und Verarbeitung der Messwerte über die Gateway-Infrastruktur sicher.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleGrundzuständige Messstellenbetreiber Gas planen Zählertypen, Schnittstellen und Gateway-Anbindung für neue RLM-Gaszähler.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, EDM / MDM, Montage- und Auftragssteuerung
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleBindet neu eingebaute Gaszähler mit registrierender Leistungsmessung an vorhandene Smart-Meter-Gateways an.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, EDM / MDM

Q4 2028

3 Fristen
Frist bisTermin offen; frühestens Dezember 2028, für bisherige KRITIS-Betreiber drei Jahre nach dem letzten Nachweis

BSIG § 39: erster Nachweis für kritische Anlagen

Gesamthaus

Betreiber kritischer Anlagen weisen die Umsetzung ihrer Sicherheitsmaßnahmen durch Audit, Prüfung oder Zertifizierung nach, danach alle drei Jahre. Den Zeitpunkt setzt das BSI, frühestens drei Jahre nach dem Status als kritische Anlage; für bisherige KRITIS-Betreiber frühestens drei Jahre nach dem letzten Nachweis nach § 8a Abs. 3 BSIG alter Fassung (§ 39 Abs. 3 BSIG).

Gesetz · beschlossen, Termin offen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Für Energienetze und Energieanlagen unter §§ 5c bis 5e EnWG gilt § 39 BSIG nicht (§ 28 Abs. 5 BSIG); dort ahndet § 95 Abs. 1 Nr. 3c und 3d EnWG eine fehlende oder verspätete Dokumentation. Für weitere kritische Anlagen gilt: Wer den Nachweis nach § 39 Abs. 1 BSIG nicht oder verspätet erbringt, handelt nach § 65 Abs. 2 Nr. 10 BSIG ordnungswidrig, mit Geldbuße bis 1 Mio. Euro. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur für Betreiber kritischer Anlagen nach BSIG. Für Energieversorgungsnetze und Energieanlagen, die §§ 5c bis 5e EnWG unterliegen, gilt § 39 BSIG nicht (§ 28 Abs. 5 BSIG); betroffen sind Versorger damit nur mit weiteren kritischen Anlagen. Bis zur Rechtsverordnung nach dem KRITIS-Dachgesetz richtet sich die Einstufung als kritische Anlage weiter nach der bisherigen Fassung (§ 66 BSIG), also nach der BSI-KritisV.

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenBereitet Audit, Prüfung oder Zertifizierung vor, sofern Anlagen als kritisch gelten; den Termin setzt das BSI.Typisch betroffen: ISMS und Sicherheitsbetrieb

Hängt zusammen mit: NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft

Frist bis31.12.2028

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028

gMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2028 mindestens 90 Prozent der in den Jahren 2027 und 2028 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen versehen haben.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet mindestens 90 Prozent der 2027 und 2028 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025

Frist bis31.12.2028

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2028, erstmals auch über 100 Kilowatt

Netz StromgMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2028 bei Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt mindestens 90 Prozent der vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2028 neu in Betrieb genommenen Leistung und mindestens 50 Prozent der vom 1. Januar 2018 bis 25. Februar 2025 in Betrieb genommenen Leistung ausgestattet haben. Bei Anlagen über 100 Kilowatt beginnt die Ausstattung spätestens 2028, bis Ende 2028 müssen 90 Prozent der vom 1. Oktober 2027 bis 30. September 2028 neu in Betrieb genommenen Leistung erfasst sein.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.

  • Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt für 90 Prozent der von Oktober 2026 bis September 2028 neu installierten Leistung und 50 Prozent der Leistung aus 2018 bis Februar 2025 aus und beginnt bei Anlagen über 100 Kilowatt mit der Ausstattung.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt

Q1 2029

5 Fristen
Gilt ab01.01.2029

§ 14a EnWG: Ende der Übergangsfrist

Netz StromgMSB

Präventive Steuerung ist nur bis 31.12.2028 erlaubt; ab 2029 steuern Netzbetreiber ausschließlich netzorientiert auf Basis der Netzzustandsermittlung, die für neue Anlagen schon seit 2024 gilt. Zum selben Stichtag enden die alten § 14a-Regelungen: Bestandsanlagen über 4,2 kW mit reduziertem Netzentgelt gehen in die neuen Vorgaben über, Nachtspeicherheizungen behalten die alte Regelung, die übrigen verlieren die Reduzierung.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.01.2029 lässt die Festlegung BK6-22-300 keine präventive Steuerung mehr zu (Anlage 1 Ziffer 10.5), und für Bestandsanlagen über 4,2 kW mit alter § 14a-Reduzierung gelten die neuen Vorgaben (Ziffer 10.2). Einen Verstoß kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG abstellen lassen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung mit mehr als 4,2 kW: nicht öffentliche Ladepunkte, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Stromspeicher. Bestandsanlagen von vor 2024 ohne § 14a-Reduzierung bleiben außen vor, können aber freiwillig wechseln.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleLöst präventive Steuerung spätestens zum 31.12.2028 durch netzorientierte Steuerung ab, kündigt den Wechsel Anlagenbetreibern und Lieferanten vorab an und überführt Bestandsanlagen über 4,2 kW mit alter § 14a-Reduzierung zum 01.01.2029 in die neuen Vorgaben.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt Steuerungseinrichtung und Gateway-Anbindung für Bestandsanlagen bereit, die zum 01.01.2029 in die netzorientierte Steuerung wechseln.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025

Gilt ab01.01.2029

AgNes: neue Netzentgeltsystematik wirksam

Festlegung · noch nicht beschlossenNetz StromLieferant

StromNEV läuft zum 31.12.2028 aus, die BNetzA-Festlegungen ersetzen die Verordnung.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Festlegungsentwurf (Tenorziffer 1.2) sind ab dem 01.01.2029 nur noch Netzentgelte nach der AgNes-Systematik zulässig. Rechnet ein Netzbetreiber anders ab, kann die Regulierungsbehörde ihn nach § 65 EnWG zur Einhaltung verpflichten. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenRechnet ab 2029 nach der neuen Entgeltsystematik der Bundesnetzagentur statt nach StromNEV ab.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
  • LieferantbetroffenGibt die neuen Netzentgeltstrukturen ab 2029 in Tarifen und Rechnungen weiter.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Hängt zusammen mit: AgNes: konkretisierende Folgefestlegungen

Gilt ab01.01.2029

NEST: fünfte Regulierungsperiode Strom

Netz Strom

Neue Anreizregulierung Strom nach den NEST-Festlegungen; die fünfte Periode dauert fünf Jahre (RAMEN Strom, Tenorziffer 3.1). Ab 2029 wirkt die Netzzuverlässigkeit als Zu- oder Abschlag auf die Erlösobergrenze, Kennzahlen zur Netzleistungsfähigkeit werden zunächst nur veröffentlicht.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Ab 2029 setzt die Regulierungsbehörde jährlich Zu- oder Abschläge auf die Erlösobergrenze fest, wenn die Netzzuverlässigkeit eines Netzbetreibers vom Referenzwert abweicht (Qualitätselement, Festlegung GBK-24-02-1#4, Tenorziffer 5.4.1). Weitere Pflichten aus den NEST-Festlegungen kann sie nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Das Qualitätselement Netzzuverlässigkeit gilt nur für Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren; für Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren und Kleinstnetzbetreiber ist es in der fünften Regulierungsperiode ausgesetzt.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleWechselt in die fünfte Regulierungsperiode Strom; die Netzzuverlässigkeit wirkt ab 2029 als Qualitätselement auf die Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab01.01.2029

