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Fristenkalender Energiewende
In den nächsten 90 Tagen stehen 31 Termine an. Suchen Sie nach einem Stichwort oder wählen Sie eine Marktrolle.
- Stand: 26.10.2026
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Fristen
Anstehende Fristen
81 anstehende FristenKalender abonnierenoder als Datei laden (ICS)nur für die gewählte Rolle
Einordnung für typische Marktrollen, keine Prüfung Ihres Einzelfalls und keine Rechtsberatung. Ob eine Pflicht für Ihr Unternehmen gilt (Schwellenwerte, Ausnahmen), klären Sie mit Ihrer Rechtsabteilung oder Rechtsberatung. Der Kalender ersetzt keine eigene Fristenprüfung.
Was die Angaben in der Zeile bedeuten
Jede Frist zeigt, was für ein Termin es ist (gilt ab, Frist bis, Stellungnahme bis, Beschluss) und wie verbindlich er ist. Steht in der Zeile kein Hinweis, ist der Termin beschlossen: Gesetz, Festlegung oder technische Regel sind verabschiedet, das Detail nennt die Grundlage. „Noch nicht beschlossen“ ist ein Entwurf, der Termin kann noch wandern. Konsultationen und Zielmarken verpflichten niemanden. Ein gefüllter Punkt steht für einen beschlossenen Termin, ein Ring für einen offenen oder unverbindlichen. Der Filter „Stufe“ bezieht sich auf die gewählte Marktrolle; ohne Rolle zeigt er jede Frist, bei der eine Rolle diese Stufe hat.
Keine Frist zu . Versuchen Sie einen kürzeren Begriff oder alle Rollen.
Q4 2026
20 FristenStellungnahme bis26.10.2026Effizienzvergleich Strom: Ende der Konsultation zur Datenerhebung
Die Beschlusskammer 8 konsultiert, welche Daten Stromverteilnetzbetreiber für den Effizienzvergleich der fünften Regulierungsperiode liefern. Stellungnahmen bis 26. Oktober 2026, die Erhebung selbst folgt danach.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Stellungnahme ist freiwillig. Wer bis zum 26.10.2026 nicht Stellung nimmt, bringt seine Einwände in dieses Verfahren nicht ein; welche Daten zu liefern sind, wird erst mit der Festlegung verbindlich. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber, die nicht am vereinfachten Verfahren oder am Kleinstnetzbetreiberverfahren teilnehmen.
- Netzbetreiber StrombetroffenKann bis 26. Oktober zum Datenkatalog Stellung nehmen und prüft, aus welchen Systemen die Daten kommen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Hängt zusammen mit: NEST: fünfte Regulierungsperiode Strom
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.10.2026Netzausbauplan nach § 14d EnWG: Vorlage zum 31. Oktober 2026
Verteilnetzbetreiber mit 100.000 oder mehr Kunden legen der Bundesnetzagentur zum 31. Oktober 2026 ihren Netzausbauplan vor, nach den Plänen 2024 erstmals im gesetzlichen Zweijahresrhythmus. Kleinere Betreiber trifft das nur bei mehr als 3 Prozent Abregelung von Wind an Land oder Solar in beiden Vorjahren.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 14d EnWG nicht. Die Regulierungsbehörde kann die Vorlage nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur für Verteilnetzbetreiber mit 100.000 oder mehr Kunden. Kleinere Betreiber nur, wenn in den beiden Vorjahren jeweils mehr als 3 Prozent der möglichen Wind- oder Solarerzeugung abgeregelt wurden.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenPrüft Kundenzahl und Abregelungsquote; falls erfasst, legt er den Plan mit Engpassanalyse und Maßnahmen bei der BNetzA vor.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.10.2026Engpasserlöse 2027: geplante Verwendung an die Bundesnetzagentur melden
Übertragungsnetzbetreiber übermitteln der Bundesnetzagentur bis zum 31. Oktober, wie sie die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Kapazität im Jahr 2027 verwenden wollen. Grundlage ist Artikel 4 der ACER-Methodik zur Verwendung von Engpasserlösen nach Artikel 19 der Verordnung (EU) 2019/943.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion sieht die ACER-Methodik nicht vor. Die Bundesnetzagentur entscheidet bis zum 31. Dezember über die Verwendung und kann Änderungen verlangen; die Mitteilungspflicht kann sie nach § 56 Abs. 1 Satz 2 und § 94 EnWG mit Zwangsgeld von 1.000 bis 10 Millionen Euro durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber, die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Übertragungskapazität erzielen. Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag; nach § 31 Abs. 3 VwVfG, auf den der Fristenkalender verweist, endet die Frist am Montag, 2. November 2026.
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleÜbermittelt der Bundesnetzagentur bis zum 31. Oktober die geplante Verwendung der Engpasserlöse für 2027.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Zum Artikel → Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.10.2026Grundzuständige Messstellenbetreiber: Leistungen und Preisblätter bis 31. Oktober veröffentlichen
Grundzuständige Messstellenbetreiber veröffentlichen jedes Jahr bis zum 31. Oktober den Umfang ihrer Ausstattungspflichten nach § 29 MsbG, ihre Standard- und möglichen Zusatzleistungen sowie Preisblätter mit voraussichtlichen jährlichen Preisen für mindestens drei Jahre (§ 37 Abs. 1 MsbG). Preise für Zusatzleistungen sind mindestens alle zwei Jahre zu überprüfen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Das MsbG nennt für eine fehlende Veröffentlichung keine eigene Sanktion. Die Bundesnetzagentur kann sie nach § 76 Abs. 2 MsbG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG); ob die Missachtung einer solchen Anordnung auch als Ordnungswidrigkeit nach § 95 EnWG geahndet werden kann, ist offen: § 76 Abs. 4 MsbG verweist zwar auf Teil 8 EnWG und damit auch auf § 95, § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG nennt aber nur Anordnungen nach dem EnWG, etwa nach § 65, keine nach dem MsbG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt nur für grundzuständige Messstellenbetreiber. Die Ankündigung des Einbaus beim einzelnen Kunden regelt § 37 Abs. 2 MsbG (spätestens drei Monate vorher).
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleVeröffentlicht Ausstattungsumfang, Standard- und Zusatzleistungen und Preisblätter für mindestens drei Jahre auf der eigenen Internetseite.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Regulierungsmanagement, Controlling
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 26.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis02.11.2026EEG-Ausschreibung Windenergie an Land: Gebotstermin 1. November 2026
Gebote für Windenergieanlagen an Land müssen bis zum Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen; weil der 1. November 2026 ein Sonntag ist, endet die Abgabefrist am Montag, 2. November 2026, um 24 Uhr. Das Volumen liegt laut Bundesnetzagentur bei rund 2.495 MW, der Höchstwert 2026 bei 7,25 Cent pro Kilowattstunde.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Gebote müssen spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen (§ 30a Abs. 2 EEG); geöffnet werden nur fristgerechte Gebote (§ 32 Abs. 1 Satz 2 EEG), ein verspätetes bleibt in dieser Runde ohne Zuschlag. Ausgeschlossen wird auch ein Gebot, für das Gebühr oder Sicherheit bis dahin nicht vollständig geleistet ist (§ 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Projektierer und Betreiber von Windenergieanlagen an Land mit Genehmigung nach BImSchG, die bis zum 5. Oktober 2026 erteilt und im Marktstammdatenregister gemeldet war.
- DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter bereiten Vermarktungsangebote für bezuschlagte Projekte vor.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit genehmigten Windprojekten prüfen Teilnahme, Gebotswert und Sicherheitsleistung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Erzeugung & Direktvermarktung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis20.11.2026Preisänderung zum 1. Januar 2027: Bekanntgabefrist in der Grundversorgung
Grundversorger, die ihre Allgemeinen Preise zum 1. Januar 2027 ändern, müssen dies spätestens sechs Wochen vorher öffentlich bekanntgeben, brieflich mitteilen und im Internet veröffentlichen. Für Haushaltskunden mit Sonderverträgen gilt nach § 41 Abs. 5 EnWG eine Frist von einem Monat.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Eine Änderung der Allgemeinen Preise wird nach § 5 Abs. 2 StromGVV und GasGVV erst wirksam, wenn sie mindestens sechs Wochen vorher öffentlich bekanntgegeben wurde; bei späterer Bekanntgabe gilt der neue Preis nicht ab dem 01.01.2027. Für Sonderverträge mit Haushaltskunden verlangt § 41 Abs. 5 EnWG einen Monat Vorlauf, eine ausdrückliche Rechtsfolge nennt die Norm nicht. Verstöße gegen § 41 Abs. 5 EnWG greift die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG auf: Gegen einen Stromlieferanten ordnete sie am 29.08.2025 an, Preisanpassungen zurückzunehmen (Az. 4.07.01/8#1), und setzte Zwangsgelder von 100.000 Euro (31.03.2026) und 175.000 Euro (31.07.2026) fest; die Entscheidungen sind nicht bestandskräftig. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Grundversorger Strom und Gas mit Preisänderung zum 01.01.2027; Sondervertragslieferanten mit Haushaltskunden (Frist ein Monat).
- LieferantPflicht der RolleLieferanten in der Grundversorgung schließen die Preiskalkulation 2027 so rechtzeitig ab, dass Bekanntgabe, Kundenschreiben und Internetveröffentlichung spätestens am 20. November 2026 erfolgen.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities, Kunden- und Netzanschlussportal
Hängt zusammen mit: Umlagen 2027: Veröffentlichung durch die Übertragungsnetzbetreiber, Netzentgelte 2027: Veröffentlichung bis 15. Oktober
Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.11.2026Redispatch 2.0: Wahl der Abrechnungsvariante für 2027
Nach BK6-23-241 (BilAReM Kap. 3.2.1) legt der Betreiber von Wind- und Solaranlagen ab 100 kW je technischer Ressource bis zum 30. November die Abrechnungsvariante für das Folgejahr fest. Ohne Entscheidung gilt die vereinfachte Spitzabrechnung; die Pauschal-Abrechnung endet für Bestandsressourcen mit Ablauf des 31.12.2028, außer die Einspeisung wird nicht viertelstündlich gemessen.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Ohne Zuordnungsentscheidung bis zum 30.11. gilt für Anlagen mit fluktuierender Erzeugung die vereinfachte Spitzabrechnung (BilAReM Kapitel 3.2.1); Ressourcen in der Pauschal-Abrechnung bleiben dort längstens bis 31.12.2028, ohne viertelstündliche Messung auch danach. Die Zuordnung gilt für das ganze Folgejahr. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betreiber von Wind- und Solaranlagen ab 100 kW im negativen Redispatch 2.0.
- Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber übernehmen die Zuordnung in die Ausfallarbeitsermittlung.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- BilanzkreisverantwortlicherbetroffenBilanzkreisverantwortliche prüfen die Wirkung der gewählten Variante auf Ausgleichsenergiekosten.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
- DirektvermarkterbetroffenDirektvermarkter stimmen mit den Anlagenbetreibern ab, welche Variante den bilanziellen Ausgleich im Bilanzkreis am besten abbildet.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)betroffenAnlagenbetreiber entscheiden je technischer Ressource über Spitz-, vereinfachte Spitz- oder Pauschal-Abrechnung und melden die Wahl dem Anschlussnetzbetreiber.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.11.2026Steuerbarkeit: Gesamtbericht der Übertragungsnetzbetreiber nach § 12 Abs. 2c EnWG
Die Übertragungsnetzbetreiber legen der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium bis zum 30. November den Gesamtbericht zu den Steuerbarkeitstests der Netzbetreiber und zum Ausstattungsstand der grundzuständigen Messstellenbetreiber vor. Nach den Leitlinien der Übertragungsnetzbetreiber müssen die plausibilisierten Ergebnisse bis 31. Oktober bei ihnen vorliegen; die Tests und Meldungen laufen bis 30. September.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Erfüllt ein grundzuständiger Messstellenbetreiber seine Prüf- oder Mitwirkungspflicht nicht und lässt sich deshalb nicht feststellen, ob die Ausstattungspflichten um mindestens 25 Prozent unterschritten sind und dies die Sicherheit des Elektrizitätsversorgungssystems in einer Regelzone wesentlich gefährden könnte, kann die Bundesnetzagentur ihm nach § 12 Abs. 2g Nr. 2 EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Gegenüber Netzbetreibern kann sie Pflichten nach § 65 EnWG anordnen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Übertragungsnetzbetreiber mit Regelzonenverantwortung erstellen den Bericht; Stromverteilernetzbetreiber und grundzuständige Messstellenbetreiber wirken mit. Ablauf und Datenformat legen die Leitlinien der Übertragungsnetzbetreiber nach § 12 Abs. 2d EnWG fest.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleWirkt am Gesamtbericht mit: meldet die Ergebnisse der Steuerbarkeitstests bis 30. September und plausibilisiert als vorgelagerter Netzbetreiber bis 31. Oktober die Daten nachgelagerter Netze.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Regulierungsmanagement, Controlling
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleErstellt mit den anderen Übertragungsnetzbetreibern den Gesamtbericht und legt ihn bis 30. November der Bundesnetzagentur und dem Ministerium vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzleitsystem / SCADA
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RollePrüft jährlich den Stand der Ausstattung mit intelligenten Messsystemen und Steuerungseinrichtungen und übermittelt ihn dem Netzbetreiber zur Weitergabe an den Gesamtbericht.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis01.12.2026EEG-Ausschreibung Solar erstes Segment: Gebotstermin 1. Dezember 2026
Gebote für Solaranlagen des ersten Segments (Freiflächen und bauliche Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwand sind) müssen bis zum Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen. Das Volumen liegt laut Bundesnetzagentur bei rund 2.226 MW, der Höchstwert bei 5,53 Cent pro Kilowattstunde.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Gebote müssen spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen (§ 30a Abs. 2 EEG); geöffnet werden nur fristgerechte Gebote (§ 32 Abs. 1 Satz 2 EEG), ein verspätetes bleibt in dieser Runde ohne Zuschlag. Ausgeschlossen wird auch ein Gebot, für das Gebühr oder Sicherheit bis dahin nicht vollständig geleistet ist (§ 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen des ersten Segments nach § 3 Nr. 4c EEG über 1 MW. Die maximale Gebotsmenge liegt bei 20 MW, solange die Beihilfegenehmigung für 50 MW fehlt.
- DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter bereiten Vermarktung und Profilbewertung für bezuschlagte Solarparks vor.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung, Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit Flächen und Netzanschlusszusage prüfen Teilnahme und Gebotswert.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Erzeugung & Direktvermarktung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab02.12.2026EU AI Act: Kennzeichnungspflicht auch für KI im Bestand
Der Übergangszeitraum von vier Monaten läuft ab. Generative KI-Systeme, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr kamen, müssen ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Kennzeichnet ein Anbieter generativer KI, die vor dem 02.08.2026 in Verkehr kam, die Ausgaben bis zum 02.12.2026 nicht maschinenlesbar (Art. 50 Abs. 2, Art. 111 Abs. 4 KI-VO), kann das nach Art. 99 Abs. 4 Buchst. g KI-VO mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % des Weltumsatzes geahndet werden, bei KMU und kleinen Midcap-Unternehmen mit dem niedrigeren Betrag (Art. 99 Abs. 6 und 6a). Für Betreiber gilt derselbe Rahmen bei der Offenlegung von Deepfakes (Art. 50 Abs. 4). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Art. 50 Abs. 2 KI-VO richtet sich an Anbieter generativer KI-Systeme. Wer zugekaufte Systeme nur einsetzt, ist Betreiber und hat vor allem Offenlegungspflichten nach Art. 50 Abs. 4.
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenKlärt für jedes generative KI-System, ob das Unternehmen als Anbieter gilt, und markiert dann die Ausgaben maschinenlesbar.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots, Kunden- und Netzanschlussportal
Hängt zusammen mit: EU AI Act: Transparenzpflichten nach Art. 50
Zum Artikel → Quelle ↗ KI in der Energiewirtschaft Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis29.12.2026Kraftwerksstrategie (StromVKG): zweiter Gebotstermin für Langzeitkapazitäten
Am 29. Dezember 2026 schreibt die Bundesnetzagentur erneut Langzeitkapazitäten aus, grundsätzlich 4,5 Gigawatt; das genaue Volumen nennt die Bekanntmachung zum 10. November 2026. Teilnehmen können Erzeugungsanlagen, die mindestens zehn Stunden am Stück 80 Prozent ihrer Leistung einspeisen können, mit einem Verpflichtungszeitraum von 15 Jahren.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Gebot muss spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Gebote ohne bis dahin gezahlte Gebühr oder Sicherheit schließt sie nach § 49 Abs. 1 Nr. 1 StromVKG aus. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Erzeugungsanlagen an Standorten ohne Erzeugung zum 30. Juni 2026 oder mit den in § 12 Abs. 3 StromVKG genannten Ausnahmen.
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, ob ein Neubau oder Standort die Teilnahmebedingungen erfüllt und ein Gebot lohnt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
BeschlussEnde 2026AgNes: Rahmenfestlegung Netzentgelte Strom
Nach dem Entwurf vom 6. August 2026 bleibt es in der Niederspannung bis 100.000 kWh bei Grund- und Arbeitspreis; wer hinter dem Anschluss selbst erzeugt, zahlt einen Prosumer-Aufschlag von 70 bis 90 Prozent des Grundpreises, Steckersolargeräte ausgenommen. Darüber und oberhalb der Niederspannung gilt ein Kapazitätspreis, Erzeugungsanlagen über 30 kW zahlen ein Einspeiseentgelt, Bestandsanlagen und Anlagen mit Investitionsentscheidung vor der Bekanntgabe erst 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Dynamische Netzentgelte sieht der Entwurf nur für Speicher (frühestens 2030, spätestens 2033) und Erzeugung (2032 bis 2035) vor, für Letztverbraucher zunächst nicht. Folgefestlegungen 2027, Wirkung ab 2029.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Den Termin hält die Bundesnetzagentur. Mit der Bekanntgabe, nach dem Entwurf am 01.01.2027 (Tenorziffer 20), laufen aber Stichtage an, etwa der Bestandsschutz für Speicher und Erzeugungsanlagen mit Investitionsentscheidung vor der Bekanntgabe, nachzuweisen beim Netzbetreiber bis 31.03.2027. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StrombetroffenPlant Abrechnung und Tarifsysteme für Prosumer-Aufschlag, Kapazitätspreise und Einspeiseentgelte ab 2029; nach dem Entwurf sind Prosumer bis 1. April 2028 zu erkennen und den Lieferanten zu melden.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- LieferantbetroffenBereitet Produkte und Abrechnung darauf vor, neue Netzentgeltbestandteile an Kunden weiterzugeben; nach dem Entwurf steht die Prosumereigenschaft ab 1. April 2028 auf der Rechnung.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Hängt zusammen mit: AgNes: Ende der Konsultation zur Netzentgeltreform, MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 6 → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026Heizkostenverordnung: Fernablesung nachrüsten
Gebäudeeigentümer rüsten nicht fernablesbare Wärme- und Warmwasserzähler und Heizkostenverteiler, die bis zum 1. Dezember 2021 oder danach als Ersatz oder Ergänzung in einem nicht fernablesbaren Gesamtsystem installiert wurden (§ 5 Abs. 2 Satz 4 HeizkostenV), bis Ende 2026 nach oder tauschen sie aus (§ 5 Abs. 3 HeizkostenV). Dieselbe Pflicht trifft den Wärmelieferer, der unmittelbar mit den Nutzern nach Anteilen am Gesamtverbrauch abrechnet (§ 1 Abs. 3 HeizkostenV).
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Fehlt entgegen § 5 Abs. 3 HeizkostenV die fernablesbare Ausstattung, dürfen Nutzer ihren Kostenanteil nach § 12 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV um 3 Prozent kürzen. Die §§ 4 bis 11 HeizkostenV sind Verbraucherschutzgesetze nach § 2 Abs. 2 Nr. 40 UKlaG; Verbände können Verstöße auf Unterlassung verfolgen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Die HeizkostenV gilt für Gebäudeeigentümer und ihnen Gleichgestellte (§ 1 Abs. 2 HeizkostenV), für Wärmelieferer nur bei direkter Abrechnung mit den Nutzern nach Anteilen am Gesamtverbrauch (§ 1 Abs. 3). Ausgenommen ist, was technisch nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt (§ 5 Abs. 3 Satz 2). Für die eigene Nachrüstpflicht der Wärmeversorger nach FFVAV gilt eine eigene Frist.
- WärmenetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft für Contracting und direkte Abrechnung mit den Nutzern, ob die Nachrüstpflicht des Gebäudeeigentümers beim Wärmeversorger liegt.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft für eigene Gebäude und Contracting-Modelle, wer als Gebäudeeigentümer die Nachrüstung nach HeizkostenV trägt.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 2 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2026 mindestens 90 Prozent der seit dem 25. Februar 2025 neu auszustattenden Messstellen bei Letztverbrauchern erledigt haben. Die Bundesnetzagentur erhebt den Stand nach eigener Pressemitteilung halbjährlich und führt seit März 2026 Aufsichtsverfahren gegen Nachzügler.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet bis Jahresende mindestens 90 Prozent der seit 25. Februar 2025 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 8 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026WPG § 32: Dekarbonisierungsfahrplan für Wärmenetze
Betreiber von Wärmenetzen, die nicht vollständig mit erneuerbarer Wärme oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden, legen den Fahrplan vor. Zielwerte nach § 29 WPG: mindestens 30 Prozent erneuerbare Wärme oder unvermeidbare Abwärme ab 2030, 80 Prozent ab 2040.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Für einen fehlenden oder verspäteten Fahrplan sieht das Wärmeplanungsgesetz weder ein Bußgeld noch eine eigene Anordnungsbefugnis vor. Die Einhaltung überwacht die Behörde, die das jeweilige Land nach § 33 Abs. 5 WPG bestimmt. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Ausgenommen sind Wärmenetze, die bereits vollständig mit erneuerbarer Wärme, unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination gespeist werden, Netze bis 1 Kilometer Länge sowie Netze mit BEW-Transformationsplan oder BEW-Machbarkeitsstudie, für die bis Ende 2025 ein Antrag nach Modul 1 gestellt wurde oder die bis Ende 2026 per bestandskräftigem Bescheid nach Modul 2 gebilligt werden. Die WPG-Novelle würde nur Betreiber industrieller Wärmenetze bis Ende 2030 entlasten.
- WärmenetzbetreiberPflicht der RolleErstellt für jedes Wärmenetz den Ausbau- und Dekarbonisierungsfahrplan und legt ihn der zuständigen Behörde vor.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
Zum Artikel → Quelle ↗ Wärme, Gas & Wasserstoff Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2026 mindestens 90 Prozent der Leistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt ausgestattet haben, die zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 30. September 2026 neu in Betrieb gegangen ist. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Unterschreitet die Ausstattung nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 MsbG (intelligente Messsysteme mit Steuerungseinrichtung) die Quoten um mindestens 25 Prozent und könnte das wesentlich zu einer Gefährdung der Systemsicherheit beitragen, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt, für diese Quote zum 31. Dezember 2026 mit Wahlrecht des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Beschlossen ist das nicht.
- Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen über 7 bis 100 Kilowatt so aus, dass 90 Prozent der von Februar 2025 bis September 2026 neu installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 8 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
BeschlussEnde 2026WACC Gas: Erlass der Festlegung zur Kapitalverzinsung
Die Bundesnetzagentur will die pauschalierte Kapitalverzinsung für Gasnetzbetreiber bis Ende 2026 festlegen. Gasverteilernetzbetreiber kalkulieren danach ihre Erlösobergrenzen der fünften Regulierungsperiode ab 2028 mit dem beschlossenen Satz.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Den Erlass bis Ende 2026 hat sich die Bundesnetzagentur selbst vorgenommen. Die Festlegung bestimmt den Zinssatz für die Erlösobergrenzen Gas ab 2028; angreifen lässt sie sich nur mit Beschwerde binnen eines Monats nach Zustellung (§ 78 Abs. 1 EnWG). Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber GasbetroffenKalkuliert die Erlösobergrenzen der fünften Regulierungsperiode Gas ab 2028 mit dem festgelegten Zinssatz.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: WACC Gas: Ende der Konsultation zur Kapitalverzinsung
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026KWKG: Stichtag für Dauerbetrieb oder Genehmigung von KWK-Anlagen, Wärmenetzen und Wärmespeichern
Ein Zuschlag nach dem KWKG setzt voraus, dass KWK-Anlagen bis zum 31. Dezember 2026 in Dauerbetrieb gehen oder bis dahin eine BImSchG-Genehmigung beziehungsweise verbindliche Bestellung vorliegt und die Anlage binnen vier Jahren danach in Dauerbetrieb geht. Auch die Förderung von Wärmenetzen und Wärmespeichern knüpft an den 31. Dezember 2026 an (Inbetriebnahme oder vorliegende Genehmigungen nach Landesrecht).
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Den KWK-Zuschlag nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWKG gibt es nur, wenn die Anlage bis zum 31.12.2026 in Dauerbetrieb geht oder bis dahin eine BImSchG-Genehmigung oder verbindliche Bestellung vorliegt und der Dauerbetrieb binnen vier Jahren folgt; ausgenommen sind Zuschläge aus KWK-Ausschreibungen. Für neue Wärmenetze und Wärmespeicher gelten ähnliche Stichtage (§ 18 Abs. 1 Nr. 1, § 22 Abs. 1 Nr. 1 KWKG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Neue, modernisierte oder nachgerüstete KWK-Anlagen sowie neue oder ausgebaute Wärmenetze und Wärmespeicher mit KWKG-Förderung.
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)betroffenAnlagenbetreiber sichern für KWK-Projekte bis Jahresende Dauerbetrieb, Genehmigung oder verbindliche Bestellung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
- WärmenetzbetreiberbetroffenWärmenetzbetreiber prüfen, ob Netz- und Speicherprojekte bis Jahresende in Betrieb gehen oder alle Genehmigungen vorliegen.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Erzeugung & Direktvermarktung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026Regulierungskonto: Antrag für das Jahr 2025
Strom- und Gasnetzbetreiber beantragen bis 31. Dezember 2026 bei der zuständigen Regulierungsbehörde die Genehmigung des Regulierungskontosaldos 2025.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt die ARegV nicht, der Antrag ist nach § 4 Abs. 4 Satz 3 ARegV aber Pflicht; die Regulierungsbehörde kann ihn nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen. Verteilt wird der Saldo nach § 5 Abs. 3 Satz 3 ARegV erst ab dem übernächsten Jahr nach dem Antrag. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Alle Netzbetreiber in der Anreizregulierung, auch im vereinfachten Verfahren (§ 24 Abs. 3 ARegV nimmt § 4 Abs. 4 nicht aus). Zuständig ist je nach Netzbetreiber die Bundesnetzagentur oder die Landesregulierungsbehörde.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt den Antrag auf Auflösung des Regulierungskontos 2025 bei der zuständigen Regulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- Netzbetreiber GasPflicht der RolleStellt den Antrag auf Genehmigung des Regulierungskontosaldos 2025 bei der zuständigen Regulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleStellt den Antrag auf Auflösung des Regulierungskontos 2025 bei der Bundesnetzagentur.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2026FFVAV: Fernwärmezähler bis Ende 2026 fernablesbar machen
Fernwärme- und Fernkälteversorger rüsten vor dem 5. Oktober 2021 installierte, nicht fernablesbare Messeinrichtungen bis einschließlich 31. Dezember 2026 nach oder ersetzen sie durch fernablesbare (§ 3 Abs. 3 FFVAV). Nach dem 5. Oktober 2021 installierte Messeinrichtungen müssen bereits fernablesbar sein.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die FFVAV enthält weder eine Bußgeldvorschrift noch eine Behördenzuständigkeit; die Pflicht gilt im Versorgungsvertrag mit dem Kunden (§ 1 Abs. 1 FFVAV). Die §§ 3 bis 5 FFVAV sind Verbraucherschutzgesetze nach § 2 Abs. 2 Nr. 40 UKlaG, Verbände können Wärmeversorger deshalb auf Unterlassung und Beseitigung in Anspruch nehmen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für Unternehmen, die Kunden mit Fernwärme oder Fernkälte versorgen, auch in öffentlich-rechtlich gestalteten Versorgungsverhältnissen (§ 1 FFVAV). Ist die Messeinrichtung an ein Smart-Meter-Gateway angeschlossen, gelten für Einrichtung und Abrechnung des Messstellenbetriebs die Vorgaben des MsbG (§ 3 Abs. 6 FFVAV).
- WärmenetzbetreiberPflicht der RolleRüstet vor dem 5. Oktober 2021 installierte, nicht fernablesbare Wärmezähler an den Übergabestellen bis Jahresende nach oder tauscht sie aus.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, EDM / MDM
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q1 2027
14 FristenGilt ab01.01.2027AFIR: ISO 15118-20 für neue Ladepunkte
Ab 2027 neu errichtete oder instand gesetzte öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie private Ladepunkte der Ladebetriebsart 3 und 4 entsprechen mindestens ISO 15118-20. Bidirektionales Laden und Plug and Charge bleiben freiwillig; wer Plug and Charge anbietet, braucht ISO 15118-2 und ISO 15118-20.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten kann die Bundesnetzagentur nach § 5 Abs. 2 und 3 der Ladesäulenverordnung die Nachrüstung verlangen und den Betrieb untersagen, wenn Anhang II der AFIR (Verordnung (EU) 2023/1804) nicht eingehalten ist. Dort steht ISO 15118-20 seit der Delegierten Verordnung (EU) 2025/656. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für neu errichtete oder instand gesetzte Ladepunkte, Bestandsanlagen bleiben ausgenommen. Private Ladepunkte nur in Ladebetriebsart 3 und 4.