Kundenanlagen: Übergangsfrist für Bestandsanlagen endet

Netz StromLieferantErzeugungGesamthaus

Für Kundenanlagen nach § 3 Nr. 65 und 66 EnWG, die bis zum 23. Dezember 2025 angeschlossen wurden, gelten Vorgaben der Netzregulierung erst ab dem 1. Januar 2029. Betreiber solcher Anlagen klären bis dahin, ob und welche Regulierungsvorgaben für sie greifen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.01.2029 gelten die Vorgaben der Netzregulierung auch für diese Bestandsanlagen (§ 118 Abs. 7 EnWG). Werden sie nicht erfüllt, kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG Maßnahmen anordnen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betreiber von Kundenanlagen und Kundenanlagen zur betrieblichen Eigenversorgung mit Anschluss bis 23.12.2025.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber rechnen mit Anfragen zu Messkonzepten, Übernahme oder Netzanschluss bisheriger Kundenanlagen.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM, Netzplanung, GIS, Netzberechnung
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenLieferanten mit Mieterstrom- oder Quartiersmodellen prüfen, ob die genutzten Kundenanlagen ab 2029 als Netz zu behandeln sind.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit Direktleitungen oder Arealversorgung prüfen die Einordnung ihrer Anlage.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen mit Contracting- oder Arealnetzgeschäft bewerten Umbau, Übergabe oder Regulierung bestehender Kundenanlagen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab01.01.2029

MsbG § 19 Abs. 5: nicht konforme Messsysteme über 100.000 kWh oder 100 kW nur noch unter Bedingungen

gMSBwMSB

Ab 1. Januar 2029 dürfen Messsysteme, die nicht den Anforderungen an intelligente Messsysteme entsprechen, an Zählpunkten mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch oder an Anlagen über 100 kW nur noch eingebaut und genutzt werden, wenn der Einbau eines intelligenten Messsystems angekündigt oder beauftragt ist, keine unverhältnismäßigen Gefahren bestehen und eine Einwilligung des Anschlussnutzers oder eine Feststellung des BSI vorliegt. Für die übrigen Messstellen gilt diese Grenze seit Ende 2025.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Das MsbG kennt keinen eigenen Bußgeldtatbestand. Die Bundesnetzagentur kann nach § 76 MsbG anordnen, ein Verhalten abzustellen, und die Anordnung mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG). Ob die Missachtung einer solchen Anordnung als Ordnungswidrigkeit nach § 95 EnWG geahndet werden kann, ist offen, weil § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG nur Anordnungen nach dem EnWG nennt, etwa nach § 65, keine nach dem MsbG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Messstellen nach § 30 Abs. 1 Nr. 1 MsbG: Jahresstromverbrauch über 100.000 kWh oder Anlagen mit installierter Leistung über 100 kW. Haushaltskunden können eine Einwilligung jederzeit widerrufen.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleErsetzt nicht konforme Messsysteme an Großverbrauchern und Anlagen über 100 kW bis Ende 2028 oder sichert für den Weiterbetrieb Ankündigung oder Auftrag eines intelligenten Messsystems und Einwilligung oder BSI-Feststellung.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, GWA- und CLS-Management, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RollePrüft den eigenen Bestand an Messsystemen bei Kunden über 100.000 kWh oder 100 kW und stellt bis Ende 2028 auf konforme Technik um oder dokumentiert die Ausnahmebedingungen.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, GWA- und CLS-Management

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028

Q3 2029

1 Frist
Frist bis04.08.2029

Stromspeicher: Inbetriebnahmefrist für die Netzentgeltbefreiung nach § 118 Abs. 6 EnWG

Netz StromÜNBSpeicher

Stromspeicher, die innerhalb von 18 Jahren ab dem 4. August 2011 in Betrieb gehen, sind für 20 Jahre von den Netzentgelten für den Strombezug zur Speicherung befreit. Die Befreiung gilt nur, soweit der ausgespeicherte Strom zeitversetzt in dasselbe Netz zurückgespeist wird.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Stromspeicher, der erst nach Ablauf der Frist in Betrieb geht, ist nicht nach § 118 Abs. 6 Satz 1 EnWG von den Netzentgelten befreit; Inbetriebnahme ist der erste Strombezug für den Probebetrieb (Satz 6). Nach dem AgNes-Entwurf (Tenorziffer 17.5) soll zusätzlich eine Investitionsentscheidung vor Bekanntgabe der Festlegung nötig sein, nachzuweisen bis 31.03.2027. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem 31.12.2008 errichtete Stromspeicher mit Netzbezug, die bis zum Fristende in Betrieb gehen.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber prüfen die Voraussetzungen der Befreiung und rechnen Speicherbezug entsprechend ab.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, EDM / MDM
  • ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenErstattet Verteilnetzbetreibern entgangene Erlöse nur für befreite Elektrolyseure (§ 118 Abs. 6 Satz 9 EnWG), nicht für sonstige Stromspeicher.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
  • SpeicherbetreiberbetroffenSpeicherbetreiber berücksichtigen den Inbetriebnahmetermin in Projektplanung und Wirtschaftlichkeitsrechnung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling

Q4 2029

1 Frist
Gilt ab01.10.2029

MaBiS-Hub: Produktivstart (BDEW-Szenario)

Festlegung · noch nicht beschlossenNetz StromLieferant

Nach dem Einführungsszenario des BDEW endet am 1. Oktober 2029 der Parallelbetrieb, ab dann gilt nur noch die neue Prozesslandschaft mit dem MaBiS-Hub. Block 1 der Festlegung (BK6-24-210-1) war bis zum 17. November 2025 in Konsultation, Block 2 zur Bilanzkreisabrechnung folgt.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Der Produktivstart steht bisher nur im Einführungsszenario der Branche; im Verfahren BK6-24-210 gibt es noch keinen Beschluss. Erst eine Festlegung macht den Termin verbindlich und nach § 65 EnWG durchsetzbar. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Der Termin ist ein Vorschlag des BDEW, den die Bundesnetzagentur im Verfahren BK6-24-210-1 konsultiert, aber nicht festgelegt hat. Mitteilung Nr. 58 vom 1. Oktober 2026 nennt die Festlegung zum MaBiS-Hub ausstehend.

  • Netzbetreiber StrombetroffenArbeitet ab dem Produktivstart mit der zentralen Bilanzkreisabrechnung im MaBiS-Hub.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • LieferantbetroffenErhält Bilanzkreisabrechnung und Datenabgleich ab dem Produktivstart aus dem MaBiS-Hub.Typisch betroffen: EDM / MDM

Hängt zusammen mit: MaBiS-Hub: Testsysteme aller Marktpartner bereit (BDEW-Szenario)

Q4 2030

3 Fristen
Frist bis31.12.2030

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030

gMSB

Dritte Zeitraumquote des gesetzlichen Rollouts: mindestens 90 Prozent der in den Jahren 2029 und 2030 neu auszustattenden Messstellen. Zieljahr für den Gesamtbestand ist 2032.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet mindestens 90 Prozent der 2029 und 2030 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028

Zielmarke31.12.2030

Koalitionsausschuss: Smart-Meter-Rollout bei über 90 Prozent aller relevanten Messstellen bis Ende 2030

Politik · nicht bindendgMSB

Der Koalitionsausschuss will den Rollout für alle relevanten Messstellen bis Ende 2030 zu über 90 Prozent abschließen, zwei Jahre vor dem heutigen Zieljahr 2032 im MsbG. Dazu kommt ein kostengünstiges „Smart Meter Light“ für Kunden außerhalb des Pflichtrollouts. Ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Marke ist ein Beschluss der Koalition und hat keine Rechtsfolge. Verbindlich bleiben die Quoten des § 45 MsbG, deren Verfehlung die Bundesnetzagentur nach § 76 MsbG verfolgen kann. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Politische Zielmarke; welche Messstellen als relevant gelten und ob die Quote je Messstellenbetreiber gilt, regelt erst die angekündigte MsbG-Novelle.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Rolloutplan, Rahmenverträge und Montagekapazität einen Abschluss des Pflichtrollouts bis Ende 2030 tragen würden; verbindlich wird die Marke erst mit der MsbG-Novelle.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030, Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle

Frist bis31.12.2030

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2030

Netz StromgMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2030 mindestens 90 Prozent der vom 1. Oktober 2028 bis 30. September 2030 neu in Betrieb genommenen Erzeugungsleistung ausgestattet haben, getrennt für Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt und über 100 Kilowatt. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.

  • Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen so aus, dass 90 Prozent der von Oktober 2028 bis September 2030 neu installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2028, erstmals auch über 100 Kilowatt

Q4 2031

1 Frist
Frist bis31.12.2031

EU-Entwurf: intelligente Messsysteme für 50 Prozent aller Endkunden (Art. 18b VO (EU) 2019/943)

Gesetz · noch nicht beschlossengMSB

Nach dem Kommissionsvorschlag COM(2026) 600 sollen intelligente Messsysteme mindestens 50 Prozent aller Endkunden abdecken, 75 Prozent ein Ziel später. Für Mitgliedstaaten mit weniger als 30 Prozent Ausstattung beim Inkrafttreten gelten der 31. Dezember 2031 und der 31. Dezember 2034; Deutschland lag am 30. Juni 2026 bei 5,9 Prozent. Die Kosten-Nutzen-Analyse soll nur noch für den Ausbau über 75 Prozent gelten. Beschlossen ist das nicht.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Nach dem Entwurf richtet sich die Quote an die Mitgliedstaaten, eine Sanktion für Messstellenbetreiber enthält er nicht. Folgen für den grundzuständigen Messstellenbetreiber ergäben sich erst aus einer Umsetzung im MsbG. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Kommissionsvorschlag im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren; Inhalt und Termine können sich in Rat und Parlament ändern. Die Pflicht richtet sich an die Mitgliedstaaten, die Verteilung auf Messstellenbetreiber regelt das nationale Recht.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, was eine Quote auf alle Endkunden statt auf Pflichteinbaufälle für Rolloutplanung, Gerätebeschaffung und Montagekapazität bedeuten würde; verbindlich wird sie erst mit Verordnung und Anpassung des MsbG.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle

Q4 2032

2 Fristen
Frist bis31.12.2032

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle

gMSB

Endmarke des gesetzlichen Rollouts: bis Ende 2032 brauchen 90 Prozent aller auszustattenden Messstellen ein intelligentes Messsystem. Optionale Einbaufälle zählen seit dem EnWRÄndG vom 18. Dezember 2025 auf die Quote ein.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleHat bis Ende 2032 mindestens 90 Prozent aller auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen versehen.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030

Frist bis31.12.2032

Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der gesamten Erzeugungsleistung

Netz StromgMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2032 Messstellen ausgestattet haben, die mindestens 90 Prozent der insgesamt installierten Erzeugungsleistung erfassen, getrennt für Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt und über 100 Kilowatt. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.

Gesetz · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.

  • Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen so aus, dass 90 Prozent der insgesamt installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2030

Wo es eng wird

Drei Bündel, in denen mehrere Fristen dasselbe System und dasselbe Team brauchen. Ein Punkt steht für eine Frist.

Oktober 2026 bis Oktober 2027

MaKo- und EDM-Welle

Team: Marktkommunikation, EDM, IS-U-Betrieb
Gemeinsame Systeme: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

  • 01.10.20263 Fristen, vorbei
  • 01.04.20272 Fristen
  • Termin offen1 Frist
  • Ende September 20271 Frist

4 von 7 Terminen stehen noch an.

Fristen im Einzelnen und warum es eng wird

Mitteilung 56, WiM Gas 2.0 und die MiSpeL-Festlegung sind am 1. Oktober 2026 zusammengefallen. Mitteilung 58 bringt zum 1. April 2027 das neue Redispatch-Format und den Übertragungsweg 1.11, die MiSpeL-Übergangszeit endet Ende September 2027. Der Go-live der einen Fassung und der Projektstart der nächsten fallen in dieselben Wochen.

Dezember 2026 bis Januar 2027

Messwesen zum Jahresende

Team: Grundzuständiger Messstellenbetrieb, Gateway-Administration, Montage
Gemeinsame Systeme: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)

  • 31.12.20264 Fristen
  • 01.01.20273 Fristen

7 von 7 Terminen stehen noch an.

Fristen im Einzelnen und warum es eng wird

Beide 90-Prozent-Quoten des Rollouts und die Fernablesung der Wärmezähler laufen zum Jahresende aus. Im Januar kommen TR-03109-6 Version 2.0 mit der nächsten Rezertifizierung des GWA-Systems und die MUSS+-Anforderungen für neue Gateway-Zertifikate dazu. Alles zieht an denselben Monteuren, demselben GWA-System und denselben Lieferungen von Gateways und Steuerboxen.

Oktober 2026 bis Januar 2027

Netzregulierung und Planung

Team: Regulierungsmanagement, Netzplanung, Netzanschluss
Gemeinsame Systeme: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Kunden- und Netzanschlussportal

  • 14.10.20261 Frist, vorbei
  • 15.10.20261 Frist, vorbei
  • 26.10.20261 Frist
  • 31.10.20261 Frist
  • 31.12.20261 Frist
  • Ende 20262 Fristen
  • 01.01.20271 Frist
  • 30.04.20271 Frist
  • 14.10.20271 Frist
  • 15.10.20271 Frist

9 von 11 Terminen stehen noch an.

Fristen im Einzelnen und warum es eng wird

Netzentgelte am 15. Oktober, Netzausbauplan nach § 14d am 31. Oktober, AgNes-Rahmen und WACC Gas zum Jahresende, das Netzpaket ab Januar 2027. Dieselbe Erlösobergrenzen-Rechnung, dasselbe GIS und meist dieselben wenigen Leute in Regulierung und Netzplanung.