- LadepunktbetreiberPflicht der RolleBeschafft ab 2027 nur noch Ladepunkte mit ISO 15118-20 und rüstet Backend und PKI nach, falls Plug and Charge angeboten wird.Typisch betroffen: Ladebackend (OCPP, PKI)
Zum Artikel → Quelle ↗ Vertrieb, Portale & E-Mobilität Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027Netzpaket: systemdienliche Netzanschlussleistung statt Maximalleistung
Der Anspruch auf Netzanschluss richtet sich nicht mehr auf die maximale Erzeugungsleistung: Für Anlagen, die ab dem 01.01.2027 angeschlossen werden, begrenzt der Entwurf die Einspeisung neuer Solaranlagen des ersten Segments auf 70 Prozent der installierten Leistung und von Windenergieanlagen an Land auf 280 Watt je Quadratmeter Rotorfläche (§ 8 EEG-E). Bis dahin legen die Übertragungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur gemeinsame Verfahrensregeln für Anschlüsse an das Übertragungsnetz vor, in die sie Priorisierungsgrundsätze aufnehmen können; Verteilnetzbetreiber dürfen sie übernehmen. Verfügbare Kapazitäten zeigen Netzbetreiber monatlich auf Netzkarten; das elektronische Auskunftsverfahren ab 135 Kilowatt sieht der Entwurf erst ab 2028 vor.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Regierungsentwurf (BT-Drs. 21/7866) gibt es für die neuen Pflichten keinen eigenen Bußgeldtatbestand. Pflichten wie die Vorlage der Verfahrensregeln durch die Übertragungsnetzbetreiber oder die monatliche Kapazitätskarte (§§ 17a, 17c EnWG-E) könnte die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenKann die Priorisierungsgrundsätze der Übertragungsnetzbetreiber für Anschlussbegehren übernehmen und veröffentlicht verfügbare Anschlusskapazitäten auf einer Karte; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Netzplanung, GIS, Netzberechnung
- ÜbertragungsnetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenLegt der Bundesnetzagentur bis 01.01.2027 gemeinsame Verfahrensregeln für Anschlüsse an das Übertragungsnetz vor und kann darin Priorisierungsgrundsätze vorsehen; der Gesetzentwurf kann sich noch ändern.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027EEG 2027 (Regierungsentwurf): Übergangszahlung statt Einspeisevergütung für neue Kleinanlagen
Nach dem Regierungsentwurf, vorbehaltlich des Bundestagsbeschlusses und der EU-Beihilfegenehmigung: Neuanlagen erhalten keine Einspeisevergütung mehr, eine Marktprämie gibt es erst ab 25 kW. Stattdessen zahlt der Netzbetreiber höchstens 36 Monate eine befristete Übergangszahlung, und zwar für Anlagen unter 50 kW mit Inbetriebnahme 2027, unter 25 kW mit Inbetriebnahme 2028 und unter 7 kW mit Inbetriebnahme 2029 oder 2030. Anlagen unter 25 kW in der sonstigen Direktvermarktung erhalten bis zu 48 Monate einen Bonus von 1,5 ct/kWh. Dachanlagen unter 100 kW begrenzen die Einspeisung dauerhaft auf 50 Prozent. Inbetriebnahmen bis 31.12.2026 bleiben im alten Recht. Im MsbG beginnt der Pflichteinbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung bei Erzeugungsanlagen schon über 2 kW, und die Anlagenquoten des § 45 zählen Messstellen statt Kilowatt. Der Bundesrat will die 2-kW-Schwelle streichen, die Bundesregierung lehnt das ab.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Nach dem Entwurf (BT-Drs. 21/7867) treffen Zahlungspflichten bei Verstößen nach § 52 EEG die Anlagenbetreiber; für Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Lieferanten sieht er keine eigene Sanktion vor. Netzbetreiber brauchen laut Begründung Software, um die befristete Übergangszahlung abzuwickeln. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betrifft nach dem Entwurf nur Neuanlagen mit Inbetriebnahme ab 1. Januar 2027. Bestandsanlagen bleiben im bisherigen Recht, Steckersolargeräte bis 2 kW sind ausgenommen.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet EEG-Abrechnung für Netzbetreiberabnahme, Übergangszahlung und Bonus vor und prüft die 50-Prozent-Kappung bei Inbetriebnahme; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPlant das Segment 2 bis 7 kW in den Pflichtrollout mit Steuerungseinrichtung ein, dazu vorzeitige Einbauten für die Direktvermarktung; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft ein Angebot als Direktvermarkter für Kleinanlagen im eigenen Gebiet; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Zum Artikel → Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027BSI TR-03109-6 v2.0 für Gateway-Administratoren
Gateway-Administratoren lassen ihr GWA-System ab dem 1. Januar 2027 bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung nach Version 2.0 prüfen. Version 2.0 regelt unter anderem Remote-Arbeitsplätze, Cloud-Dienstleister, Zero Trust, Zeitserver und Penetrationstests. Version 1.0 bleibt bis 31. Dezember 2028 gültig.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Die Konformität zur TR-03109-6 wird per Zertifizierung nachgewiesen. Fehlen dem grundzuständigen Messstellenbetreiber die nach § 25 MsbG erforderlichen Zertifikate, übernimmt der Auffangmessstellenbetreiber den Notbetrieb (§ 11 Abs. 2 Nr. 2 MsbG) und nach sechs Monaten die Grundzuständigkeit (§ 11 Abs. 4 MsbG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für Messstellenbetreiber, die die Gateway-Administration selbst betreiben; sonst trifft es den beauftragten Dienstleister. Version 1.0 bleibt bis Ende 2028 gültig.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt den Betrieb der Gateway-Administration bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung ab 2027 auf Version 2.0 um.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, ISMS und Sicherheitsbetrieb
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt die eigene Gateway-Administration bei der nächsten Neu- oder Rezertifizierung ab 2027 auf Version 2.0 um.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, ISMS und Sicherheitsbetrieb
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 3 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027BSI TR-03109-1 v2.0: Gateway-Zertifikate nur noch mit MUSS+
Wer ein Smart-Meter-Gateway nach Schutzprofil und TR-03109-1 in Version 2.0 zertifizieren lässt, muss ab dem 1. Januar 2027 auch die MUSS+-Anforderungen nachweisen, laut BSI unter anderem eine WAN-API, registrierende Leistungsmessung über das lokale metrologische Netz und den Werksreset durch den Service-Techniker. Dazu gehören TAF 8 in neuer Fassung und TAF 15. Bis Mitte Oktober 2026 war kein Gateway nach Version 2.0 zertifiziert.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ohne MUSS+-Nachweis gibt es ab diesem Tag kein Zertifikat nach Version 2.0. Ohne gültiges Zertifikat darf ein Smart-Meter-Gateway nach § 24 Abs. 4 MsbG nicht als Teil eines intelligenten Messsystems verwendet werden, und der Gateway-Administrator darf nach § 25 Abs. 1 MsbG nur Gateways mit gültigen Zertifikaten einsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Adressat sind die Hersteller, die Gateways zertifizieren lassen. Messstellenbetreiber betrifft es über Beschaffung und Rollout neuer Geräte.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenKlärt mit den Gateway-Herstellern, wann Geräte nach Version 2.0 mit MUSS+ zertifiziert sind, und richtet Beschaffung und Rollout 2027 und 2028 an diesen Terminen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenKlärt mit den Gateway-Herstellern, ab wann Geräte nach Version 2.0 lieferbar sind, und plant die Beschaffung danach.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Im Fachbuch erklärt: Kapitel 3 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis01.01.2027Auffangmessstellenbetreiber: Veröffentlichung für 2027
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht zu Beginn des Kalenderjahres Namen, Anschrift und Internetseite des je Bundesland zuständigen Auffangmessstellenbetreibers sowie der Messstellenbetreiber, die ihre Bereitschaft angezeigt haben. Grundlage sind die Daten aus dem Monitoring nach § 35 EnWG.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Veröffentlichung nach § 11 Abs. 3 Satz 2 MsbG ist eine Pflicht der Bundesnetzagentur. Aus ihr geht hervor, wer den Notbetrieb übernimmt, wenn ein grundzuständiger Messstellenbetreiber ausfällt, seine Zertifikate verliert oder keine Genehmigung hat (§ 11 Abs. 2 MsbG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Die Veröffentlichungspflicht liegt bei der Bundesnetzagentur. Für Stadtwerke ist der Eintrag eine Information, keine eigene Frist.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenPrüft die Liste der Bundesnetzagentur, wenn Messstellen abgegeben werden sollen oder Bereitschaft als Auffangmessstellenbetreiber angezeigt wurde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Teil des Bündels: Messwesen zum Jahresende
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027AFIR: Kartenzahlung an bestehenden Schnellladepunkten ab 50 kW
Ab dem 1. Januar 2027 müssen öffentlich zugängliche Ladepunkte ab 50 kW entlang des TEN-V-Straßennetzes oder auf sicheren Lkw-Parkplätzen punktuelles Laden mit Kartenleser oder kontaktlosem Kartenlesegerät erlauben, auch wenn sie vor dem 13. April 2024 errichtet wurden.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Erfüllt ein Ladepunkt die Anforderungen aus Art. 5 Abs. 1 AFIR (Verordnung (EU) 2023/1804) nicht, kann die Bundesnetzagentur nach § 5 Abs. 2 der Ladesäulenverordnung die Nachrüstung verlangen und nach § 5 Abs. 3 den Betrieb untersagen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Öffentlich zugängliche Ladepunkte ab 50 kW am TEN-V-Straßennetz oder auf sicheren und gesicherten Parkplätzen, sofern das Laden kostenpflichtig ist.
- LadepunktbetreiberPflicht der RolleLadepunktbetreiber rüsten betroffene Bestandsladepunkte mit Kartenleser oder NFC-Terminal nach und binden die Zahlung an Backend und Abrechnung an.Typisch betroffen: Ladebackend (OCPP, PKI), Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027EEG 2027 (Regierungsentwurf): Refinanzierungsbeitrag für neue Anlagen ab 100 kW
Nach dem Regierungsentwurf, vorbehaltlich des Bundestagsbeschlusses und der EU-Beihilfegenehmigung: Betreiber neuer Anlagen ab 100 kW mit Zuschlag oder Mitteilung nach § 20 Abs. 2 EEG zahlen in Jahren, in denen der Jahresmarktwert über dem anzulegenden Wert liegt, je eingespeister Kilowattstunde einen Refinanzierungsbeitrag an den Netzbetreiber. Der Netzbetreiber erhebt ihn mit monatlichen Abschlägen zum 15. des Folgemonats, fällig wird er vier Wochen nach Zugang der Endabrechnung.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Entwurf überwacht die Bundesnetzagentur, dass Zahlungen nach § 21d ordnungsgemäß ermittelt, erhoben und vereinnahmt werden (§ 85 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. d EEG-E). Wer eine vollziehbare Anordnung nach § 85 Abs. 3 EEG in Verbindung mit § 65 EnWG missachtet, handelt nach geltendem § 86 Abs. 1 Nr. 3 EEG ordnungswidrig (bis 200.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem Entwurf nur Anlagen ab 100 kW mit Zuschlag oder Mitteilung nach § 20 Abs. 2 EEG, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen und deren Zuschlag, falls es einen gibt, aus einem Gebotstermin ab 2027 stammt; Biomasseanlagen außer Klär- und Deponiegasanlagen sind ausgenommen.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet Erhebung, Abschläge und Endabrechnung des Refinanzierungsbeitrags in der EEG-Abrechnung vor; der Gesetzentwurf kann sich im Verfahren noch ändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenRechnet den Refinanzierungsbeitrag für neue Anlagen mit Marktprämie in die Wirtschaftlichkeit ein; Stand Regierungsentwurf.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Zum Artikel → Quelle ↗ Erzeugung & Direktvermarktung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis01.01.2027WaKandA: Übersicht über die Wasserstoff-Cluster veröffentlichen
Die Betreiber regulierter Wasserstoffnetze veröffentlichen zum 01.01.2027 auf einer gemeinsamen Internetseite eine Übersicht über die Cluster im Wasserstoff-Marktgebiet, die Verbindungen zwischen ihnen mit Verbindungskapazität und den Stand der geplanten Clusterverbindungen. Die Übersicht wird quartalsweise aktualisiert.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Betreiber von Wasserstoffnetzen im Anwendungsbereich von Teil 3 Abschnitt 3b EnWG, also des Wasserstoff-Kernnetzes und Betreiber mit Opt-in nach § 28j Abs. 3 EnWG. Gasnetzbetreiber ohne Wasserstoffnetz sind nicht erfasst.
- Netzbetreiber GasAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob ein eigenes Wasserstoffnetz unter die Festlegung fällt, und liefert dann Cluster- und Kapazitätsdaten für die gemeinsame Übersicht.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
Zum Artikel → Quelle ↗ Wärme, Gas & Wasserstoff Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2027Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 2027 bis 2029
Nach dem Regierungsentwurf erhalten die Übertragungsnetzbetreiber 2027 bis 2029 je 5,525 Milliarden Euro Zuschuss, der die Übertragungsnetzentgelte senkt. Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen ihr Entgelt mit und ohne Zuschuss, Verteilnetzbetreiber zusätzlich ein fiktives Netzentgelt ohne Zuschuss, und Lieferanten weisen in der Rechnung auf den Zuschuss hin (§ 118 Abs. 5b EnWG-E).
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Entwurf ist kein eigener Bußgeldtatbestand vorgesehen. Die Regulierungsbehörde kann die Veröffentlichungspflichten nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt nur, wenn das Gesetz wie im Regierungsentwurf beschlossen wird. Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft; der Termin 01.01.2027 ist der Beginn des Zeitraums, für den Zuschuss und Pflichten gelten.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenBereitet nach dem Entwurf neben dem Netzentgelt 2027 ein fiktives Netzentgelt ohne Zuschuss für die Veröffentlichung vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- ÜbertragungsnetzbetreiberAnwendbarkeit prüfenRechnet die Übertragungsnetzentgelte 2027 mit dem Zuschuss und veröffentlicht sie nach dem Entwurf mit und ohne Zuschuss.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPlant nach dem Entwurf den Hinweis auf den Zuschuss in der Rechnung und berücksichtigt das Risiko höherer endgültiger Entgelte.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab18.01.2027EU-ETS 2: erste Versteigerung von Zertifikaten an der EEX (Early auctions)
Ab dem 18. Januar 2027 werden Zertifikate des EU-ETS 2 an der EEX versteigert, obwohl die Regelphase erst 2028 beginnt. Gaslieferanten, die als Verantwortliche ab 2028 Zertifikate abgeben müssen, können damit früher beschaffen; für die Teilnahme an den Primärauktionen ist ein Konto im Unionsregister nötig.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge An den Auktionstermin knüpft keine Sanktion an. Abgabepflichtig sind die Verantwortlichen nach § 7 Abs. 2 TEHG ab 2028 jährlich bis zum 31. Mai; wer dann zu wenig Zertifikate abgibt, zahlt nach § 46 TEHG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Verantwortliche nach TEHG, die Brennstoffe für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren in Verkehr bringen, vor allem Gaslieferanten. Die Teilnahme an den Auktionen ist eine Beschaffungsentscheidung.
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Zertifikate für die Abgabepflicht ab 2028 schon in den Early auctions 2027 beschafft werden, und richtet dafür Unionsregisterkonto und EEX-Zugang ein.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: EU-ETS 2 startet: Emissionshandel für Gebäude und Verkehr löst das BEHG ab
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bisvoraussichtlich 31. Januar 2027, Termin offenEngpasserlöse 2026: tatsächliche Verwendung an die Bundesnetzagentur berichten
Übertragungsnetzbetreiber berichten der Bundesnetzagentur bis zum 31. Januar, wie sie die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Kapazität im Jahr 2026 tatsächlich verwendet haben. Grundlage sind Artikel 19 Absatz 5 der Verordnung (EU) 2019/943 und Artikel 5 Absatz 2 der ACER-Methodik zur Verwendung von Engpasserlösen; den Termin setzt die Bundesnetzagentur.
Festlegung · beschlossen, Termin offen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion sieht die ACER-Methodik nicht vor. Die Bundesnetzagentur nimmt die Aufgaben aus der Verordnung (EU) 2019/943 nach § 56 Abs. 1 EnWG wahr und kann die Berichtspflicht mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; der Bericht ist zugleich Grundlage ihres Jahresberichts nach Art. 19 Abs. 5 der Verordnung. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber, die Engpasserlöse aus der Vergabe grenzüberschreitender Übertragungskapazität erzielen. Fällt das Fristende auf ein Wochenende, gilt § 31 VwVfG.
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleBerichtet der Bundesnetzagentur bis zum 31. Januar über die tatsächliche Verwendung der Engpasserlöse 2026.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: Engpasserlöse 2027: geplante Verwendung an die Bundesnetzagentur melden
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.03.2027VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit
Die Fassung 2026-03 ersetzt die Fassung 2018-11. Das Ende der Übergangszeit am 01.03.2027 stammt nicht vom Normgeber; nach VDE FNN genügen Zertifikate nach der Fassung 2018-11 noch bis 24 Monate nach Inkraftsetzung. Technische Anschlussbedingungen, Anmeldeformulare (F.1.1, F.1.2) und die Anschlussbeurteilung bis 500 kW sind auf die neue Fassung umzustellen.
Technische Regel · beschlossen, Termin offen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Die Regel setzt allgemeine technische Mindestanforderungen; widersprechende Vorgaben in Technischen Anschlussbedingungen sind nach § 19 Abs. 1a EnWG unwirksam, und die Regulierungsbehörde kann sie nach § 65 EnWG abstellen lassen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für Netzbetreiber, Errichter und Anlagenbetreiber beim Anschluss von Erzeugungsanlagen und Speichern an das Niederspannungsnetz. Bestandsanlagen ohne Änderung sind nicht erfasst, solange ein sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet ist.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt Technische Anschlussbedingungen, Anmeldeformulare und Prüfprozess auf die Fassung 2026-03 um und dokumentiert bis dahin je Vorgang den angewendeten Regelstand.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, Anlagenstammdaten und MaStR
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenRichtet Messkonzepte auf rückspeisefähige Ladeeinrichtungen als Speicher aus.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.03.2027Kundenzahl und Bundesländer an die Regulierungsbehörden melden
Netzbetreiber teilen der Bundesnetzagentur und der zuständigen Landesregulierungsbehörde zum 31. März die Zahl der am 31. Dezember des Vorjahres angeschlossenen Kunden und die Lage ihres Strom- oder Gasverteilernetzes nach Bundesländern mit (§ 28 ARegV).
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt, solange die ARegV anwendbar ist; für Gas beginnt 2028 die fünfte Regulierungsperiode nach den NEST-Festlegungen, für Strom 2029.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleMeldet Kundenzahl zum Jahresende und die Bundesländer des Stromnetzes an Bundesnetzagentur und Landesregulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Netzbetreiber GasPflicht der RolleMeldet Kundenzahl zum Jahresende und die Bundesländer des Gasnetzes an Bundesnetzagentur und Landesregulierungsbehörde.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q2 2027
9 FristenGilt abTermin offenEnergy Sharing: gemeinsame Internetplattform der Netzbetreiber (§ 20b EnWG)
Die Netzbetreiber errichten gemeinsam eine bundesweite Internetplattform nach § 20b EnWG, über die auch Energy-Sharing-Vereinbarungen registriert werden. Den Termin legt die Bundesnetzagentur fest; bis dahin läuft Energy Sharing über das Dienstleistungsmodell.
Gesetz · beschlossen, Termin offen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand fehlt. Die Pflicht aus § 20b Abs. 1 EnWG, die Plattform gemeinsam zu errichten, kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG durchsetzen; einen verbindlichen Stichtag gibt es erst, wenn die Bundesnetzagentur ihn nach § 20b Abs. 3 EnWG festlegt. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleBeteiligt sich an Aufbau und Betrieb der gemeinsamen Plattform nach § 20b EnWG; den Termin legt die Bundesnetzagentur fest.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Energy-Sharing-Angebote über die Plattform registriert werden müssen, sobald sie läuft.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal
Hängt zusammen mit: Energy Sharing nach § 42c EnWG
Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle
Zum Artikel → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.04.2027MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 58
Zum 1. April 2027 werden das ActivationDocument AWT in Version 1.1g und die Regelungen zum Übertragungsweg in Version 1.11 mit den Anpassungen zur Zertifikatsnutzung bei mTLS verbindlich. Die zuvor konsultierte Ablösung der UTILTS durch API-Webdienste kommt nicht.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Fassungen sind nach den Festlegungen zur Marktkommunikation verbindlich. Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG, gegenüber Messstellenbetreibern nach § 76 MsbG, abstellen lassen und mit Zwangsgeld bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 94 EnWG). Scheitert die gesicherte Verbindung an fehlenden oder ungültigen Zertifikaten, trägt die Folgen, wer sie nicht bereitgestellt oder falsch genutzt hat (Regelungen zum Übertragungsweg, Kapitel 12). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Das ActivationDocument AWT betrifft nur Marktpartner im Redispatch. Die Regelungen zum Übertragungsweg 1.11 gelten für den Austausch über AS2, E-Mail (SMTP), SFTP und REST; für AS4 gibt es eigene Regelungen.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt die Redispatch-Meldungen auf ActivationDocument AWT 1.1g um und zieht den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 nach.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleNimmt Redispatch-Abrufe im Format ActivationDocument AWT 1.1g entgegen und passt die Zertifikatsnutzung für mTLS an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleZieht den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 nach; die geplante API-Ablösung der UTILTS entfällt, der UTILTS-Versand bleibt.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM
- LieferantPflicht der RolleBehält die UTILTS-Verarbeitung für Zählzeiten und Berechnungsformeln und passt den Übertragungsweg auf Fassung 1.11 an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
Hängt zusammen mit: MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56
Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 7 → Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.04.2027VDE-AR-N 4100:2026-04: Ende der Übergangszeit
Projekte, die am Stichtag bereits in Planung oder im Bau waren, dürfen bis zu diesem Tag nach der alten Fassung ausgeführt werden. Danach gilt für Kundenanlagen am Niederspannungsnetz nur noch die Fassung 2026-04, einschließlich Wandleranlagen bis 1.000 A halbindirekter Messung und des Zählerplatzfelds für Kommunikationsmodule und Steuergeräte.
Technische Regel · beschlossen, Termin offen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Technische Anschlussbedingungen müssen nach § 20 Satz 2 NAV den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen; Verstöße gegen die NAV kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG abstellen lassen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für Kundenanlagen am Niederspannungsnetz. Bestandsanlagen ohne Änderung sind nicht erfasst; Auslöser für eine Anpassung sind unter anderem Leistungserhöhung, Einspeisung, steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG und zusätzliche Netzanschlüsse.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleZieht die Technischen Anschlussbedingungen auf die Fassung 2026-04 nach und prüft Zählerplatz, Wandleranlagen und Kurzschlussfestigkeiten gegen die neuen Vorgaben.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Anlagenstammdaten und MaStR
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenBerücksichtigt das neue Zählerplatzfeld für Kommunikationsmodule und Steuergeräte in Rollout-Planung und Einbauvorgaben.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 5 → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.04.2027Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung v4.7 verbindlich
Ab 1. April 2027 gilt die Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung in Version 4.7 für alle umsetzungspflichtigen Marktteilnehmer. Die Änderungen betreffen das europäische Market Coupling.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Prozessbeschreibung ist über Anlage 3 Teil des genehmigten Bilanzkreisvertrags; Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG abstellen lassen. Der genehmigte Bilanzkreisvertrag (BK6-18-061) sieht in Ziffer 20 bei Pflichtverstößen die Abmahnung und bei Wiederholung die außerordentliche Kündigung vor. Rechtsgrundlage ↗
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleWendet die Prozessbeschreibung in Version 4.7 im Fahrplanprozess an.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- BilanzkreisverantwortlicherPflicht der RolleMeldet Fahrpläne ab 1. April 2027 nach der Prozessbeschreibung in Version 4.7.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle
Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis01.04.2027Verlustenergie 2026 veröffentlichen
Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen veröffentlichen zum 1. April auf ihrer Internetseite die Durchschnittsverluste je Netz- und Umspannebene des Vorjahres und die durchschnittlichen Beschaffungskosten der Verlustenergie in Cent pro Kilowattstunde (§ 10 Abs. 2 StromNEV).
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt, solange die StromNEV anwendbar ist; die Festlegungen zur fünften Regulierungsperiode (NEST) lösen sie für Strom ab 2029 ab.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleErmittelt Verluste je Netz- und Umspannebene und die Beschaffungskosten 2026 und veröffentlicht beides zum 1. April.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, EDM / MDM
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleVeröffentlicht Verluste und Beschaffungskosten der Verlustenergie 2026 zum 1. April.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.04.2027Qualitätselement Netzzuverlässigkeit: Daten 2026 an die Bundesnetzagentur melden
Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren übermitteln der Bundesnetzagentur bis zum 30. April 2027 die Daten zu Versorgungsunterbrechungen des Jahres 2026 und die weiteren Angaben des Erhebungsbogens. Daraus bestimmt die Behörde das Qualitätselement, also Bonus oder Malus auf die Erlösobergrenze. Es ist der letzte Termin dieser Festlegung.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Die Festlegung stützt sich auch auf § 69 Abs. 7 EnWG. Wer die Auskunft nicht, nicht rechtzeitig oder fehlerhaft erteilt, handelt nach dem Hinweis der Beschlusskammer ordnungswidrig nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG; die Geldbuße beträgt bis zu 100.000 Euro (§ 95 Abs. 2 Nr. 5 EnWG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren der vierten Regulierungsperiode, auch in Zuständigkeit einer Landesregulierungsbehörde. Nicht für Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren und nicht für geschlossene Verteilernetze.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleÜbermittelt den Erhebungsbogen mit den Unterbrechungsdaten 2026 bis 30. April 2027 über das Energiedatenportal der Bundesnetzagentur.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzleitsystem / SCADA
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.04.2027Effizienzvergleich Strom: Daten 2026 an die Bundesnetzagentur übermitteln
Nach dem Festlegungsentwurf übermitteln Stromverteilnetzbetreiber außerhalb des vereinfachten Verfahrens der Bundesnetzagentur bis 30.04.2027 die Daten des Jahres 2026 für den Effizienzvergleich der fünften Regulierungsperiode vollständig elektronisch.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Nach dem Entwurf ist ein Verstoß gegen die vollziehbare Festlegung nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig; die Bundesnetzagentur kann die Übermittlung zudem mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Stromverteilernetzbetreiber, die nicht bis 31.03.2027 das vereinfachte Verfahren oder das Kleinstnetzbetreiberverfahren beantragt haben. Termin und Umfang stehen erst mit dem Beschluss fest.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenKlärt, ob der Netzbetreiber in das Regelverfahren fällt, und bereitet Last-, Struktur- und Absatzdaten 2026 aus den Quellsystemen vor.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netzplanung, GIS, Netzberechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Hängt zusammen mit: Effizienzvergleich Strom: Ende der Konsultation zur Datenerhebung
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis18.05.2027Kraftwerksstrategie (StromVKG): Gebotstermin für Erzeugungskapazitäten
Am 18. Mai 2027 schreibt die Bundesnetzagentur 2 Gigawatt Erzeugungskapazitäten aus. Zugelassen sind nur Erzeugungsanlagen, der Verpflichtungszeitraum beträgt 15 Jahre.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Gebot muss spätestens am Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur eingehen, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Gebote ohne bis dahin gezahlte Gebühr oder Sicherheit schließt sie nach § 49 Abs. 1 Nr. 1 StromVKG aus. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Erzeugungsanlagen an Standorten ohne Erzeugung zum 30. Juni 2026 oder mit den in § 12 Abs. 3 StromVKG genannten Ausnahmen.
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, ob ein Neubau oder Standort die Teilnahmebedingungen erfüllt und ein Gebot lohnt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: Kraftwerksstrategie (StromVKG): zweiter Gebotstermin für Langzeitkapazitäten
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.06.2027Kapitalkostenaufschlag 2028: Antrag bei der Regulierungsbehörde
Netzbetreiber, die Kapitalkosten aus Investitionen nach dem Basisjahr in der Erlösobergrenze 2028 berücksichtigt haben wollen, beantragen den Kapitalkostenaufschlag nach § 10a ARegV bis zum 30. Juni 2027. Die Anpassung der Erlösobergrenze erfolgt zum 1. Januar 2028.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Ohne fristgerechten Antrag wird die Erlösobergrenze 2028 nicht um den Kapitalkostenaufschlag angepasst; ein Antrag ist nach § 4 Abs. 4 ARegV erst zum 30. Juni des Folgejahres wieder möglich. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Antragsrecht, keine Antragspflicht. Strom; für Gasnetze gelten ab 2028 die Festlegungen der fünften Regulierungsperiode. Für Netzbetreiber in Landeszuständigkeit kann die Landesregulierungsbehörde Verfahrensvorgaben machen.