Gilt bereits (16)

Alle 16 anzeigen
Gilt ab01.10.2026

Nutzen statt Abregeln: tägliche Ausschreibung der Abregelungsstrommengen (§ 13k EnWG)

Netz StromÜNBWärmenetz

Seit dem 1. Oktober 2026 vergeben die Übertragungsnetzbetreiber mit Regelzonenverantwortung die Strommengen, die sonst wegen Engpässen im Übertragungsnetz abgeregelt würden, über tägliche wettbewerbliche Ausschreibungen an registrierte zuschaltbare Lasten in Entlastungsregionen. Die pauschale Zuteilung der Erprobungsphase ist beendet. Amprion und TransnetBW weisen zum Start keine Entlastungsregionen aus.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Für die Pflicht aus § 13k EnWG nennt das Gesetz keinen eigenen Bußgeldtatbestand. Die Bundesnetzagentur kann ihre Einhaltung nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur zuschaltbare Lasten in den von den Übertragungsnetzbetreibern ausgewiesenen Entlastungsregionen; ausgeschlossen sind Anlagen mit Vereinbarung nach § 13 Abs. 6a EnWG. Die Mindestleistung je Anlage oder Aggregat darf höchstens 500 kW betragen.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStimmt sich mit dem Übertragungsnetzbetreiber zu Datenaustausch und Zuteilungsvolumen für Entlastungsanlagen im eigenen Netz ab.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleFührt die täglichen Ausschreibungen frühestens zwei Tage und spätestens zwei Stunden vor Handelsschluss der vortägigen Auktion (D-1, 10:00 Uhr) durch, weist Entlastungsregionen aus und registriert die Entlastungsanlagen.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • WärmenetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Power-to-Heat-Anlagen in einer Entlastungsregion als Entlastungsanlage registriert werden und an den Ausschreibungen teilnehmen können.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Gilt ab01.10.2026

Gas: neuer Messstellenbetreiberrahmenvertrag

Netz GasgMSBwMSB

Seit 1. Oktober 2026 gilt der neue Messstellenbetreiberrahmenvertrag Gas; die Festlegung BK7-17-026 ist zum selben Tag widerrufen. Gasnetzbetreiber und alle Messstellenbetreiber schließen den Vertrag in der jeweils gültigen Fassung ab und passen bestehende Verträge an, Gasnetzbetreiber veröffentlichen ihn (BK7-24-01-009, Tenorziffern 13 bis 15).

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt der Beschluss BK7-24-01-009 nicht. Wer den Rahmenvertrag nicht in der gültigen Fassung abschließt oder ihn als Gasnetzbetreiber nicht veröffentlicht (Tenorziffer 15), verstößt gegen eine Festlegung; die Bundesnetzagentur kann das nach § 76 Abs. 1 und 4 MsbG mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleWendet den neuen Messstellenbetreiberrahmenvertrag an und stellt die laufenden Vereinbarungen mit Messstellenbetreibern darauf um.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Kunden- und Netzanschlussportal
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleSchließt den neuen Rahmenvertrag mit den Gasnetzbetreibern ab.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleSchließt den neuen Rahmenvertrag ab, um im Gasnetz weiter Messstellen betreiben zu können.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)

Hängt zusammen mit: GeLi Gas 2.0 gilt

Gilt ab01.10.2026

WiM Gas 2.0 gilt

Netz GasgMSB

Digitalisierte Wechselprozesse im Messwesen Gas, neue Nachrichtenformate.

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen WiM Gas 2.0 setzt die Festlegung BK7-19-001 um. Verstöße kann die Bundesnetzagentur gegenüber Messstellenbetreibern nach § 76 MsbG und gegenüber Netzbetreibern nach § 65 EnWG abstellen lassen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasPflicht der RollePflegt Zuordnung und Stammdaten der Gasmessstellen nach den neuen Wechselprozessen im Messwesen.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleWickelt Messstellenbetreiberwechsel, Gerätewechsel und Messwertübermittlung Gas nach WiM Gas 2.0 ab.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Montage- und Auftragssteuerung, EDM / MDM

Hängt zusammen mit: MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56, GeLi Gas 2.0 gilt

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Gilt ab01.10.2026

MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56

Netz StromNetz GasgMSBLieferant

25 AHB- und MIG-Fassungen zu 13 EDIFACT-Nachrichtentypen, das AS4-Profil 1.2 und die AS4-Regelungen 2.6 gelten seit dem 01.10.2026 verbindlich für alle Marktteilnehmer, die nach den Festlegungen zur Marktkommunikation umsetzungspflichtig sind.

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Fassungen sind nach den Festlegungen zur Marktkommunikation verbindlich. Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG, gegenüber Messstellenbetreibern nach § 76 MsbG, abstellen lassen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG, für Messstellenbetreiber über § 76 Abs. 4 MsbG); wer eine vollziehbare Anordnung nach § 65 EnWG missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Ob das auch für Anordnungen nach § 76 MsbG gilt, ist offen: § 76 Abs. 4 MsbG verweist auf Teil 8 EnWG, § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG nennt aber nur Anordnungen nach dem EnWG, etwa nach § 65, keine nach dem MsbG. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleVerarbeitet die neuen AHB/MIG-Versionen ab 1. Oktober produktiv, darunter UTILMD Strom 2.2 mit der Angabe zur Fernsteuerbarkeit.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities, EDM / MDM
  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleStellt UTILMD Gas auf die Fassung G1.2 um und testet die Gasprozesse gegen die neuen Prüfidentifikatoren.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt MSCONS, ORDERS und UTILMD auf die neuen Fassungen um und passt die AS4-Anbindung an Profil 1.2 an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
  • LieferantPflicht der RolleVerarbeitet Wechsel-, Stammdaten- und Rechnungsnachrichten in den neuen Fassungen und klärt Ablehnungen über APERAK.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities, Netznutzungs- und Kundenabrechnung

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Gilt ab02.08.2026

EU AI Act: Transparenzpflichten nach Art. 50

Gesamthaus

Seit dem 02.08.2026 gelten die Transparenzpflichten nach Art. 50: Ein Chat- oder Voicebot muss als KI erkennbar sein, erzeugte Inhalte sind maschinenlesbar zu kennzeichnen. Für Systeme, die vorher in Verkehr kamen, gilt die Kennzeichnung nach Abs. 2 ab dem 02.12.2026.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Verstöße gegen die Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO können nach Art. 99 Abs. 4 Buchst. g KI-VO mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden, bei KMU und kleinen Midcaps mit dem niedrigeren Betrag. Zuständig ist in der Regel die Bundesnetzagentur (§§ 2, 17 KI-MIG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Art. 50 trennt nach Rolle: Anbieter sorgen dafür, dass Menschen einen Chatbot als KI erkennen (Abs. 1) und erzeugte Inhalte maschinenlesbar markiert sind (Abs. 2). Betreiber informieren bei Emotionserkennung und legen Deepfakes offen (Abs. 3 und 4).

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft, welche Systeme mit Kunden sprechen oder Texte, Bilder und Audio erzeugen, und setzt Hinweis und Kennzeichnung nach Art. 50 um.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots
Gilt ab29.07.2026

KI-MIG: Bundesnetzagentur wird Marktüberwachungsbehörde

Gesamthaus

Für KI-Systeme in kritischer Infrastruktur und im Personalmanagement ist die Bundesnetzagentur Aufsicht, Anlaufstelle und Beschwerdestelle. Wer KI im Netzbetrieb oder in der Kundenbetreuung einsetzt, hat damit einen deutschen Adressaten für Nachweise und Beschwerden.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Das KI-MIG setzt Unternehmen keine eigene Frist. Es macht die Bundesnetzagentur seit dem 29.07.2026 zur Marktüberwachungs- und Bußgeldbehörde für die KI-VO (§§ 2, 11, 17 KI-MIG); falsche oder unvollständige Auskünfte an sie können nach Art. 99 Abs. 5 KI-VO mit bis zu 7,5 Mio. Euro oder 1 % des Weltumsatzes geahndet werden. Rechtsgrundlage ↗

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenbetroffenRichtet KI-Dokumentation und Nachweise an der Bundesnetzagentur als zuständiger Marktüberwachung aus.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots
Gilt ab01.07.2026

Standardisierte Messstellenverträge für gMSB

Netz StromgMSBwMSBLieferant

BK6-24-125: Seit 1. Juli 2026 schließen grundzuständige Messstellenbetreiber Messstellenverträge nur noch nach den Standardverträgen MSV-AN und MSV-LF und veröffentlichen sie mit Abschlussmöglichkeit in Textform. Stromnetzbetreiber und alle Messstellenbetreiber schließen den Messstellenbetreiberrahmenvertrag (MSB-RV) in der geänderten Fassung und passen bestehende Verträge an.

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt die Festlegung BK6-24-125 nicht. Die Bundesnetzagentur kann nach § 76 Abs. 1 MsbG verlangen, ein festlegungswidriges Verhalten abzustellen, und das mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleSchließt neue Messstellenbetreiberrahmenverträge nach dem angepassten MSB-RV, passt bestehende Verträge an und veröffentlicht den MSB-RV mit Abschlussmöglichkeit in Textform auf der eigenen Internetseite.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleSchließt Messstellenverträge mit Anschlussnutzern und Lieferanten nach den Standardverträgen MSV-AN und MSV-LF und veröffentlicht beide mit Abschlussmöglichkeit in Textform auf der eigenen Internetseite.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities, Kunden- und Netzanschlussportal
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleSchließt den Messstellenbetreiberrahmenvertrag mit dem Netzbetreiber nach der angepassten Fassung oder passt den bestehenden Vertrag an.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • LieferantbetroffenSchließt mit dem grundzuständigen Messstellenbetreiber den standardisierten Messstellenvertrag MSV-LF.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Gilt ab01.06.2026

Energy Sharing nach § 42c EnWG

Netz StromLieferant

Seit dem 1. Juni 2026 muss Energy Sharing im eigenen Bilanzierungsgebiet möglich sein. Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur genügt dafür das Dienstleistungsmodell über Lieferanten, Netzbetreiber müssen nichts weiter umsetzen.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand fehlt. Ermöglicht ein Verteilnetzbetreiber die gemeinsame Nutzung nach § 42c Abs. 4 EnWG nicht, kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG Abhilfe anordnen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur erfüllt das Dienstleistungsmodell über Lieferanten die Pflicht bereits. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt nach § 42c Abs. 4 Nr. 1 EnWG sicher, dass Energy Sharing im eigenen Bilanzierungsgebiet möglich ist; nach Mitteilung Nr. 73 genügt dafür das Dienstleistungsmodell.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenEntscheidet, ob Energy Sharing als Dienstleistung angeboten wird, und regelt dann Zuordnung, Bilanzierung und Reststrom vertraglich.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, EDM / MDM
Gilt ab01.04.2026

GeLi Gas 2.0 gilt

Netz GasLieferant

Neue Lieferantenwechselprozesse im Gas, UTILMD Gas 1.1.

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verstöße gegen die Festlegung BK7-19-001 (GeLi Gas 2.0) kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG abstellen lassen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG); wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleWickelt Lieferantenwechsel Gas nach GeLi Gas 2.0 mit den neuen UTILMD-Gas-Fassungen ab.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • LieferantPflicht der RolleMeldet Gaskunden nach den neuen Wechselprozessen an und ab und verarbeitet die Antworten automatisiert.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Gilt ab17.03.2026

KRITIS-Dachgesetz in Kraft

Gesamthaus

Physische Resilienz kritischer Anlagen: Registrierung bei BBK und BSI, Resilienzpläne. Die ursprüngliche Registrierungsfrist wurde gestrichen, die Rechtsverordnung legt die neue fest.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Wer die Registrierung nach § 8 Abs. 1 KRITISDachG nicht, falsch oder verspätet übermittelt, handelt nach § 24 KRITISDachG ordnungswidrig: bis 100.000 Euro, bei Verstoß gegen eine Anordnung des BBK bis 1 Mio. Euro. Die Resilienzpflichten selbst sind nicht bußgeldbewehrt; für Strom, Gas und Wasserstoff kann die Bundesnetzagentur nach § 5f Abs. 6 EnWG Abhilfe anordnen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für Betreiber kritischer Anlagen. Schwellenwerte und Registrierungsfrist legt erst die Rechtsverordnung zum KRITIS-Dachgesetz fest.

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft, welche Anlagen in Strom, Gas, Wärme und Wasser unter das KRITIS-Dachgesetz fallen, und bereitet Registrierung und Resilienzplan vor.Typisch betroffen: ISMS und Sicherheitsbetrieb
Gilt ab01.01.2026

Lieferantenwechsel in 24 Stunden: gesetzliche Pflicht seit 2026

Netz StromNetz GasgMSBLieferant

Seit 1. Januar 2026 muss der technische Vorgang des Energielieferantenwechsels binnen 24 Stunden vollzogen und an jedem Werktag möglich sein (§ 20a Abs. 2 Satz 4 EnWG); Energie umfasst nach § 3 Nr. 31 EnWG auch Gas und Wasserstoff. Die Prozesse dafür hat die Bundesnetzagentur bisher nur für Strom festgelegt (sternförmiger Wechsel über die MaLo-ID, BK6-22-024); die Wechselprozesse Gas hat sie in BK7-24-01-009 nicht geändert.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Bundesnetzagentur kann die Einhaltung von § 20a Abs. 2 EnWG und der Festlegung BK6-22-024 nach § 65 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG). Betroffene Kunden und Marktpartner können nach § 32 EnWG Beseitigung, Unterlassung und bei Verschulden Schadensersatz verlangen. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleBestätigt An- und Abmeldungen im 24-Stunden-Takt und hält die Stammdaten zur MaLo-ID aktuell.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities, EDM / MDM
  • Netzbetreiber GasAnwendbarkeit prüfenPrüft, wie der gesetzliche 24-Stunden-Wechsel im Gas umgesetzt wird, solange die Wechselprozesse Gas nicht angepasst sind.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt Messwerte und Stammdaten so schnell bereit, dass der Wechsel binnen 24 Stunden durchläuft.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
  • LieferantPflicht der RolleWickelt den Lieferantenwechsel über die MaLo-ID binnen 24 Stunden an jedem Werktag ab.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Gilt ab23.12.2025

Stromlieferanten: Pflicht zu angemessenen Absicherungsstrategien (§ 5 Abs. 4a EnWG)

Lieferant

Stromlieferanten, die Haushaltskunden beliefern, müssen angemessene Absicherungsstrategien gegen Großhandelspreisrisiken haben und befolgen. Die Bundesnetzagentur kann die Strategien jederzeit anfordern und Anpassungen verlangen.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Bundesnetzagentur kann die Absicherungsstrategie nach § 5 Abs. 4a Satz 3 EnWG jederzeit anfordern und Anpassungen verlangen. Ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht gewährleistet, kann sie die Belieferung nach § 5 Abs. 5 EnWG ganz oder teilweise untersagen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Alle Stromlieferanten mit Haushaltskunden.