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenEntscheidet, ob für 2028 ein Kapitalkostenaufschlag beantragt wird, und reicht den Antrag mit Anschaffungs- und Herstellungskosten, Nutzungsdauern und Baukostenzuschüssen bis 30. Juni 2027 ein.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: Regulierungskonto: Antrag für das Jahr 2025
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q3 2027
3 FristenFrist bis31.08.2027Engpassmanagement: Referenzwert der Kosten für 2028 und Differenz für 2026 mitteilen
Die Übertragungsnetzbetreiber teilen der Bundesnetzagentur bis zum 31. August 2027 den gemeinsamen Referenzwert der Engpassmanagementkosten für 2028 mit. Zum selben Termin melden sie die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten 2026 und dem Referenzwert 2026 sowie den Aufteilungsschlüssel für Bonus oder Malus.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 17 ARegV nicht. Die Bundesnetzagentur kann die Mitteilung nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen; der Bonus oder Malus fließt nach § 4 Abs. 5 ARegV von Amts wegen in die Erlösobergrenze ein. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur die Übertragungsnetzbetreiber, gemeinsam.
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleBerechnet gemeinsam mit den anderen Übertragungsnetzbetreibern den Referenzwert 2028 und meldet ihn mit der Differenz für 2026 und dem Aufteilungsschlüssel bis 31. August 2027.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis29.09.2027Erlösobergrenze 2028: Bericht der Übertragungsnetzbetreiber zur Anpassung und zu vorläufigen Netzentgelten
Übertragungsnetzbetreiber berichten der Bundesnetzagentur zwei Werktage vor dem 1. Oktober, im Jahr 2027 also bis zum 29. September, über die Anpassung ihrer Erlösobergrenze 2028 und die Bildung der vorläufigen Netzentgelte. Grundlage ist die Festlegung BK8-19/0001-A vom 11.09.2019.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Die Berichtspflicht beruht auf einer Festlegung nach § 29 Abs. 1 EnWG. Kommt ein Übertragungsnetzbetreiber ihr nicht nach, kann die Bundesnetzagentur die Einhaltung nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Übertragungsnetzbetreiber. Verteilernetzbetreiber trifft diese Berichtspflicht nicht; für sie gilt die Veröffentlichung zum 15. Oktober.
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleMeldet der Bundesnetzagentur bis 29. September 2027 die angepasste Erlösobergrenze 2028 und die Herleitung der vorläufigen Netzentgelte.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Hängt zusammen mit: Engpassmanagement: Referenzwert der Kosten für 2028 und Differenz für 2026 mitteilen
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bisEnde September 2027MiSpeL: Ende der Übergangszeit
Bis Ende September 2027 lassen sich Abgrenzungsoption und Pauschaloption nur mit Einverständnis von Netzbetreiber und Messstellenbetreiber nutzen. Netzbetreiber und Messstellenbetreiber richten in dieser Zeit Messung, Datenlieferung und Abrechnung für die beiden Optionen ein.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.10.2027 müssen Netz- und Messstellenbetreiber die Abgrenzungs- und Pauschaloption auch ohne ihr Einverständnis ermöglichen (MiSpeL, Tenorziffer 7). Tun sie es nicht, kann die Bundesnetzagentur nach § 85 Abs. 3 EEG mit § 65 EnWG Abhilfe anordnen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 86 Abs. 1 Nr. 3 EEG ordnungswidrig (bis 200.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betrifft Standorte mit Speichern oder Ladepunkten in gemischter Nutzung. Welche Schritte im Einzelnen anfallen, ergibt sich aus Tenor und Anlagen der Festlegung.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleRichtet bis 30.09.2027 die Abläufe ein, mit denen beide MiSpeL-Optionen ab 01.10.2027 ohne Einverständnis im Einzelfall laufen (Tenorziffer 7).Typisch betroffen: EDM / MDM, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStellt bis 30.09.2027 Messung und Datenlieferung bereit, die die Abgrenzungsoption an Speicher- und Ladepunktstandorten braucht (Tenorziffer 7).Typisch betroffen: EDM / MDM, Montage- und Auftragssteuerung
- SpeicherbetreiberAnwendbarkeit prüfenKlärt, ob sich der Wechsel in eine der beiden Optionen schon in der Übergangszeit lohnt oder erst danach.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Hängt zusammen mit: MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten
Teil des Bündels: MaKo- und EDM-Welle
Im Fachbuch erklärt: Kapitel 6 → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2027
8 FristenGilt ab01.10.2027Sicherer Austausch im Fahrplanprozess v2.4 verbindlich
Ab 1. Oktober 2027 gelten die Regelungen zum sicheren Austausch im Fahrplanprozess in Version 2.4 für alle umsetzungspflichtigen Marktteilnehmer. Betroffen sind Übertragungswege und Zertifikate beim Fahrplanaustausch.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Nicht vorschriftsmäßig signierte oder verschlüsselte Fahrplannachrichten darf der Empfänger unverarbeitet lassen, die Folgen trägt der Sender (Kapitel 7 der Regelungen). Der genehmigte Bilanzkreisvertrag (BK6-18-061) sieht in Ziffer 20 bei Pflichtverstößen die Abmahnung und bei Wiederholung die außerordentliche Kündigung vor. Rechtsgrundlage ↗
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleStellt die Annahme von Fahrplänen auf die Sicherheitsregeln 2.4 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), ISMS und Sicherheitsbetrieb
- BilanzkreisverantwortlicherPflicht der RolleStellt den Fahrplanaustausch mit dem Übertragungsnetzbetreiber auf die Sicherheitsregeln 2.4 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), ISMS und Sicherheitsbetrieb
Hängt zusammen mit: Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung v4.7 verbindlich
Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis14.10.2027EE-Netzkostenwälzung: verbindliche Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber
Verteilnetzbetreiber mit berechtigten Mehrkosten aus dem Ausbau erneuerbarer Energien melden die Wälzung für 2028 verbindlich an ihren Übertragungsnetzbetreiber. Die Frist endet am letzten Werktag vor dem 15. Oktober.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Nach Tenorziffer 5 b der Festlegung BK8-24-001-A entfällt bei verspäteter Meldung die Erstattung des Wälzungsbetrags für 2028 durch den Übertragungsnetzbetreiber; Korrekturen sind danach nicht mehr möglich. Das gilt auch, wenn nur die Meldung an die Regulierungsbehörde zum 1. Oktober fristgerecht war. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Verteilnetzbetreiber, die nach der Festlegung BK8-24-001-A eine besondere Belastung aus dem Anschluss erneuerbarer Energien geltend machen.
- Netzbetreiber StrombetroffenNetzbetreiber mit berechtigten EE-Mehrkosten melden den Wälzungsbetrag für 2028 verbindlich an den Übertragungsnetzbetreiber.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
- ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenÜbertragungsnetzbetreiber nehmen die Meldungen entgegen und rechnen die Wälzung in die bundesweite Verteilung ein.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis15.10.2027Netzentgelte 2028: Veröffentlichung bis 15. Oktober
Betreiber von Strom- und Gasverteilernetzen veröffentlichen die Netzentgelte für 2028 im Internet. Stehen die Entgelte am Stichtag noch nicht fest, ist die voraussichtliche Höhe aus der Erlösobergrenze zu veröffentlichen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion für eine verspätete Veröffentlichung nennt § 20 EnWG nicht. Die Regulierungsbehörde kann sie nach § 65 Abs. 2 EnWG anordnen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Strom 2028 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
- Netzbetreiber GasPflicht der RolleVeröffentlicht die Netzentgelte Gas 2028 bis 15. Oktober, notfalls als voraussichtliche Werte aus der Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, Kunden- und Netzanschlussportal
- LieferantbetroffenÜbernimmt die neuen Netzentgelte in Preiskalkulation und Kundenkommunikation für 2028.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Teil des Bündels: Netzregulierung und Planung
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab29.10.2027REMIT II: neue Meldeformate und erste Positionsmeldung
Ab dem 29. Oktober 2027 gelten die neuen Datenfelder für die laufende Transaktionsmeldung an ACER. Marktteilnehmer mit Positionen ab 600 GWh pro Jahr melden ihre Positionen quartalsweise, erstmals im Oktober 2027; Regelenergie-Transaktionen sind ab dem 29. April 2028 monatlich zu melden.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Wer Transaktionsdaten nach Art. 8 Abs. 1 REMIT vorsätzlich oder leichtfertig nicht, falsch, unvollständig oder verspätet an ACER meldet, handelt nach § 95 Abs. 1c Nr. 7 EnWG ordnungswidrig; die Geldbuße kann bis zu 10.000 Euro betragen. Daneben kann die Bundesnetzagentur nach § 65 Abs. 6 EnWG Aufsichtsmaßnahmen ergreifen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Marktteilnehmer im Sinne von REMIT mit Transaktionen in Strom- und Gasgroßhandelsprodukten; Positionsmeldung erst ab 600 GWh pro Jahr, getrennt nach Strom und Gas.
- LieferantPflicht der RolleLieferanten mit Großhandelsgeschäften stellen Meldewege und Datenfelder auf das neue Format um und prüfen die 600-GWh-Schwelle für die Positionsmeldung.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
- BilanzkreisverantwortlicherbetroffenBilanzkreisverantwortliche liefern Handelsdaten für die neuen Meldefelder zu.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
- DirektvermarkterPflicht der RolleDirektvermarkter passen Transaktionsmeldungen an und bereiten die monatliche Meldung von Regelenergiegeschäften vor.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber, die selbst handeln oder Regelenergie anbieten, prüfen, ob sie als Marktteilnehmer melden.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
- SpeicherbetreiberbetroffenSpeicherbetreiber mit Großhandels- oder Regelenergiegeschäften prüfen ihre Meldepflichten nach dem neuen Katalog.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis01.12.2027Kapazitätsmarkt (StromVKG): erste technologieoffene Ausschreibung für Kapazitäten
Am 1. Dezember 2027 findet die erste Ausschreibung für Kapazitäten statt, an der Erzeugungsanlagen, Stromspeicher, regelbare Lasten und Anlagenpools teilnehmen können. Vorher ist eine Präqualifizierung beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber nötig, der Antrag ist nur vom siebten bis zum fünften Monat vor dem Gebotstermin möglich.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ohne Präqualifizierung schließt die Bundesnetzagentur ein Gebot nach § 49 Abs. 2 StromVKG aus; beantragt werden kann sie nur im Zeitfenster des § 26 Abs. 2 StromVKG. Ein verspätetes Gebot zählt nicht, eine Wiedereinsetzung gibt es nicht (§ 37 Abs. 1 StromVKG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betreiber von Erzeugungsanlagen, Stromspeichern und regelbaren Lasten sowie Aggregatoren, die an der Ausschreibung teilnehmen wollen.
- ÜbertragungsnetzbetreiberPflicht der RolleÜbertragungsnetzbetreiber führen die Präqualifizierung über die gemeinsame Internetplattform durch und veröffentlichen Volumen und Höchstwerte.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Regulierungsmanagement, Controlling
- DirektvermarkterAnwendbarkeit prüfenDirektvermarkter und Aggregatoren prüfen Gebote für Anlagenpools und Kleinanlagenpools.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber prüfen, welche Kraftwerke oder KWK-Anlagen sie präqualifizieren und anbieten.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
- SpeicherbetreiberAnwendbarkeit prüfenSpeicherbetreiber prüfen Teilnahme; die anrechenbare Leistung hängt von der Höchsterbringungsdauer ab.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen mit regelbaren Lasten prüfen, ob sie Leistungsreduktion als Kapazität anbieten.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab02.12.2027EU AI Act: Hochrisiko-Anforderungen Anhang III
Ab dem 02.12.2027 gelten die Hochrisiko-Pflichten für Systeme nach Anhang III, etwa Bonitätsprüfung und Bewerberauswahl. Netz-KI fällt nach dem Leitlinien-Entwurf der Kommission vom 19.05.2026 nur darunter, wenn sie als Sicherheitsbauteil die Anlage unmittelbar schützt und der Betreiber als kritische Einrichtung eingestuft ist. Aufsicht ist seit dem 29.07.2026 die Bundesnetzagentur.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Verstöße gegen die Pflichten von Anbietern (Art. 16) und Betreibern (Art. 26) von Hochrisiko-KI können nach Art. 99 Abs. 4 Buchst. a und e KI-VO mit bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % des Weltumsatzes geahndet werden, bei KMU und kleinen Midcap-Unternehmen mit dem niedrigeren Betrag (Art. 99 Abs. 6 und 6a). Systeme, die vor dem 02.12.2027 in Verkehr oder Betrieb gingen, erfasst die Verordnung nach Art. 111 Abs. 2 erst nach einer erheblichen Änderung. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StromAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob KI in Netzführung und Leitsystem die Anlage als Sicherheitsbauteil unmittelbar schützt und ob das Unternehmen als kritische Einrichtung gilt; nach dem Leitlinien-Entwurf der Kommission ist sie nur dann Hochrisiko nach Anhang III Nr. 2.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, KI-Systeme und Chatbots
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob KI-Systeme einen Zweck aus Anhang III haben, etwa Bonitätsprüfung oder Bewerberauswahl, und bereitet die Betreiberpflichten nach Art. 26 vor.Typisch betroffen: KI-Systeme und Chatbots, ISMS und Sicherheitsbetrieb
Hängt zusammen mit: EU AI Act: Transparenzpflichten nach Art. 50, KI-MIG: Bundesnetzagentur wird Marktüberwachungsbehörde
Zum Artikel → Quelle ↗ KI in der Energiewirtschaft Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Beschluss2027AgNes: konkretisierende Folgefestlegungen
Nach der Rahmenfestlegung Ende 2026 will die Bundesnetzagentur die neue Systematik 2027 in konkretisierenden Folgefestlegungen ausfüllen. Verteilnetzbetreiber planen Abrechnung und Systeme gegen diese Details.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Folgefestlegungen erlässt die Bundesnetzagentur. Verzögern sie sich, bleibt weniger Zeit, Preisblätter, Abrechnung und Systeme bis zur neuen Systematik ab 2029 umzustellen. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StrombetroffenRichtet Abrechnung und Systeme an den Folgefestlegungen aus, sobald sie vorliegen.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, welche neuen Entgeltbestandteile Tarife und Kundenabrechnung verändern.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Hängt zusammen mit: AgNes: Rahmenfestlegung Netzentgelte Strom
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 6 → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2027SAP ECC und IS-U: Ende der Mainstream-Wartung
Danach Extended Maintenance bis Ende 2030 gegen 2 Prozentpunkte Aufschlag auf die Wartungsbasis, anschließend Customer-Specific Maintenance.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Das Datum setzt SAP, kein Gesetz. Ab 2028 gibt es Extended Maintenance gegen Aufpreis bis Ende 2030; in der danach oder ohne sie geltenden Customer-Specific Maintenance liefert SAP keine gesetzlichen Änderungen mehr. Für die größten Kunden bietet SAP mit der Transition Option for SAP ERP Betrieb von 2031 bis 2033, wenn das System bis Ende 2030 auf SAP ERP, private edition, auf SAP HANA umgezogen ist. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betrifft Unternehmen mit SAP ERP 6.0 (ECC, IS-U) auf einem der drei jüngsten Erweiterungspakete. Die Frist ergibt sich aus der SAP-Wartungsstrategie, nicht aus einem Gesetz.