  • LieferantPflicht der RolleLieferanten dokumentieren Beschaffungs- und Absicherungsstrategie so, dass sie auf Anforderung der Bundesnetzagentur vorgelegt werden kann.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
Gilt ab06.12.2025

NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft

Gesamthaus

Gilt seit dem 06.12.2025 ohne allgemeine Umsetzungsfrist: Registrierung binnen drei Monaten (§ 33 BSIG; Netzbetreiber ohne NIS2-Status bis 06.03.2026 nach § 5d Abs. 4 EnWG), Risikomanagement, Meldung binnen 24 und 72 Stunden, Geschäftsleiterhaftung.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Für Energienetze und Energieanlagen gelten statt der BSIG-Pflichten die §§ 5c bis 5e EnWG. Verstöße nach § 95 Abs. 1 Nr. 3b bis 3e EnWG kosten nach § 95 Abs. 2 bis 4 EnWG bis 10 Mio. Euro bei besonders wichtigen und bis 7 Mio. Euro bei wichtigen Einrichtungen, bei mehr als 500 Mio. Euro Umsatz bis 2 % oder 1,4 % des Weltumsatzes. Eine versäumte Registrierung nach § 33 BSIG kann bis zu 500.000 Euro kosten (§ 65 Abs. 2 Nr. 6 BSIG). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Gilt für wichtige und besonders wichtige Einrichtungen nach BSIG. Maßgeblich sind Sektor, Beschäftigtenzahl, Umsatz und Bilanzsumme sowie der Status als Betreiber kritischer Anlagen.

  • Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft die Einstufung als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung, registriert sich beim BSI und richtet Risikomanagement und Meldewege ein.Typisch betroffen: ISMS und Sicherheitsbetrieb
Gilt ab01.04.2025

§ 14a EnWG Modul 3: zeitvariables Netzentgelt anbieten und abrechnen

Netz StromgMSBLieferant

Verteilnetzbetreiber bieten Betreibern steuerbarer Verbrauchseinrichtungen seit dem 1. April 2025 ein zeitvariables Netzentgelt mit drei Tarifstufen an und rechnen es ab. Tarifstufen und Anwendungsquartale stehen jährlich auf dem Preisblatt. Seit Mai 2026 leitet die Bundesnetzagentur Vollstreckungsverfahren gegen Netzbetreiber ein, die Modul 3 nicht oder unzureichend umsetzen.

Festlegung · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Bundesnetzagentur setzt die Festlegung BK8-22/010-A mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durch (1.000 Euro bis 10 Millionen Euro) und nennt die betroffenen Unternehmen öffentlich (§ 74 EnWG); bis zum 13.10.2026 hat sie vier Netzbetreibern ein Zwangsgeld angedroht, festgesetzt hat sie noch keines. In dieser Liste stehen nur Netzbetreiber, Lieferantenpflichten aus §§ 40 und 41 EnWG hat die Bundesnetzagentur 2026 aber mit festgesetzten Zwangsgeldern durchgesetzt (gegen einen Stromlieferanten 100.000 Euro am 31.03.2026 und 175.000 Euro am 31.07.2026, Az. 4.07.01/8#2, nicht bestandskräftig). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Marktlokationen mit steuerbarer Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG, intelligentem Messsystem und ohne registrierende Leistungsmessung. Modul 3 ist nur in Ergänzung zu Modul 1 wählbar.

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleBietet Modul 3 an, weist Hochlast-, Standard- und Niedriglasttarifstufe samt Anwendungsquartalen auf dem Preisblatt aus und rechnet das zeitvariable Netzentgelt mit dem Netznutzer ab, wenn Modul 3 gewählt ist.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Regulierungsmanagement, Controlling
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenHinterlegt auf Bestellung des Netzbetreibers die Zählzeiten für Modul 3 im intelligenten Messsystem und meldet die Konfiguration zurück.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
  • LieferantPflicht der RolleWeist bei Lieferverträgen mit Netzentgelt die Netzentgeltreduzierung nach Modul 1 und die Summe der Netzentgelte je Tarifstufe aus Modul 3 in der Rechnung separat aus. Die Modulwahl läuft in der Praxis meist über den Lieferanten, der Zählzeiten und Abrechnungsdaten beim Netzbetreiber bestellt.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Gilt ab25.02.2025

Solarspitzengesetz: keine EEG-Zahlung bei negativen Preisen für Neuanlagen

Netz StromDirektvermarktungErzeugung

Für Anlagen, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb gegangen sind, sinkt der anzulegende Wert in jedem Zeitraum mit negativem Spotmarktpreis auf null. Anlagen unter 100 kW sind erst ab dem Ende des Jahres erfasst, in dem ein intelligentes Messsystem eingebaut wird.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Für Zeiträume mit negativem Spotmarktpreis sinkt der anzulegende Wert nach § 51 Abs. 1 EEG auf null, ein Zahlungsanspruch entsteht nicht; § 51a EEG verlängert dafür den Vergütungszeitraum. Wer in der Ausfallvergütung die in solchen Zeiträumen eingespeiste Menge nicht nach § 51 Abs. 3 EEG mitteilt, verliert 5 Prozent des Monatsanspruchs je betroffenem Tag. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: EEG-Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 25.02.2025 sowie Bestandsanlagen, die freiwillig wechseln.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber bilden die Kürzung und die Verlängerung des Vergütungszeitraums in der EEG-Abrechnung ab.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
  • DirektvermarkterbetroffenDirektvermarkter passen Vermarktungsverträge und Abregelungslogik an, weil die Marktprämie bei negativen Preisen entfällt.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung, Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Pflicht der RolleAnlagenbetreiber rechnen für Neuanlagen ohne Vergütung in Viertelstunden mit negativem Preis und prüfen Fahrweise, Speicher und Abregelung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Gilt ab27.05.2023

MsbG § 3 Abs. 3a: verlangte Änderung der Messeinrichtung binnen eines Monats

gMSBwMSB

Verlangt ein Anschlussnehmer oder Anschlussnutzer eine Änderung oder Ergänzung der Messeinrichtung im Niederspannungsnetz, etwa für eine Kaskadenschaltung, setzt der Messstellenbetreiber sie spätestens einen Monat nach Auftragseingang um. Nach sechs Wochen darf der Anschlussnehmer die Arbeiten auf eigene Kosten durch einen fachkundigen Dritten vornehmen lassen.