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenbetroffenPlant die Migration von SAP IS-U auf S/4HANA Utilities oder sichert Extended Maintenance bis 2030 vertraglich ab.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
Zum Artikel → Quelle ↗ IT-Architektur und Daten Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q1 2028
7 FristenGilt ab01.01.2028NEST: fünfte Regulierungsperiode Gas
Neue Anreizregulierung nach den NEST-Festlegungen vom Dezember 2025. Die fünfte Periode dauert fünf Jahre, bis Ende 2032 (RAMEN Gas, Tenorziffer 3.1); danach folgen Dreijahresperioden.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Der Beginn der Periode löst selbst keine Sanktion aus; die Erlösobergrenzen setzt die Regulierungsbehörde von Amts wegen fest (RAMEN Gas, Tenorziffer 4.1). Pflichten aus den NEST-Festlegungen, etwa die Anzeige des Kapitalkostenaufschlags bis 30. Juni des Vorjahres, kann sie nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber GasPflicht der RolleWechselt in die fünfte Regulierungsperiode Gas, die abweichend fünf Jahre dauert; danach gelten Dreijahresperioden.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: WACC Gas: Erlass der Festlegung zur Kapitalverzinsung
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2028EU-ETS 2 startet: Emissionshandel für Gebäude und Verkehr löst das BEHG ab
Die Regelphase des EU-ETS 2 beginnt am 1. Januar 2028; die erste Abgabe von Zertifikaten für die Emissionen 2028 ist bis zum 31. Mai 2029 fällig. Bis einschließlich 2027 gelten die Berichts- und Abgabepflichten des BEHG weiter.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Gibt ein Verantwortlicher bis zum 31. Mai nicht genug Zertifikate ab, setzt die Behörde nach § 46 Abs. 1 TEHG je fehlender Tonne CO2-Äquivalent eine Zahlung von 100 Euro fest, angepasst an die Inflation seit 2012. Die Zertifikate sind trotzdem nachzureichen, und der Name wird im Bundesanzeiger veröffentlicht (§ 46 Abs. 3 und 4 TEHG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Verantwortliche nach BEHG und TEHG, die Brennstoffe für Gebäude, Straßenverkehr und weitere Sektoren in Verkehr bringen; mittelbar alle Abnehmer.
- LieferantPflicht der RolleGaslieferanten, die als Verantwortliche Brennstoffe in Verkehr bringen, stellen Überwachung, Zertifikatsbeschaffung und Preisweitergabe auf den EU-ETS 2 um.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM), Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
- WärmenetzbetreiberbetroffenWärmenetzbetreiber, deren Brennstoffe nicht dem EU-ETS 1 unterliegen, kalkulieren den CO2-Preis aus dem EU-ETS 2 in Wärmepreise und Preisgleitklauseln ein.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen prüfen CO2-Kosten für Fuhrpark und Gebäudewärme ab 2028.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Beschaffung, Handel & Marktdesign Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2028BRÜCKEN: Rückstellungen für Stilllegung und Rückbau von Gasnetzen
Zuführungen zu und Auflösungen von Rückstellungen für die Stilllegung und den unvermeidbaren Rückbau von Gasversorgungsnetzen zählen ab der fünften Regulierungsperiode zu den Kostenanteilen, die nicht dem Effizienzvergleich unterliegen. Netzbetreiber setzen sie jährlich mit den Ist-Werten des vorletzten Jahres an.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Die Festlegung BRÜCKEN (BK9-25/618) erkennt nur Rückstellungen für notwendige Stilllegungen und unvermeidbaren Rückbau an; regulatorisch nicht sachgerechte Zuführungen wie Nachholungen oder Einmalzuführungen kann die Regulierungsbehörde korrigieren. Nicht anerkannte Beträge fließen nicht als Kostenanteil außerhalb des Effizienzvergleichs in die Erlösobergrenze. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betrifft Betreiber und Verpächter von Gasverteilernetzen in der Anreizregulierung. Die Einordnung greift ab der fünften Regulierungsperiode Gas; wie weit Rückstellungen aus dem Basisjahr einfließen, steht im Beschluss.
- Netzbetreiber GasbetroffenWeist Rückstellungen für notwendige Stilllegung und unvermeidbaren Rückbau aus und setzt sie ab 2028 jährlich mit den Ist-Werten des vorletzten Jahres an.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Hängt zusammen mit: NEST: fünfte Regulierungsperiode Gas
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2028Smart-Meter-Gateways: Einbau nur noch nach Version 2.0 von Schutzprofil und TR-03109-1
Gateways nach Schutzprofil PP-0073 Version 1.3 und TR-03109-1 Version 1.1 dürfen laut Übergangsregelung des BSI nur bis zum 31. Dezember 2027 eingebaut werden, und Rezertifizierungen nach diesem Stand lassen sich längstens bis dahin beantragen. Danach gilt für neu eingebaute Gateways Version 2.0. Bestandsgeräte können per Softwareupdate auf den neuen Stand wechseln.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach § 19 Abs. 2 MsbG dürfen für abrechnungs-, bilanzierungs- und netzrelevante Mess- und Steuerungsvorgänge nur Systeme eingesetzt werden, die den §§ 21 und 22 genügen; es zählen die Schutzprofile und Technischen Richtlinien in der geltenden Fassung, die das BSI nach § 22 Abs. 2 bekannt macht. Gegen Verstöße kann die Bundesnetzagentur nach § 76 MsbG vorgehen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Gilt für den Einbau. Für bereits eingebaute Gateways nennt die Übergangsregelung den Weg per Softwareupdate.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt die Beschaffung so um, dass ab 2028 nur noch Gateways nach Version 2.0 verbaut werden, und klärt mit Herstellern und Gateway-Administration die Migration der Bestandsgeräte per Softwareupdate.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberbetroffenVerbaut Lagerbestände nach altem Stand bis Ende 2027 und setzt ab 2028 nur noch Gateways nach Version 2.0 ein.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: BSI TR-03109-1 v2.0: Gateway-Zertifikate nur noch mit MUSS+
Im Fachbuch erklärt: Kapitel 3 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2028EEG: Steuerung über das Smart-Meter-Gateway ab 2028
Ab 1. Januar 2028 und ab Einbau eines intelligenten Messsystems müssen Anlagen über 25 kW in der Direktvermarktung über das Smart-Meter-Gateway abrufbar und fernsteuerbar sein (§ 10b Abs. 2 EEG). Netzbetreiber zahlen ab 2028 nach dem Einbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung je angefangenes Jahr 100 Euro brutto an den Anlagenbetreiber, bis die Testung der Ansteuerbarkeit erfolgreich war (§ 9 Abs. 2a EEG).
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Bis zur erfolgreichen Testung zahlt der Netzbetreiber nach § 9 Abs. 2a EEG ab 2028 je angefangenes Jahr 100 Euro brutto an den Anlagenbetreiber, außer er hat die erfolglose Testung nicht zu vertreten. Anlagenbetreiber, die gegen § 10b EEG verstoßen, zahlen dem Netzbetreiber nach § 52 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 EEG bis zu 10 Euro je Kilowatt und Kalendermonat. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: § 10b EEG betrifft Anlagen über 25 kW in der Direktvermarktung, § 9 Abs. 2a EEG Anlagen ab 25 kW mit Steuerungseinrichtung nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 MsbG. Ohne Steuerung über das Gateway ist Übertragungstechnik nach dem Stand der Technik bei Inbetriebnahme zu nutzen (§ 10b Abs. 2 Satz 2 EEG). Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die 25-kW-Schwelle in § 10b entfallen.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleTestet nach dem Einbau von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung die Ansteuerbarkeit und zahlt bis zur erfolgreichen Testung ab 2028 je angefangenes Jahr 100 Euro an den Anlagenbetreiber.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA, Netznutzungs- und Kundenabrechnung
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt die Datenkommunikation über Smart-Meter-Gateway und Steuerungseinrichtung für die Direktvermarktung als Standardleistung bereit.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management
- DirektvermarkterbetroffenStellt Abruf der Ist-Einspeisung und Fernsteuerung bei Anlagen mit intelligentem Messsystem auf den Weg über das Smart-Meter-Gateway um.Typisch betroffen: Direktvermarktung und Fernsteuerung
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Pflicht der RolleSorgt dafür, dass der Direktvermarkter die Anlage ab 2028 nach Einbau eines intelligenten Messsystems über das Smart-Meter-Gateway abrufen und steuern kann.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2028WaKandA: Netzzugangsregeln und gemeinsame Buchungsplattform für Wasserstoff
Betreiber regulierter Wasserstoffnetze wenden die Netzzugangsregeln der Festlegung WaKandA ab 01.01.2028 an und vergeben Ein- und Ausspeisekapazität dann über eine gemeinsame Kapazitätsbuchungsplattform. Bestehende Ein- und Ausspeiseverträge passen sie bis dahin an.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand ist nicht genannt. Die Regulierungsbehörde kann die Einhaltung nach § 65 EnWG durch Verfügung durchsetzen, mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur Wasserstoffnetze im Anwendungsbereich von Teil 3 Abschnitt 3b EnWG (Wasserstoff-Kernnetz und Opt-in nach § 28j Abs. 3 EnWG) sowie deren Transportkunden.
- Netzbetreiber GasAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob ein eigenes Wasserstoffnetz erfasst ist, passt Verträge an und bindet die Kapazitätsvergabe an die gemeinsame Plattform an.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft als Transportkunde für Wasserstoff, welche Buchungen und Registrierungen auf der Plattform nötig werden.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
- BilanzkreisverantwortlicherAnwendbarkeit prüfenPrüft, wie Bilanzierung und Kapazitätsbuchung im Wasserstoff-Marktgebiet nach den neuen Regeln zusammenspielen.Typisch betroffen: Handels- und Beschaffungssystem (ETRM)
Hängt zusammen mit: WaKandA: Übersicht über die Wasserstoff-Cluster veröffentlichen
Zum Artikel → Quelle ↗ Wärme, Gas & Wasserstoff Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.03.2028VDE-AR-N 4105: Frist für Nachweise zur Leistungsbegrenzung
Nach VDE FNN kann die Leistungsbegrenzung nach § 9 EEG bis zum 01.03.2028 über einen P AV,E-Schutz mit Zertifikat nach VDE-AR-N 4105:2026-03, eine P AV,E-Überwachung mit Zertifikat nach der Fassung 2018-11 oder eine dauerhafte Reduzierung der Wirkleistung am Wechselrichter umgesetzt werden.
Technische Regel · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Zivilrechtliche Folge Die Anwendungsregel ist keine Rechtsnorm und hat keine eigene Sanktion. Wer sie einhält, für den wird die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik vermutet (§ 49 Abs. 2 EnWG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betrifft Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz mit Leistungsbegrenzung nach § 9 EEG. Für Zertifikate nach der Fassung 2018-11 nennt VDE FNN zwei Übergangsfristen, 12 Monate nach Inkrafttreten der DIN VDE V 0124-100 und 24 Monate nach Inkraftsetzung der Anwendungsregel; es gilt die zuerst ablaufende.
- Netzbetreiber StrombetroffenPrüft bei Anmeldungen ab März 2028, ob die Leistungsbegrenzung mit einem Nachweis nach der Fassung 2026-03 oder durch dauerhafte Reduzierung belegt ist, und passt Formulare und TAB an.Typisch betroffen: Kunden- und Netzanschlussportal, Anlagenstammdaten und MaStR
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenPrüft bei Neuanlagen, welcher Nachweis zur Leistungsbegrenzung nach dem Stichtag noch genügt.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR
Hängt zusammen mit: VDE-AR-N 4105:2026-03: Ende der Übergangszeit
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q2 2028
2 FristenGilt ab01.06.2028Energy Sharing über die Netzgrenze hinweg
Ab dem 1. Juni 2028 muss Energy Sharing auch mit dem Bilanzierungsgebiet eines direkt angrenzenden Verteilnetzbetreibers in derselben Regelzone möglich sein; der angrenzende Netzbetreiber muss mitwirken. Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur reicht auch hier das Dienstleistungsmodell über Lieferanten, ohne weitere Umsetzung beim Netzbetreiber.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ein eigener Bußgeldtatbestand fehlt. Ermöglicht ein Verteilnetzbetreiber die gemeinsame Nutzung mit dem angrenzenden Bilanzierungsgebiet nicht (§ 42c Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EnWG), kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG Abhilfe anordnen. Nach Mitteilung Nr. 73 der Bundesnetzagentur deckt das Dienstleistungsmodell über Lieferanten auch diese Stufe ab. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleStellt mit dem direkt angrenzenden Netzbetreiber derselben Regelzone sicher, dass Energy Sharing über die Netzgrenze möglich ist; laut Bundesnetzagentur genügt auch hier das Dienstleistungsmodell.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- LieferantAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Energy Sharing über angrenzende Bilanzierungsgebiete als Dienstleistung angeboten wird.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Hängt zusammen mit: Energy Sharing nach § 42c EnWG
Zum Artikel → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis30.06.2028WPG: Wärmepläne für alle Gemeindegebiete bis 100.000 Einwohner
Nach den Großstädten müssen bis 30. Juni 2028 auch für alle übrigen Gemeindegebiete Wärmepläne erstellt sein; Stadtwerke liefern die Datengrundlage.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Frist trifft die planungsverantwortlichen Stellen, meist die Kommunen, nicht die Netzbetreiber. Liefern Netz- oder Wärmenetzbetreiber die nach § 11 Abs. 1 Nr. 2 WPG geschuldeten Auskünfte nicht, kann die Stelle sie nach § 11 Abs. 6 WPG mit Fristsetzung anordnen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Die Länder müssen sicherstellen, dass die Wärmepläne erstellt werden, und übertragen die Pflicht meist per Verordnung auf die Gemeinden (§ 4 Abs. 1, § 33 Abs. 1 WPG); maßgeblich ist die Einwohnerzahl zum 1. Januar 2024. Netzbetreiber liefern Daten zu.