Gesetz · gilt

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach sechs Wochen darf der Anschlussnehmer die Arbeiten durch einen fachkundigen Dritten vornehmen lassen (§ 3 Abs. 3a Satz 2 MsbG). Die Bundesnetzagentur kann die Einhaltung nach § 76 MsbG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG); eine Unterlassungsklage eines Verbands scheiterte, weil die Vorschrift nach OLG Schleswig (13.11.2025, 6 U 36/24) weder Marktverhaltensregelung noch Verbraucherschutzgesetz ist. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Messeinrichtungen im Niederspannungsnetz. Die Frist gilt nicht, wenn ein Smart-Meter-Gateway bereits Bestandteil der Messstelle ist (§ 3 Abs. 3a Satz 6 MsbG).

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleSetzt verlangte Änderungen oder Ergänzungen an Messeinrichtungen, etwa für Kaskadenschaltungen, binnen eines Monats nach Auftragseingang um.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung
  • Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleSetzt verlangte Änderungen oder Ergänzungen an den eigenen Messeinrichtungen binnen eines Monats nach Auftragseingang um.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung

Abgelaufene Termine (11)

Verstrichene Stichtage, beendete Konsultationen und gefasste Beschlüsse. Was daraus als Pflicht weiterläuft, steht unter „Gilt bereits“ oder als eigene Frist im Kalender.

Alle 11 anzeigen
Zielmarke31.12.2026

§ 14a-Steuerung: Zielmarke funktionsfähige Steuerung

gestrichenNetz StromgMSB

Nach der Vier-Stufen-Systematik der Technischen Studie 2.0 soll bis Ende 2026 die funktionsfähige Steuerung mit Kernprozessen für erste Steueranwendungen stehen. Eine Frist im MsbG ist das nicht.

  • Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBaut Prozesse auf, um Steuerbefehle an § 14a-Anlagen über den Messstellenbetreiber abzusetzen.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenRichtet Steuerung über Smart-Meter-Gateway und Steuerbox für erste § 14a-Anwendungen ein; die Marke ist ein Zielwert, keine gesetzliche Frist.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)

Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025, MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56

Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende

Frist bis25.10.2026

Umlagen 2027: Veröffentlichung durch die Übertragungsnetzbetreiber

Gesetz · Termin verstrichenNetz StromÜNBLieferant

Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen bis zum 25. Oktober die KWKG-Umlage und die Offshore-Netzumlage für 2027. Lieferanten und Netzbetreiber übernehmen die Werte in Preisblätter und Netzentgeltabrechnung.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Bundesnetzagentur überwacht die Veröffentlichung nach § 62 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a EnFG und kann sie mit den Befugnissen des EnWG anordnen. Wer eine vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 63 Abs. 1 Nr. 2 EnFG ordnungswidrig; die Geldbuße kann bis zu 200.000 Euro betragen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Übertragungsnetzbetreiber; mittelbar alle Stromlieferanten und Stromverteilernetzbetreiber.

  • Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber setzen die Umlagen als Aufschlag auf die Netzentnahme in den Preisblättern 2027 an.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
  • ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleÜbertragungsnetzbetreiber veröffentlichen die Umlagen für 2027 fristgerecht auf der gemeinsamen Internetseite.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
  • LieferantbetroffenLieferanten übernehmen die Umlagen in die Preiskalkulation 2027 und in Preisänderungsschreiben.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Stellungnahme bis21.10.2026

Redispatch ohne bilanziellen Ausgleich: Ende der Konsultation zum Aufwendungsersatz

Konsultation · beendetNetz StromBilanzkreisErzeugung

Die Beschlusskammer 8 konsultiert, wie Verteilnetzbetreiber Aufwendungen erstatten, wenn sie Redispatch-Maßnahmen nicht gezielt bilanziell ausgleichen. Stellungnahmen bis 21. Oktober 2026, die Festlegung ist bis Jahresende angestrebt.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Stellungnahmen sind freiwillig. Wer bis zum 21.10.2026 nichts einreicht, bringt seine Einwände in diese Konsultation nicht mehr ein; danach veröffentlicht die Beschlusskammer 8 die finale Festlegung. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenKann bis 21. Oktober zum Entwurf Stellung nehmen und rechnet vor, welche Erstattungen ohne gezielten bilanziellen Ausgleich anfallen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • BilanzkreisverantwortlicherAnwendbarkeit prüfenPrüft, wie sich der Aufwendungsersatz auf die Bilanzkreise auswirkt.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
  • Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenPrüft, ob die Erstattung bei abgerufenen Anlagen anders berechnet wird.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR

Hängt zusammen mit: Redispatch 2.0: Wahl der Abrechnungsvariante für 2027

Stellungnahme bis16.10.2026

Regelleistung aFRR an der tschechischen Grenze: Ende der Konsultation zur Kapazitätsmethode

Konsultation · beendetÜNB

Die Beschlusskammer 6 konsultiert den Vorschlag der Übertragungsnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich und Tschechien, die probabilistische Methode zur Verfügbarkeit grenzüberschreitender Kapazität für den Austausch von aFRR zu ändern. Stellungnahmen bis 16. Oktober 2026.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme ist freiwillig. Wer bis zum 16.10.2026 nicht Stellung nimmt, bringt seine Einwände in dieses Verfahren nicht ein; verbindlich wird erst die von der Bundesnetzagentur genehmigte Methode. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft die Regelzonen mit Grenze zu Tschechien; die aFRR-Kooperation zwischen Deutschland und Österreich bleibt unberührt.

  • ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenHat den Änderungsvorschlag mit den Übertragungsnetzbetreibern aus Österreich und Tschechien vorgelegt und wendet die genehmigte Methode an der tschechischen Grenze an.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
Frist bis15.10.2026

Netzentgelte 2027: Veröffentlichung bis 15. Oktober

Gesetz · Termin verstrichenNetz StromNetz GasLieferant

Betreiber von Strom- und Gasverteilernetzen veröffentlichen die Netzentgelte für 2027 im Internet. Stehen die Entgelte am Stichtag noch nicht fest, ist die voraussichtliche Höhe aus der Erlösobergrenze zu veröffentlichen.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion für eine verspätete Veröffentlichung nennt § 20 EnWG nicht. Die Regulierungsbehörde kann sie nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StromPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Strom 2027 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
  • Netzbetreiber GasPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Gas 2027 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
  • LieferantbetroffenÜbernimmt die neuen Netzentgelte in Preiskalkulation und Kundenkommunikation für 2027.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Frist bis14.10.2026

EE-Netzkostenwälzung: verbindliche Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber

Festlegung · Termin verstrichenNetz StromÜNB

Verteilnetzbetreiber mit berechtigten Mehrkosten aus dem Ausbau erneuerbarer Energien melden die Wälzung für 2027 verbindlich an ihren Übertragungsnetzbetreiber. Die Frist endet am letzten Werktag vor dem 15. Oktober.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Nach Tenorziffer 5 b der Festlegung BK8-24-001-A entfällt bei verspäteter Meldung die Erstattung des Wälzungsbetrags für 2027 durch den Übertragungsnetzbetreiber; Korrekturen sind danach nicht mehr möglich. Das gilt auch, wenn nur die Meldung an die Regulierungsbehörde zum 1. Oktober fristgerecht war. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Nur Verteilnetzbetreiber, die nach der Festlegung BK8-24-001-A eine besondere Belastung aus dem Anschluss erneuerbarer Energien geltend machen.