- Netzbetreiber GasbetroffenStimmt Gasnetzgebiete und Umstellungspfade mit der kommunalen Wärmeplanung ab.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung
- WärmenetzbetreiberbetroffenLiefert der Kommune Daten zu Netz, Erzeugung und Ausbauplänen für die Wärmeplanung.Typisch betroffen: Netzplanung, GIS, Netzberechnung
Zum Artikel → Quelle ↗ Wärme, Gas & Wasserstoff Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q3 2028
2 FristenFrist bis01.07.2028MaBiS-Hub: Testsysteme aller Marktpartner bereit (BDEW-Szenario)
Nach dem Einführungsszenario des BDEW stehen ab dem 1. Juli 2028 die Testsysteme aller Marktpartner und des MaBiS-Hubs bereit. Bis zum 30. September 2028 muss jede Schnittstelle zum Hub mindestens einmal erfolgreich getestet sein. Ab dem 1. Januar 2029 läuft der Parallelbetrieb an.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Im Verfahren BK6-24-210 gibt es noch keinen Beschluss, der Termin stammt aus dem Einführungsszenario der Branche. Verbindlich und nach § 65 EnWG durchsetzbar wird er erst mit einer Festlegung. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Die Termine sind ein Vorschlag des BDEW, den die Bundesnetzagentur im Verfahren BK6-24-210-1 inhaltlich unverändert konsultiert hat. Festgelegt sind sie nicht: Mitteilung Nr. 58 vom 1. Oktober 2026 nennt die Festlegung zum MaBiS-Hub ausstehend.
- Netzbetreiber StrombetroffenPasst Bilanzierungs- und Datenaustauschsysteme an die Schnittstellen des MaBiS-Hub an.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- LieferantbetroffenStellt Bilanzkreisprozesse und Datenabgleich auf den zentralen MaBiS-Hub um.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 7 → Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.07.2028MsbG § 40: neue Gaszähler mit Leistungsmessung am Smart-Meter-Gateway
Neue Messeinrichtungen für Gas mit registrierender Leistungsmessung sind spätestens ab dem 1. Juli 2028 an vorhandene Smart-Meter-Gateways anzubinden. Übrige neue Gaszähler folgen, sobald die Anbindung technisch möglich ist und keine Mehrkosten entstehen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Eine eigene Sanktion nennt § 40 MsbG nicht. Die Bundesnetzagentur kann die Einhaltung nach § 76 Abs. 2 MsbG anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Neu eingebaute Gaszähler mit registrierender Leistungsmessung an Messstellen mit vorhandenem Smart-Meter-Gateway.
- Netzbetreiber GasbetroffenGasnetzbetreiber stellen Empfang und Verarbeitung der Messwerte über die Gateway-Infrastruktur sicher.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleGrundzuständige Messstellenbetreiber Gas planen Zählertypen, Schnittstellen und Gateway-Anbindung für neue RLM-Gaszähler.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, EDM / MDM, Montage- und Auftragssteuerung
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RolleBindet neu eingebaute Gaszähler mit registrierender Leistungsmessung an vorhandene Smart-Meter-Gateways an.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, EDM / MDM
Im Fachbuch erklärt: Kapitel 2 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2028
3 FristenFrist bisTermin offen; frühestens Dezember 2028, für bisherige KRITIS-Betreiber drei Jahre nach dem letzten NachweisBSIG § 39: erster Nachweis für kritische Anlagen
Betreiber kritischer Anlagen weisen die Umsetzung ihrer Sicherheitsmaßnahmen durch Audit, Prüfung oder Zertifizierung nach, danach alle drei Jahre. Den Zeitpunkt setzt das BSI, frühestens drei Jahre nach dem Status als kritische Anlage; für bisherige KRITIS-Betreiber frühestens drei Jahre nach dem letzten Nachweis nach § 8a Abs. 3 BSIG alter Fassung (§ 39 Abs. 3 BSIG).
Gesetz · beschlossen, Termin offen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Bußgeld möglich Für Energienetze und Energieanlagen unter §§ 5c bis 5e EnWG gilt § 39 BSIG nicht (§ 28 Abs. 5 BSIG); dort ahndet § 95 Abs. 1 Nr. 3c und 3d EnWG eine fehlende oder verspätete Dokumentation. Für weitere kritische Anlagen gilt: Wer den Nachweis nach § 39 Abs. 1 BSIG nicht oder verspätet erbringt, handelt nach § 65 Abs. 2 Nr. 10 BSIG ordnungswidrig, mit Geldbuße bis 1 Mio. Euro. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nur für Betreiber kritischer Anlagen nach BSIG. Für Energieversorgungsnetze und Energieanlagen, die §§ 5c bis 5e EnWG unterliegen, gilt § 39 BSIG nicht (§ 28 Abs. 5 BSIG); betroffen sind Versorger damit nur mit weiteren kritischen Anlagen. Bis zur Rechtsverordnung nach dem KRITIS-Dachgesetz richtet sich die Einstufung als kritische Anlage weiter nach der bisherigen Fassung (§ 66 BSIG), also nach der BSI-KritisV.
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenBereitet Audit, Prüfung oder Zertifizierung vor, sofern Anlagen als kritisch gelten; den Termin setzt das BSI.Typisch betroffen: ISMS und Sicherheitsbetrieb
Hängt zusammen mit: NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 3 → Quelle ↗ Cybersecurity & Resilienz Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2028Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2028 mindestens 90 Prozent der in den Jahren 2027 und 2028 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen versehen haben.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet mindestens 90 Prozent der 2027 und 2028 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 8 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2028Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2028, erstmals auch über 100 Kilowatt
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2028 bei Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt mindestens 90 Prozent der vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2028 neu in Betrieb genommenen Leistung und mindestens 50 Prozent der vom 1. Januar 2018 bis 25. Februar 2025 in Betrieb genommenen Leistung ausgestattet haben. Bei Anlagen über 100 Kilowatt beginnt die Ausstattung spätestens 2028, bis Ende 2028 müssen 90 Prozent der vom 1. Oktober 2027 bis 30. September 2028 neu in Betrieb genommenen Leistung erfasst sein.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.
- Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt für 90 Prozent der von Oktober 2026 bis September 2028 neu installierten Leistung und 50 Prozent der Leistung aus 2018 bis Februar 2025 aus und beginnt bei Anlagen über 100 Kilowatt mit der Ausstattung.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q1 2029
5 FristenGilt ab01.01.2029§ 14a EnWG: Ende der Übergangsfrist
Präventive Steuerung ist nur bis 31.12.2028 erlaubt; ab 2029 steuern Netzbetreiber ausschließlich netzorientiert auf Basis der Netzzustandsermittlung, die für neue Anlagen schon seit 2024 gilt. Zum selben Stichtag enden die alten § 14a-Regelungen: Bestandsanlagen über 4,2 kW mit reduziertem Netzentgelt gehen in die neuen Vorgaben über, Nachtspeicherheizungen behalten die alte Regelung, die übrigen verlieren die Reduzierung.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.01.2029 lässt die Festlegung BK6-22-300 keine präventive Steuerung mehr zu (Anlage 1 Ziffer 10.5), und für Bestandsanlagen über 4,2 kW mit alter § 14a-Reduzierung gelten die neuen Vorgaben (Ziffer 10.2). Einen Verstoß kann die Bundesnetzagentur nach § 65 EnWG abstellen lassen und mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung mit mehr als 4,2 kW: nicht öffentliche Ladepunkte, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Stromspeicher. Bestandsanlagen von vor 2024 ohne § 14a-Reduzierung bleiben außen vor, können aber freiwillig wechseln.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleLöst präventive Steuerung spätestens zum 31.12.2028 durch netzorientierte Steuerung ab, kündigt den Wechsel Anlagenbetreibern und Lieferanten vorab an und überführt Bestandsanlagen über 4,2 kW mit alter § 14a-Reduzierung zum 01.01.2029 in die neuen Vorgaben.Typisch betroffen: Netzleitsystem / SCADA
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberbetroffenStellt Steuerungseinrichtung und Gateway-Anbindung für Bestandsanlagen bereit, die zum 01.01.2029 in die netzorientierte Steuerung wechseln.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 5 → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2029AgNes: neue Netzentgeltsystematik wirksam
StromNEV läuft zum 31.12.2028 aus, die BNetzA-Festlegungen ersetzen die Verordnung.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Nach dem Festlegungsentwurf (Tenorziffer 1.2) sind ab dem 01.01.2029 nur noch Netzentgelte nach der AgNes-Systematik zulässig. Rechnet ein Netzbetreiber anders ab, kann die Regulierungsbehörde ihn nach § 65 EnWG zur Einhaltung verpflichten. Rechtsgrundlage ↗
- Netzbetreiber StrombetroffenRechnet ab 2029 nach der neuen Entgeltsystematik der Bundesnetzagentur statt nach StromNEV ab.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
- LieferantbetroffenGibt die neuen Netzentgeltstrukturen ab 2029 in Tarifen und Rechnungen weiter.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung
Hängt zusammen mit: AgNes: konkretisierende Folgefestlegungen
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 6 → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2029NEST: fünfte Regulierungsperiode Strom
Neue Anreizregulierung Strom nach den NEST-Festlegungen; die fünfte Periode dauert fünf Jahre (RAMEN Strom, Tenorziffer 3.1). Ab 2029 wirkt die Netzzuverlässigkeit als Zu- oder Abschlag auf die Erlösobergrenze, Kennzahlen zur Netzleistungsfähigkeit werden zunächst nur veröffentlicht.
Festlegung · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Geld geht verloren Ab 2029 setzt die Regulierungsbehörde jährlich Zu- oder Abschläge auf die Erlösobergrenze fest, wenn die Netzzuverlässigkeit eines Netzbetreibers vom Referenzwert abweicht (Qualitätselement, Festlegung GBK-24-02-1#4, Tenorziffer 5.4.1). Weitere Pflichten aus den NEST-Festlegungen kann sie nach § 65 EnWG durchsetzen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Das Qualitätselement Netzzuverlässigkeit gilt nur für Stromverteilernetzbetreiber im Regelverfahren; für Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren und Kleinstnetzbetreiber ist es in der fünften Regulierungsperiode ausgesetzt.
- Netzbetreiber StromPflicht der RolleWechselt in die fünfte Regulierungsperiode Strom; die Netzzuverlässigkeit wirkt ab 2029 als Qualitätselement auf die Erlösobergrenze.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Zum Artikel → Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2029Kundenanlagen: Übergangsfrist für Bestandsanlagen endet
Für Kundenanlagen nach § 3 Nr. 65 und 66 EnWG, die bis zum 23. Dezember 2025 angeschlossen wurden, gelten Vorgaben der Netzregulierung erst ab dem 1. Januar 2029. Betreiber solcher Anlagen klären bis dahin, ob und welche Regulierungsvorgaben für sie greifen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Ab dem 01.01.2029 gelten die Vorgaben der Netzregulierung auch für diese Bestandsanlagen (§ 118 Abs. 7 EnWG). Werden sie nicht erfüllt, kann die Regulierungsbehörde nach § 65 EnWG Maßnahmen anordnen; wer die vollziehbare Anordnung missachtet, handelt nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG ordnungswidrig (bis 100.000 Euro). Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Betreiber von Kundenanlagen und Kundenanlagen zur betrieblichen Eigenversorgung mit Anschluss bis 23.12.2025.
- Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber rechnen mit Anfragen zu Messkonzepten, Übernahme oder Netzanschluss bisheriger Kundenanlagen.Typisch betroffen: MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API), EDM / MDM, Netzplanung, GIS, Netzberechnung
- LieferantAnwendbarkeit prüfenLieferanten mit Mieterstrom- oder Quartiersmodellen prüfen, ob die genutzten Kundenanlagen ab 2029 als Netz zu behandeln sind.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- Anlagenbetreiber (Erzeugung)Anwendbarkeit prüfenAnlagenbetreiber mit Direktleitungen oder Arealversorgung prüfen die Einordnung ihrer Anlage.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
- Unternehmen gesamt, mehrere RollenAnwendbarkeit prüfenUnternehmen mit Contracting- oder Arealnetzgeschäft bewerten Umbau, Übergabe oder Regulierung bestehender Kundenanlagen.Typisch betroffen: Regulierungsmanagement, Controlling
Quelle ↗ Netz & Niederspannung Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Gilt ab01.01.2029MsbG § 19 Abs. 5: nicht konforme Messsysteme über 100.000 kWh oder 100 kW nur noch unter Bedingungen
Ab 1. Januar 2029 dürfen Messsysteme, die nicht den Anforderungen an intelligente Messsysteme entsprechen, an Zählpunkten mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch oder an Anlagen über 100 kW nur noch eingebaut und genutzt werden, wenn der Einbau eines intelligenten Messsystems angekündigt oder beauftragt ist, keine unverhältnismäßigen Gefahren bestehen und eine Einwilligung des Anschlussnutzers oder eine Feststellung des BSI vorliegt. Für die übrigen Messstellen gilt diese Grenze seit Ende 2025.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Das MsbG kennt keinen eigenen Bußgeldtatbestand. Die Bundesnetzagentur kann nach § 76 MsbG anordnen, ein Verhalten abzustellen, und die Anordnung mit Zwangsgeld nach § 94 EnWG durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG). Ob die Missachtung einer solchen Anordnung als Ordnungswidrigkeit nach § 95 EnWG geahndet werden kann, ist offen, weil § 95 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EnWG nur Anordnungen nach dem EnWG nennt, etwa nach § 65, keine nach dem MsbG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Messstellen nach § 30 Abs. 1 Nr. 1 MsbG: Jahresstromverbrauch über 100.000 kWh oder Anlagen mit installierter Leistung über 100 kW. Haushaltskunden können eine Einwilligung jederzeit widerrufen.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleErsetzt nicht konforme Messsysteme an Großverbrauchern und Anlagen über 100 kW bis Ende 2028 oder sichert für den Weiterbetrieb Ankündigung oder Auftrag eines intelligenten Messsystems und Einwilligung oder BSI-Feststellung.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, GWA- und CLS-Management, SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberPflicht der RollePrüft den eigenen Bestand an Messsystemen bei Kunden über 100.000 kWh oder 100 kW und stellt bis Ende 2028 auf konforme Technik um oder dokumentiert die Ausnahmebedingungen.Typisch betroffen: Montage- und Auftragssteuerung, GWA- und CLS-Management
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028
Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q3 2029
1 FristFrist bis04.08.2029Stromspeicher: Inbetriebnahmefrist für die Netzentgeltbefreiung nach § 118 Abs. 6 EnWG
Stromspeicher, die innerhalb von 18 Jahren ab dem 4. August 2011 in Betrieb gehen, sind für 20 Jahre von den Netzentgelten für den Strombezug zur Speicherung befreit. Die Befreiung gilt nur, soweit der ausgespeicherte Strom zeitversetzt in dasselbe Netz zurückgespeist wird.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Ausschluss oder Rollenverlust Ein Stromspeicher, der erst nach Ablauf der Frist in Betrieb geht, ist nicht nach § 118 Abs. 6 Satz 1 EnWG von den Netzentgelten befreit; Inbetriebnahme ist der erste Strombezug für den Probebetrieb (Satz 6). Nach dem AgNes-Entwurf (Tenorziffer 17.5) soll zusätzlich eine Investitionsentscheidung vor Bekanntgabe der Festlegung nötig sein, nachzuweisen bis 31.03.2027. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem 31.12.2008 errichtete Stromspeicher mit Netzbezug, die bis zum Fristende in Betrieb gehen.