  • Netzbetreiber StrombetroffenNetzbetreiber mit berechtigten EE-Mehrkosten melden den Wälzungsbetrag für 2027 verbindlich an den Übertragungsnetzbetreiber.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
  • ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenÜbertragungsnetzbetreiber nehmen die Meldungen entgegen und rechnen die Wälzung in die bundesweite Verteilung ein.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling

Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung

Beschluss01.10.2026

MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten

Netz StromgMSBLieferantSpeicherLadepunkte

Die Bundesnetzagentur hat die Festlegung am 1. Oktober 2026 beschlossen (Az. 618-25-02). Abgrenzungsoption und Pauschaloption regeln, wie bei Speichern und Ladepunkten in gemischter Nutzung die Strommengen für EEG-Förderung und Umlageprivilegien getrennt werden.

Festlegung · beschlossen

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Marktprämie und Umlageprivilegien für gemischt genutzte Speicher und Ladepunkte gibt es nur, wenn die Strommengen nach Anlage 1 (Abgrenzungsoption) oder Anlage 2 (Pauschaloption) der Festlegung bestimmt und nachgewiesen werden (Tenorziffern 1 bis 4). Bis zum 30.09.2027 geht das nur im Einverständnis von Netz- und Messstellenbetreiber (Tenorziffer 9 a). Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Betrifft Standorte mit Speichern oder Ladepunkten, die Netzstrom zwischenspeichern, mit oder ohne eigene, auch ungeförderte Erzeugungsanlage. In der Übergangszeit bis Ende September 2027 setzt die Nutzung beider Optionen das Einverständnis von Netzbetreiber und Messstellenbetreiber voraus, die Pauschaloption zusätzlich die beihilferechtliche Genehmigung der gesetzlichen Grundlage.

  • Netzbetreiber StrombetroffenWickelt die Abgrenzungs- und die Pauschaloption für Speicher und Ladepunkte im eigenen Netz ab und passt Messkonzepte und Abrechnung daran an.Typisch betroffen: EDM / MDM, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt die viertelstündliche Messung bereit, die die Abgrenzungsoption an Speicher- und Ladepunktstandorten verlangt.Typisch betroffen: EDM / MDM, Montage- und Auftragssteuerung
  • LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, wie die gemischte Nutzung von Speichern in Bilanzierung und Kundenabrechnung einfließt.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
  • SpeicherbetreiberbetroffenWählt zwischen Abgrenzungsoption und Pauschaloption und klärt, welche Messung und welche Nachweise die gewählte Option verlangt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, EDM / MDM
  • LadepunktbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Ladepunkte in gemischter Nutzung unter die Optionen fallen und welche Messung dafür nötig ist.Typisch betroffen: Ladebackend (OCPP, PKI), EDM / MDM

Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle

Stellungnahme bis28.09.2026

Szenariorahmen 2027: Ende der Konsultation

Konsultation · beendetNetz StromNetz Gas

Verteilnetzbetreiber und Stadtwerke können die Entwürfe zu Strom und Gas/Wasserstoff kommentieren. Die Annahmen setzen den Rahmen für den Netzentwicklungsplan.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme war freiwillig. Wer bis zum 28.09.2026 nichts eingereicht hat, hat seine Annahmen nicht in die Szenariorahmen 2027 eingebracht, die Grundlage der Netzentwicklungspläne sind. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenKonnte die Annahmen zu Last, Erzeugung und Speichern im Szenariorahmen Strom bis zum 28. September 2026 kommentieren.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
  • Netzbetreiber GasbetroffenKonnte den Szenariorahmen Gas und Wasserstoff kommentieren, der die Umstellung der Verteilnetze mitbestimmt.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Stellungnahme bis18.09.2026

AgNes: Ende der Konsultation zur Netzentgeltreform

Konsultation · beendetNetz Strom

Stellungnahmen zur neuen Netzentgeltsystematik Strom bei der Großen Beschlusskammer, Rahmenfestlegung Ende 2026.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme war freiwillig. Wer bis zum 18.09.2026 nichts eingereicht hat, bringt seine Einwände in diese Konsultation nicht mehr ein; die Festlegung soll noch 2026 beschlossen werden. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber StrombetroffenKonnte bis 18. September zum Entwurf der neuen Netzentgeltsystematik Strom Stellung nehmen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Stellungnahme bis14.09.2026

WACC Gas: Ende der Konsultation zur Kapitalverzinsung

Konsultation · beendetNetz Gas

Gasverteilernetzbetreiber können den Festlegungsentwurf zur pauschalierten Kapitalverzinsung kommentieren. Der Entwurf sieht eine Rate von 3,76 Prozent für die Erlösobergrenzen ab 2028 vor; verbindlich wird sie erst mit der Festlegung.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme war freiwillig. Wer bis zum 14.09.2026 nicht kommentiert hat, hat seine Einwände in dieses Verfahren nicht eingebracht; verbindlich wird der Zinssatz erst mit der Festlegung. Rechtsgrundlage ↗

  • Netzbetreiber GasbetroffenKonnte bis 14. September zum Festlegungsentwurf Stellung nehmen und rechnet die Erlösobergrenzen ab 2028 mit der Entwurfsrate vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Frist bis31.12.2025

Smart-Meter-Rollout: 20 Prozent der Pflichteinbaufälle

Gesetz · Termin verstrichengMSB

Grundzuständige Messstellenbetreiber mussten bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent aller auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen versehen. Seit März 2026 hat die Bundesnetzagentur gegen 434 Unternehmen, die die Quote verfehlt haben, Aufsichtsverfahren eingeleitet; 150 davon waren bis zum 21.09.2026 eingestellt.

Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG); solche Verfahren laufen seit März 2026. Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗

Anwendbarkeit: Die Quote zählt die Pflichteinbaufälle nach § 30 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 und Absatz 2 MsbG, also Letztverbraucher mit 6.000 bis 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch und steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Maßgeblich ist die Gesamtzahl der Messstellen in allen Netzgebieten der Grundzuständigkeit.

  • Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleWeist der Bundesnetzagentur nach, dass mindestens 20 Prozent der Pflichteinbaufälle mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sind, und arbeitet ein laufendes Aufsichtsverfahren ab.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities

Zusammenarbeit

Welche dieser Fristen trifft Ihr Programm?

Dreißig Minuten zu Ihrer Marktrolle und Ihrer nächsten Frist: welche Prozesse, Systeme und Daten dranhängen und in welcher Reihenfolge es sich lösen lässt. Auf Wunsch danach eine Seite Umsetzungslandkarte. Ob eine Pflicht für Ihr Haus gilt, klärt Ihre Rechtsberatung, nicht dieses Gespräch.

Energie und Messtechnik seit 2010 · innobu GmbH seit 2014 · Sitz in Schleswig-Holstein

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Bedingungen für den Umsetzungs-Check