- Netzbetreiber StrombetroffenStromnetzbetreiber prüfen die Voraussetzungen der Befreiung und rechnen Speicherbezug entsprechend ab.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, EDM / MDM
- ÜbertragungsnetzbetreiberbetroffenErstattet Verteilnetzbetreibern entgangene Erlöse nur für befreite Elektrolyseure (§ 118 Abs. 6 Satz 9 EnWG), nicht für sonstige Stromspeicher.Typisch betroffen: Netznutzungs- und Kundenabrechnung, Regulierungsmanagement, Controlling
- SpeicherbetreiberbetroffenSpeicherbetreiber berücksichtigen den Inbetriebnahmetermin in Projektplanung und Wirtschaftlichkeitsrechnung.Typisch betroffen: Anlagenstammdaten und MaStR, Regulierungsmanagement, Controlling
Im Fachbuch erklärt: Kapitel 6 → Quelle ↗ Flexibilität, Speicher & Netzentgelte Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2029
1 FristGilt ab01.10.2029MaBiS-Hub: Produktivstart (BDEW-Szenario)
Nach dem Einführungsszenario des BDEW endet am 1. Oktober 2029 der Parallelbetrieb, ab dann gilt nur noch die neue Prozesslandschaft mit dem MaBiS-Hub. Block 1 der Festlegung (BK6-24-210-1) war bis zum 17. November 2025 in Konsultation, Block 2 zur Bilanzkreisabrechnung folgt.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Der Produktivstart steht bisher nur im Einführungsszenario der Branche; im Verfahren BK6-24-210 gibt es noch keinen Beschluss. Erst eine Festlegung macht den Termin verbindlich und nach § 65 EnWG durchsetzbar. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Der Termin ist ein Vorschlag des BDEW, den die Bundesnetzagentur im Verfahren BK6-24-210-1 konsultiert, aber nicht festgelegt hat. Mitteilung Nr. 58 vom 1. Oktober 2026 nennt die Festlegung zum MaBiS-Hub ausstehend.
- Netzbetreiber StrombetroffenArbeitet ab dem Produktivstart mit der zentralen Bilanzkreisabrechnung im MaBiS-Hub.Typisch betroffen: EDM / MDM, MaKo-Gateway (EDIFACT, AS4, API)
- LieferantbetroffenErhält Bilanzkreisabrechnung und Datenabgleich ab dem Produktivstart aus dem MaBiS-Hub.Typisch betroffen: EDM / MDM
Hängt zusammen mit: MaBiS-Hub: Testsysteme aller Marktpartner bereit (BDEW-Szenario)
Zum Artikel → Im Fachbuch erklärt: Kapitel 7 → Quelle ↗ Marktkommunikation & Marktprozesse Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2030
3 FristenFrist bis31.12.2030Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030
Dritte Zeitraumquote des gesetzlichen Rollouts: mindestens 90 Prozent der in den Jahren 2029 und 2030 neu auszustattenden Messstellen. Zieljahr für den Gesamtbestand ist 2032.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet mindestens 90 Prozent der 2029 und 2030 neu auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen aus.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2027 bis 2028
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Zielmarke31.12.2030Koalitionsausschuss: Smart-Meter-Rollout bei über 90 Prozent aller relevanten Messstellen bis Ende 2030
Der Koalitionsausschuss will den Rollout für alle relevanten Messstellen bis Ende 2030 zu über 90 Prozent abschließen, zwei Jahre vor dem heutigen Zieljahr 2032 im MsbG. Dazu kommt ein kostengünstiges „Smart Meter Light“ für Kunden außerhalb des Pflichtrollouts. Ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Die Marke ist ein Beschluss der Koalition und hat keine Rechtsfolge. Verbindlich bleiben die Quoten des § 45 MsbG, deren Verfehlung die Bundesnetzagentur nach § 76 MsbG verfolgen kann. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Politische Zielmarke; welche Messstellen als relevant gelten und ob die Quote je Messstellenbetreiber gilt, regelt erst die angekündigte MsbG-Novelle.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, ob Rolloutplan, Rahmenverträge und Montagekapazität einen Abschluss des Pflichtrollouts bis Ende 2030 tragen würden; verbindlich wird die Marke erst mit der MsbG-Novelle.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030, Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle
Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2030Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2030
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2030 mindestens 90 Prozent der vom 1. Oktober 2028 bis 30. September 2030 neu in Betrieb genommenen Erzeugungsleistung ausgestattet haben, getrennt für Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt und über 100 Kilowatt. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.
- Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen so aus, dass 90 Prozent der von Oktober 2028 bis September 2030 neu installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2028, erstmals auch über 100 Kilowatt
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2031
1 FristFrist bis31.12.2031EU-Entwurf: intelligente Messsysteme für 50 Prozent aller Endkunden (Art. 18b VO (EU) 2019/943)
Nach dem Kommissionsvorschlag COM(2026) 600 sollen intelligente Messsysteme mindestens 50 Prozent aller Endkunden abdecken, 75 Prozent ein Ziel später. Für Mitgliedstaaten mit weniger als 30 Prozent Ausstattung beim Inkrafttreten gelten der 31. Dezember 2031 und der 31. Dezember 2034; Deutschland lag am 30. Juni 2026 bei 5,9 Prozent. Die Kosten-Nutzen-Analyse soll nur noch für den Ausbau über 75 Prozent gelten. Beschlossen ist das nicht.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Keine direkte Rechtsfolge Nach dem Entwurf richtet sich die Quote an die Mitgliedstaaten, eine Sanktion für Messstellenbetreiber enthält er nicht. Folgen für den grundzuständigen Messstellenbetreiber ergäben sich erst aus einer Umsetzung im MsbG. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Kommissionsvorschlag im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren; Inhalt und Termine können sich in Rat und Parlament ändern. Die Pflicht richtet sich an die Mitgliedstaaten, die Verteilung auf Messstellenbetreiber regelt das nationale Recht.
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberAnwendbarkeit prüfenPrüft, was eine Quote auf alle Endkunden statt auf Pflichteinbaufälle für Rolloutplanung, Gerätebeschaffung und Montagekapazität bedeuten würde; verbindlich wird sie erst mit Verordnung und Anpassung des MsbG.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle
Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Q4 2032
2 FristenFrist bis31.12.2032Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent aller Pflichtfälle
Endmarke des gesetzlichen Rollouts: bis Ende 2032 brauchen 90 Prozent aller auszustattenden Messstellen ein intelligentes Messsystem. Optionale Einbaufälle zählen seit dem EnWRÄndG vom 18. Dezember 2025 auf die Quote ein.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleHat bis Ende 2032 mindestens 90 Prozent aller auszustattenden Messstellen mit intelligenten Messsystemen versehen.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle 2029 bis 2030
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 23.10.2026 Umsetzung besprechen →
Frist bis31.12.2032Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der gesamten Erzeugungsleistung
Grundzuständige Messstellenbetreiber müssen bis Ende 2032 Messstellen ausgestattet haben, die mindestens 90 Prozent der insgesamt installierten Erzeugungsleistung erfassen, getrennt für Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt und über 100 Kilowatt. Gemessen wird installierte Leistung, nicht die Zahl der Messstellen.
Gesetz · beschlossen
Wenn die Frist nicht eingehalten wird: Behörde kann durchsetzen Verfehlt der grundzuständige Messstellenbetreiber die Quote, kann die Bundesnetzagentur nach § 45 Abs. 2 und § 76 MsbG Maßnahmen anordnen und mit Zwangsgeld von 1.000 Euro bis 10 Millionen Euro durchsetzen (§ 76 Abs. 4 MsbG, § 94 EnWG). Bleibt die Ausstattung der Anlagen mit Steuerungseinrichtungen um mindestens 25 Prozent zurück und trägt das wesentlich zu einer möglichen Gefährdung der Systemsicherheit bei, kann sie nach § 12 Abs. 2g EnWG die Grundzuständigkeit entziehen. Rechtsgrundlage ↗
Anwendbarkeit: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sollen die Anlagenquoten des § 45 MsbG künftig auszustattende Messstellen zählen statt Kilowatt. Beschlossen ist das nicht.
- Netzbetreiber StrombetroffenLiefert Anlagenstammdaten aus Netzanschluss und Marktstammdatenregister, damit der Messstellenbetreiber die Einbaufälle kennt.Typisch betroffen: SAP IS-U / S/4HANA Utilities
- Grundzuständiger MessstellenbetreiberPflicht der RolleStattet Erzeugungsanlagen so aus, dass 90 Prozent der insgesamt installierten Leistung erfasst sind.Typisch betroffen: GWA- und CLS-Management, Montage- und Auftragssteuerung
Hängt zusammen mit: Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung bis Ende 2030
Zum Artikel → Quelle ↗ Smart Metering, SMGW & § 14a Stand der Angaben: 25.10.2026 Umsetzung besprechen →
Wo es eng wird
Drei Bündel, in denen mehrere Fristen dasselbe System und dasselbe Team brauchen. Ein Punkt steht für eine Frist.
Oktober 2026 bis Oktober 2027
MaKo- und EDM-Welle
- 01.10.20263 Fristen, vorbei
- 01.04.20272 Fristen
- Termin offen1 Frist
- Ende September 20271 Frist
Fristen im Einzelnen und warum es eng wird
- 01.10.2026 MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 56
- 01.10.2026 MiSpeL: Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten
- 01.10.2026 WiM Gas 2.0 gilt
- 01.04.2027 MaKo-Formatrelease Mitteilung Nr. 58
- 01.04.2027 Prozessbeschreibung Fahrplananmeldung v4.7 verbindlich
- Termin offen Energy Sharing: gemeinsame Internetplattform der Netzbetreiber (§ 20b EnWG)
- Ende September 2027 MiSpeL: Ende der Übergangszeit
Mitteilung 56, WiM Gas 2.0 und die MiSpeL-Festlegung sind am 1. Oktober 2026 zusammengefallen. Mitteilung 58 bringt zum 1. April 2027 das neue Redispatch-Format und den Übertragungsweg 1.11, die MiSpeL-Übergangszeit endet Ende September 2027. Der Go-live der einen Fassung und der Projektstart der nächsten fallen in dieselben Wochen.
Dezember 2026 bis Januar 2027
Messwesen zum Jahresende
- 31.12.20264 Fristen
- 01.01.20273 Fristen
Fristen im Einzelnen und warum es eng wird
- 31.12.2026 Heizkostenverordnung: Fernablesung nachrüsten
- 31.12.2026 Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der Einbaufälle seit Februar 2025
- 31.12.2026 Smart-Meter-Rollout: 90 Prozent der neuen Erzeugungsleistung von Anlagen über 7 bis 100 Kilowatt
- 31.12.2026 FFVAV: Fernwärmezähler bis Ende 2026 fernablesbar machen
- 01.01.2027 BSI TR-03109-6 v2.0 für Gateway-Administratoren
- 01.01.2027 BSI TR-03109-1 v2.0: Gateway-Zertifikate nur noch mit MUSS+
- 01.01.2027 Auffangmessstellenbetreiber: Veröffentlichung für 2027
Beide 90-Prozent-Quoten des Rollouts und die Fernablesung der Wärmezähler laufen zum Jahresende aus. Im Januar kommen TR-03109-6 Version 2.0 mit der nächsten Rezertifizierung des GWA-Systems und die MUSS+-Anforderungen für neue Gateway-Zertifikate dazu. Alles zieht an denselben Monteuren, demselben GWA-System und denselben Lieferungen von Gateways und Steuerboxen.
Oktober 2026 bis Januar 2027
Netzregulierung und Planung
- 14.10.20261 Frist, vorbei
- 15.10.20261 Frist, vorbei
- 26.10.20261 Frist
- 31.10.20261 Frist
- 31.12.20261 Frist
- Ende 20262 Fristen
- 01.01.20271 Frist
- 30.04.20271 Frist
- 14.10.20271 Frist
- 15.10.20271 Frist
Fristen im Einzelnen und warum es eng wird
- 14.10.2026 EE-Netzkostenwälzung: verbindliche Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber
- 15.10.2026 Netzentgelte 2027: Veröffentlichung bis 15. Oktober
- 26.10.2026 Effizienzvergleich Strom: Ende der Konsultation zur Datenerhebung
- 31.10.2026 Netzausbauplan nach § 14d EnWG: Vorlage zum 31. Oktober 2026
- 31.12.2026 Regulierungskonto: Antrag für das Jahr 2025
- Ende 2026 AgNes: Rahmenfestlegung Netzentgelte Strom
- Ende 2026 WACC Gas: Erlass der Festlegung zur Kapitalverzinsung
- 01.01.2027 Netzpaket: systemdienliche Netzanschlussleistung statt Maximalleistung
- 30.04.2027 Effizienzvergleich Strom: Daten 2026 an die Bundesnetzagentur übermitteln
- 14.10.2027 EE-Netzkostenwälzung: verbindliche Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber
- 15.10.2027 Netzentgelte 2028: Veröffentlichung bis 15. Oktober
Netzentgelte am 15. Oktober, Netzausbauplan nach § 14d am 31. Oktober, AgNes-Rahmen und WACC Gas zum Jahresende, das Netzpaket ab Januar 2027. Dieselbe Erlösobergrenzen-Rechnung, dasselbe GIS und meist dieselben wenigen Leute in Regulierung und Netzplanung.
Gilt bereits (16)
Abgelaufene Termine (11)
Verstrichene Stichtage, beendete Konsultationen und gefasste Beschlüsse. Was daraus als Pflicht weiterläuft, steht unter „Gilt bereits“ oder als eigene Frist im Kalender.
Zusammenarbeit
Welche dieser Fristen trifft Ihr Programm?
Dreißig Minuten zu Ihrer Marktrolle und Ihrer nächsten Frist: welche Prozesse, Systeme und Daten dranhängen und in welcher Reihenfolge es sich lösen lässt. Auf Wunsch danach eine Seite Umsetzungslandkarte. Ob eine Pflicht für Ihr Haus gilt, klärt Ihre Rechtsberatung, nicht dieses Gespräch.
Energie und Messtechnik seit 2010 · innobu GmbH seit 2014 · Sitz in Schleswig-Holstein
Wer pitcht, liefert auch: Wer das Erstgespräch führt, bleibt Ihr Ansprechpartner bis ins Steering, im Projekt mit festen Partnern. Direkt: info@innobu.com